Das Haus, wo ich wohn (Buchseite 66)

(aus dem Musical: Die Teufelin)

Habe ich das vollbracht,
dieses Schauspiel entfacht?
Welch ein Glanz, welche Freudenvision!
Welch betörender Duft
in der flimmernden Luft –
Wie es leuchtet, das Haus, wo ich wohn!

Und es brennt lichterloh,
und ich fühl mich so froh
denn mir winkt meine Freiheit als Lohn!
Heut ja heut ist der Tag
wo ich endlich mal frag:
Brauch ich wirklich ein Haus wo ich wohn?

Sicherheit ist trügerisch – sie macht uns faul und satt.
Sicherheit ist fabelhaft – solange man sie hat
Häuser stehn für Sicherheit – doch weh, wer drauf vertraut –
Häuser sind nicht immer für die Ewigkeit gebaut.

Denn nur eins ist gewiss:
es ist alles Beschiss
und das Glück in der Ehe ein Hohn!
Das Familienidyll,
ist nur Kindergebrüll
und ein Knast ist das Haus wo ich wohn.

Liebe ist ein Hafen vor den Stürmen dieser Welt
Liebe bietet Sicherheit, solange wie sie hält.
Liebe kommt und geht, und manchmal geht sie über Nacht –
Liebe ist nicht immer für die Ewigkeit gemacht.

Was sich hält, ist der Hass.
Auf den Hass ist Verlass.
Er tut gut, und die Wut lässt ihn loh’n.
Heute wird’s mir bewusst,
und mit knisternder Lust,
seh ich’s brennen, das …-

(Der Versicherungsagent spricht sie an; sie bricht abrupt ab, de beiden unterhalten sich

(…)

Wenn die Asche verweht
die Erinn’rung vergeht.
blühn hier Löwenzahn, Ginster und Mohn,
und die sanfte Natur
überwuchert die Spur –
jede Spur von dem Haus wo ich wohn….

(…)

Ich bin arm, aber frei -.
denn was war, ist vorbei –
Es war nur eine Zwischenstation.
Was mir blieb, ist nicht viel,
was ich hab, ist ein Ziel –
weit, weit weg von dem Haus wo ich wohn.

( „Die Teufelin“ – nach dem gleichnamigen Roman von Fay Weldon. Buch: Claudia Wehner, Musik: Rainer Bielfeldt, Songtexte Edith Jeske)

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