Du gehst mir aus dem Sinn

Wir gelten als ein Paar, das man beneidet.
Man sagt uns nach, uns bringt nichts aus dem Gleis.
Und wenn es heißt “ bis dass der Tod euch scheidet“ –
dann sind wir zwei womöglich der Beweis.
Oft war’s nicht leicht. Doch jede unsrer Krisen
war immer eine Chance und ein Gewinn.

Wie nur erkläre ich mir dann,
was ich mir nicht erklären kann:
Du gehst mir aus dem Sinn.

Ich liebe deine Gesten, die mir sagen,
dass du noch immer jeden Tag genießt,
dein Lachen und die kluge Art zu fragen
und wie du meine Schwächen übersiehst.
Wir teilen schon beinah ein halbes Leben.
Das wirft man nicht aus einer Laune hin.

Dir zu vertraun, war niemals schwer,
Nun hab ich keine Worte mehr.
Du gehst mir aus dem Sinn.

Wir sind so weit gekommen in den Jahren.
Ich hab mir nie was andres vorgestellt.
Was immer auch geschah – wir beide waren
gemeinsam eine Insel in der Welt.
Nun reise ich in schweigenden Gedanken
allein zu meiner eignen Insel hin,

wo niemand mich beim Namen nennt
und wo den deinen keiner kennt,
wo nichts mehr kalt ist oder heiß
und die Erinnerung schwarz-weiß,
wo man sein Herz nicht schlagen hört
und wo kein Traum die Nächte stört

und wo du nicht mehr fragst,
warum ich traurig bin.
Du gehst mir aus dem Sinn.

(“Du gehst mir aus dem Sinn“, Julia Kock / Rainer Bielfeldt, Text: Edith Jeske)

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