Daumen drücken für die Celler Schule beim
Deutschen Chansonpreis…..!

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Um das deutschsprachige Chanson zu fördern, verleihen Das Schiff und die Produktionsfirma Theaterplatz zusammen mit der BGFG zum bereits dritten Mal den Deutschen Chanson-Preis“ und den „Deutschen Chansonpreis Nachwuchspreis“ Am Dienstag, 19. Mai findet zunächst der Nachwuchswettbewerb „Deutscher Chansonpreis“ statt – und zwar auf dem Theaterschiff in Hamburg. Um 19.30 Uhr treten die Finalisten und Finalistinnen an, um Jury und Publikum zu überzeugen: Nisse Barfuss, Peter Fischer, Matthias Lüke, Lukas Meister, außerdem Masha Potempa, Lennart Schilgen und Christin Henkel – alle drei Absolventen der Celler Schule.

Am Mittwoch, 20. Mai um 19.30 Uhr folgt dann die Gala zum Wettbewerb: den ersten Teil des Programms bestreitet der Gewinner (oder die Gewinnerin) des Nachwuchswettbewerbs, der zweite Teil gehört Tim Fischer, dem der Deutsche Chansonpreis verleihen wird. Sein Begleiter und Komponist vieler Chansons ist Rainer Bielfeldt. Und der eine oder andere Text von Edith Jeske wird wohl auch dabei sein….

Der Fred-Jay-Preis 2015 für Marcel Brell:
ein Highlight für die Celler Schule

Diesmal war es sogar eine dreifache Preisverleihung, denn neben dem Fred-Jay-Preis wurde erstmalig der Radiokulturpreis vergeben. Er ging an zwei Radiosender: BR-Klassik und Radio Fritz. Die Laudatio hielt Dr. Ralf Weigand (Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA). Er dankte den Vertretern beider Sender dafür, dass sie zuweilen auch Wege abseits des Mainstreams einschlagen, ließ aber auch durchblicken, dass nach oben noch einiges an Platz sei. Ein guter Start allemal für diesen Preis, der sowohl Sendern als auch der GEMA eine Stärkung der positiven Öffentlichkeitswirkung verspricht.

Und dann der – herbeigefieberte – Fred Jay-Preis. Beinahe ein Klassentreffen unserer Absolventen aus 19 Jahren. Viele reisten an, um mit Marcel Brell zu feiern und ihm zu gratulieren.

Jacobson Reitz BRell 2-002 05.05.2015 22-15-49Tobias Reitz stellte in seiner Laudatio die Biografien von Marcel Brell und Fred Jay einander gegenüber – mit verblüffenden Übereinstimmungen. Ganz nebenbei lernte man mehr über diesen Autor. Für Marcel hatte Tobias eine Sampler-CD mit lauter Liedern von Fred Jay aufgetrieben. 

 

AMichael Jay Jacobson red-002 12.05.2015 14-44-24uch Michael Jacobson, Sohn von Fred Jay, zeigte sich begeistert – sowohl vom Preisträger als auch vom Laudator.
Ausdrücklich hob er erneut den Grundgedanken des Fred-Jay-Preises hervor: „Die Auszeichnung soll einem Textdichter oder einer Textdichterin einen Schub geben, eine Hilfe zum Erfolg sein, eine Anerkennung am Anfang der Karriere, wo auch das Geld am meisten gebraucht wird“.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Marcels nächstes Album, an dem die Arbeit jetzt beginnt.
Und wer die wunderbare Laudatio von Tobias Reitz in voller Länge lesen möchte, findet sie auf der Webseite des Deutschen Textdichterverbandes.

Thomas Woitkewitsch schreibt:
dass Marcell als Mensch und als Künstler ausgezeichnet ist, habe ich in Springe schon mehrfach erleben können.
Jetzt wurde er in Berlin mit dem Fred-Jay-Preis ausgezeichnet. Warum? Das hat unser Freund Tobi in seiner Laudatio mit wunderbaren Worten ausführlich begründet.
Ich behaupte nur: Das hat er verdient! Mehr als…
Mit freudigen Grüßen
Thomas

 

 

Fred-Jay-Preis 2015 für Marcel Brell

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(c) Bild von Lars Christiansen

Jedes Jahr wieder mit Vorfreude erwartet: Der Fred-Jay-Preis. Seit 1989 wird er verliehen und er steht für herausragende Qualität von Liedtexten quer durch die verschiedenen Genres.
In diesem Jahr geht die begehrte Auszeichnung an Marcel Brell, Celler Schule 2011.

 

Der Fred-Jay-Preis kann auf illustre Namen verweisen, darunter Clueso, Frank Ramond, Claudia Jung oder Silbermond. Auch bis dato noch als Geheimtipp gehandelte Namen waren darunter. Ein solcher fast-noch-Geheimtipp ist Marcel Brell. Aber eben nur fast. Sein Berufsleben als gut gebuchter Produzent gab er auf, um selbst zu schreiben und zu singen. Längst sind seine Tourneepläne prall gefüllt.

Dr. Michael Jacobson, Sohn von Fred Jay, sagte in einem Interview: „Mein Vater war immer dafür, Hoffnungsträger oder Anfänger zu unterstützen.“
Ein Anfänger ist Marcel Brell nicht.
Ein Hoffnungsträger auf jeden Fall.

noch mehr dazu hier

Michael Krebs – „Zusatzkonzert“ in Osnabrück

von Turid Müller

Bisher dachte ich, es gibt Musik, die was zu sagen hat, und es gibt Musik, die rockt. Das Zusatzkonzert von Micheal Krebs hat mich eines Besseren belehrt: Sein Rock’n Roll-Kabarett kann beides. Die Songs sind kritisch und hintersinnig, dabei so unterhaltsam, dass ich vor Lachen heiser wurde, und so mitreißend, dass Schnipsen und Mitsingen von ganz allein.

(v.l.n.r.) Turid Müller, Michael Krebs, Edith Jeske, Peter Heske
(v.l.n.r.) Turid Müller, Michael Krebs, Edith Jeske, Peter Heske

Viele Momente der Wiedererkennung: Bei der nächsten Party-Einladung werde ich an ihn denken müssen, beim Hören von Jazz (und insbesondere von Jazz-Pianisten), beim Eingeben von Passwörtern, beim nächsten Gespräch mit meinem Telefonanbieter, und besonders bei den „Arschlecken-Momenten“ des Lebens – da werde ich ab sofort innerlich singen: „Leudde, ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken, Leudde. Macht Euren Scheiß doch alleine!“

43% der Zuschauer, die sich für Musik-Kabarett interessierten, das sich selber nicht zu ernst nimmt, interessieren sich auch für Michael Krebs.

Mark Scheibe am digitalen Lagerfeuer

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Mark Scheibe
Mark Scheibe, der Hit-Experimentierer  Foto: Monic Johanna Wollschläger

Schreiben ist ein einsamer Job. Das wissen wir alle. Und dass die Inspiration nicht immer dann kommt, wenn man sie braucht, leider auch. Der Sänger, Pianist, Texter und Komponist Mark Scheibe (Celler Schule 2013), hatte im vergangenen Oktober eine geniale Idee. Der gebürtige Bremer, der seit 2001 in Berlin lebt, startete via Facebook ein Hit-Experiment und bat dort um eine inspirierende Wortspende. Viele FB-Freunde nahmen diese Idee begeistert auf und warfen Mark dreizehn Tage lang verbale Hölzchen zu, aus denen er innerhalb eines Tages ein komplettes Lied fabrizierte. Kaum zu glauben: Am nächsten Morgen stand im Internet bereits ein Video von dem fertigen Song, den Mark Scheibe zum Piano oder zum flugs produzierten Playback sang. Insgesamt dreizehn Lieder entstanden so in Rekordzeit. Die Ideenlieferanten sind im Abspann der Videos namentlich erwähnt.

„Es bildete sich eine bemerkenswerte Gemeinschaft. Je länger das Hit-Experiment ging, desto tiefgehender und berührender wurden die Beiträge, die über einzelne Begriffe weit hinausgingen“, erinnert sich Mark Scheibe. „Nach ein paar Tagen waren die Kommentare auf meiner Facebook-Seite ein Ozean der Poesie, dessen Flut mich überwältigte. Diese Kommentare waren für mich so befruchtend wie ein Abend mit guten Gesprächen mit Freunden am Lagerfeuer, daher die Assoziation „digitales Lagerfeuer“. Mir kam es vor, als würde jeder etwas von sich erzählen, und ich sitze da und schaue, was sich zu Musik machen lässt. Die Wege der Inspiration lassen sich beim Studium der Kommentare zurückverfolgen. Oft ergab sich ein kollektives Thema, dass ich je nach meiner Tagesform übernahm, variierte, abstrahierte oder als Rampe zu einem ganz anderen Thema nahm. Ich habe mich natürlich immer gefreut, wenn ich möglichst viel zurückgeben konnte, manchmal hatten die Lieder aber auch gar keinen direkten Bezug zu den Kommentaren.“

Mark Scheibe überarbeitete Texte und Musik noch einmal gründlich. Im Januar ging er ins Studio, um eine CD aufzunehmen. Darauf befinden sich fünf  Songs aus dem Hit-Experiment:  „Der Mögen danach“, „Illusion“, „Weck die Diva in mir „, „Mittwochs gehörst du mir“ und „Durchs Feuer gehen“ (mit dem neuen Titel : „Cherie“) Am 24. Januar präsentierte er seine brandneuen Songs in einem Konzert im legendären Bremer Sendesaal.  „Musik ist Liebe“ – so lautet sein Credo. Wer sein wunderbares Hit-Experiment im Herbst verpasst hat, kann sich schon auf den Februar freuen: Vom 9. bis zum 13. Februar versammelt der Schnellschreiber noch einmal seine Facebook-Freunde um das digitale Lagerfeuer. „Ich liebe dieses Gefühl, beim Schreiben nicht ganz alleine sein zu müssen.“  

 

 

 

MANUELA HÖRR präsentiert mit dem R.A.M. Kindertheater das Video zu „Kirschbaumtage“

Vor gut einem Jahr erschien das Album „Kirschbaumtage“ vom R.A.M. Kindertheater mit ExCellentin MANUELA HÖRR (Celler Schule 2001). Den Titelsong gibt es ab sofort auch als Videoclip – und das sogar in deutscher UND englischer Sprache.

AUF DEUTSCH
AUF ENGLISCH

MANUs Bitte: Teilen, liken und verbreiten!

Das Album gibt es hier
Wer mehr über das R.A.M. Kindertheater wissen und auf dem Laufenden gehalten werden möchte:
Hier gehts zur facebook-Gruppe

EINFACH MAL GENIAL
die West-östlichen Diven im Zimmertheater Steglitz am 10.10.2014

Das Celler-Schul-Netzwerk werkt und wirkt! Jetzt haben die 3 Chansonetten einen Berliner Ableger bekommen!

Barbara Berrien, Julia Hagemann (beide Celler Schule 2011) und Camilla Elisabeth Bergmann (Celler Schule 2013) schmeißen ihre gesammelte Kreativität in einen Topf und prallen als „Westöstliche Diven“ aufeinander!
Welturaufführung des Abends einfach mal genial  im Zimmertheater Steglitz in Berlin

West-östlichhe DivenUnd man fragt sich natürlich:
Drei Diven auf der kleinsten Bühne Berlins – kann das gutgehen?

Die Berlinerinnen Barbara Berrien und Camilla Elisabeth Bergmann treffen auf Julia Hagemann aus der finstersten Provinz kurz vor Ostfriesland. Dabei entsteht eine gleichermaßen vergnügliche wie anrührende Mischung aus ihren Liedern und blühendem Unsinn: von „Queen of Genörgel“ über „Ich könnte deine Oma sein, mein Hübscher“ bis zu „Jochen, noch’n Rochen kochen“, Songs über fremdgehende Hühner, pathologische Hilfsbereitschaft und übermotivierte Security-Mitarbeiter. Ein kabarettistisch-musikalischer Ensemble- und Liederabend, bei dem Sie Dinge lernen können, die Ihnen bisher verschlossen waren…

Übrigens hängt die Celler Schule in vielfacher Hinsicht mit drin. Eines der Kleider ist von Anne Weber (Celler Schule 2011), ein halbes Lied stammt von Konstantin Schmidt (ebenfalls Celler Schule 2011). Zwei der Chansons wurden von Rainer Bielfeldt komponiert, der die Celler Schule von Anfang an begleitet.  Guido Raschke (der als Pianist die Playbacks einspielte) steht sonst mit Robert Metcalf auf der Bühne (Celler Schule 2013). Den Anstoß zum Kennenlernen gab Tilman Lucke (Celler Schule 2008). Ein Abend, der sich lohnt – versprochen!

Messies im Zehner-Pack

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Presse Axel PätzZum Chillen hat Axel Pätz, ExCELLEnt aus dem Jahr 2012 und preisgekrönter Tastenkabarettist, so die Eigendefinition, aus  Hamburg, vorerst keine Zeit. Mit seinem neuesten Programm „Chill mal!“ hatte er am  3. Juli bei den Wühlmäusen Berlin-Premiere, am 10. Juli  behauptet er in der Müncher Lach- und Schießgesellschaft „Das Niveau singt“. Und am 5. Juli heißt’s in Hamburg Daumen drücken. Da wird nämlich beim Altonale Straßenfest (Beginn: 15.30 Uhr) eine neue „Altona-Hymne“ gekürt. Aus 76 Einsendungen wurden drei Beiträge ausgewählt, über die an diesem Tag öffentlich abgestimmt wird.

Zwischendurch schreibt und Pätz Newsletter, die immer wieder ein Spaß zum Lesen sind. Im neuesten macht sich der bekennende Bayern-München-Fan, der sich ein Kind von Birgit Prinz wünscht, sich Gedanken über ein seltsames Phänomen, das ihm in den letzten Tagen häufiger begegnet: Männer in T-Shirts, auf denen sie offenbar ihren Namen kundtun und sich darüber hinaus nummeriert haben.

„Ich versuche, denn Sinn dieses Tuns zu erkunden und stehe vor einem Rätsel“, so Pätz. „Bei Müller 13 dachte ich noch: klar, bei so vielen Müllers macht es Sinn, sie einmal durchzuzählen. Doch schon bei Götze 19 wurde ich stutzig. War das vielleicht nicht der Name des Hemdenträgers, sondern dieser vielmehr der Angebetete einer fremden, wilde Naturgötter verehrenden Kultur? Gerne hätte ich auch etwas über die Götzen 1 bis 18 erfahren. Stattdessen begegnete ich einem Neuer 1. Ein Schreibfehler? müsste es nicht korrekt heißen ‚Neue 1’? Und warum war die Einführung der neuen ‚1’ völlig an mir vorbei gegangen? Gab es womöglich inzwischen auch eine neue ‚2’ oder ‚3’? Da hätte sich die PR-Abteilung der deutschen Zifferngesellschaft ruhig etwas mehr ins Zeug legen können. Auffallend dabei: alle T-Shirts waren von gleichem Muster und Farbe. Ein blendendes Weiß mit rotem Bruststreifen. 

Mitleid empfand ich allerdings mit Messi 10. Ist es nicht schon schlimm genug, wenn man seinen Alltag nicht bewältigen kann und dabei ganz verwahrlost? Muss man den armen Kerl dann auch noch in einem blau-weiß-längsgestreiften Sträflingsoutfit bloßstellen?“ Was Pätz beruhigt: „Es ist gut zu wissen, dass es neben meinen Kindern (zweifelsohne die Messies 1 und 2) auch noch mindestens acht weitere Betroffene gibt.“

100% Mensch – Der Benefiz-Song für gleiche Rechte

von Tobias Reitz

Vor einigen Monaten fragte mich HOLGER EDMAIER (Celler Schule 2006), ob ich Lust hätte ihn bei einem Benefiz-Projekt zu unterstützen. Der Hintergrund: Nach Monaten anti-schwul-lesbischer Propaganda, verbunden mit erschütternden Gesetzesänderungen u.a. in Russland habe er einen Song geschrieben, den er jetzt als Multi-Artist-Projekt an die Öffentlichkeit bringen möchte: „100% Mensch“. Ich hörte mir das Demo an und sagte zu.

Erst einige Tage später erfuhr ich, in welches Kollektiv mich Holger da eingebunden hatte. Als mediales Zugpferd hatte er Hella von Sinnen gewinnen können, weshalb wir auch Wochen vor der Veröffentlichung von „100% Mensch“ schon erste Presseberichte hatten. Daneben freute ich mich aber auch, Künstler wie Bernd von Fehrn, Claus Vincon, Käthe Köstlich, Markus Grimm, Michelle Connah und meinen Schlager-Kollegen Olaf Bossi (dichtet u.a. für Wolkenfrei) kennenzulernen und liebe Kollegen wie Stefan Runge, Klaus Nierhoff und Nina Klopschinski wiederzusehen, die mir bei meinem ersten Solo-Auftritt im Herbst 2004 (sie stand damals mit ihrem Projekt Coco Camelle auf der Bühne) noch das Händchen gehalten hatte.

Eingesungen haben wir unsere Parts in Stefan Runges begehbarem Kleiderschrank, in dem Holger sein mobiles Studio aufgebaut hatte. Politische Statements im Four-to-the-floor-Beat zu einem Duftgemisch aus Parfum, Leder und Mensch. Witzig, eng, wunderbar.  

Bewundernswert finde ich vor allem die unermüdliche Energie, mit der sich Holger und sein Team beim Projekt „100% Mensch“ geradezu verausgabt haben. Vier Wochen nach den Aufnahmen zogen wir durch Kölns Nachtleben und drehten den Videoclip zum Song. Parallel dazu wurden der Endmix, das Pressematerial und die „100% Mensch“-Webseite an den Start gebracht und ein pralles Promotionpaket geschnürt. Auf fast allen CSDs des Landes wurde „100% Mensch“ performt – in jeweils unterschiedlicher, tagesaktueller Besetzung – je nachdem wer gerade konnte. Künstler reisten durch halb Deutschland und präsentierten ihr Statement (ich war beispielsweise zusammen mit Klaus Nierhoff, Käthe Köstlich und Mayo Velvo für den CSD Düsseldorf zuständig), für das es vor Ort größtenteils Lob und Anerkennung gab (nur die Presse wollte es nicht immer so sehen…). Den größten Auftritt hat das Projekt „100% Mensch“ am 5. Juli auf dem ColognePride, wie der Kölner Christopher Street Day inzwischen heißt. Da kommt noch einmal ein Großteil der mitwirkenden Künstler zusammen. Wenn wir auch unser erklärtes Ziel, den Einstieg in die Charts, verfehlt haben, konnten wir uns über mehrere Tage Top 10 in den Schlager-Download-Trendcharts sowie eine Menge begeistertes Feedback freuen.

Übrigens eine kleine, feine Fußnote: „100% Mensch“ wurde veröffentlicht auf dem Hitmix-Label von ERICH ÖXLER (Celler Schule 2000).

Zur Webseite von „100% Mensch“

Zum Videoclip

Zur Facebook-Seite  

Alles gut, solang man tut

 Von Claudia Karner, Celler Schule 2006

„Ich hab in Münster mal eine Pflanze gesehen, die durch ein zwei Meter hohes dünnes Rohr gewachsen ist, bis sie schließlich oben ankam. Die wuchs da unaufhaltsam, weil sie am Ende des Rohres Licht gesehen hat. Das beeindruckt mich bis heute“, antwortete Marcel Brell  auf eine Reporterfrage nach seinem Vorbild. So unbeirrbar wie das zitierte Grünzeug scheint auch der aus Wesel stammende SingerSongwriter und ExCELLEnt, Jahrgang 2011, seinen künstlerischen Weg zu verfolgen.

MArcel Brell Album

Im Mai brachte der 31-jährige die erste CD mit dem Titel „Alles gut, solang man tut“ auf den Markt. „Nachdem ich in den letzten zwei Jahren über 200 Mal solo oder mit Band aufgespielt habe, habe ich in meinem Wohnzimmer, im Proberaum und auch in einem tollen Studio in Berlin die zwölf Lieder aufgenommen, die mir am meisten am Herzen liegen“, sagt Marcel. Bis zum 11. Juli  tourt er mit dem gleichnamigen Programm quer durch Deutschland. Und zwar mit großem Erfolg. Dass er Musik machen wollte, stand schon früh fest. Mit fünf Jahren bekam er  Klavierunterricht, mit 13  brachte er sich selbst das Gitarrenspielen bei und komponierte seine ersten Stücke. Friedens- und Umweltlieder, wie es sich eben für einen richtigen Songschreiber gehört. Nach dem Abitur studierte Marcel in Münster Musik, Schwerpunkt Arrangement und Produktion. Seine ersten Auftritte mit Halbplayback und englischen Popsongs brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Nach dem Studienabbruch und dem Umzug nach Berlin wendete sich das Blatt. In den letzten zwei Jahren spielte der SingerSongwriter neben eigenen Konzerten auch im Vorprogramm von der Alin Coen Band, ElifSuzanne Vega, Sharon Corr und Dota Kehr. Er hat nun den Stil gefunden, der ihm voll und ganz entspricht und schreibt seine Texte auf Deutsch. Die Geschichten, die er darin erzählt, gehen den Zuhörern ins Herz und unter die Haut.

In einem Interview für die Online-Ausgabe von Die Welt sagt eMarcel Grell über seine Erstlings-CD: „Das Album hat eine Geschichte. Ich war jahrelang Musikproduzent, und habe mich irgendwie davor gedrückt, meine eigene Musik auf die Bühne zu bringen. Der Prozess hin zum eigenen Album hat tatsächlich zehn Jahre gedauert. Man fragt sich: Wie macht man eigentlich ein Album, wenn man nicht am Mischpult, sondern am Mikro steht? Wie gehe ich da ran? Egal: Einfach machen! Nicht zu lange nachdenken, sondern tun. Besser tun, als zu Hause sitzen und unglücklich sein. Alles, was ich die letzten Jahre ausprobiert habe, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich glaube, aus der Bewegung entsteht das Ergebnis – nicht aus dem Planen und darüber Nachdenken, sondern aus dem Tun. Ich bin ein sehr praktischer Mensch.“

„Alles gut, solang man tut“ wurde von DATES, dem Magdeburger Stadtmagazin, zur Scheibe des Monats gekürt. „Marcel Brell schafft es, die Themen seiner Generation zusammenzutragen. Er berührt mit seiner Direktheit  und seiner samtigen Stimme und schafft eine Intimität, die bewegt.“ Und auch Anne Drerup von Ein Achtel Lorbeerblatt geizt nicht mit Lorbeeren: „Absolut hörenswert!“

Schmidt und Bings wären dann soweit

von Andre Schmidt und Armin Bings (Celler Schule 2009)

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Andre Schmidt und Armin Bings

Der eine liest, der andere singt. Und beide schreiben selbst. In ihrem gemeinsamen zweiten Lese- und Konzertprogramm „Wir wären dann soweit“ zeigen sich Armin Bings und Andre Schmidt als Freunde der kleinen Form: In Glossen, Songs und Gedichten würdigen sie die Momente, die entweder zu skurril oder zu berührend sind, um vergessen zu werden. Beide haben mehr Spaß am Beobachten als am Bescheid wissen. So entstehen Texte und Lieder mit Pointen und Poesie. Wie immer sind sie gut genug vorbereitet, um von allen Plänen abzuweichen, wenn eine spontane Eingebung auf der Bühne es erforderlich machen sollte.

Kennen gelernt haben sich die beiden 2009 in der Celler Schule. Seit dem bringen sie ihre gemeinsamen Programme mit Songs, Gedichten und Geschichten auf die Bühne – hier ein kleiner Eindruck aus dem letzten Herbst. Die beiden sind bereit für mehr davon und freuen sich über Hinweise auf Auftrittsmöglichkeiten und anderweitige Empfehlungen – bitte klicken, teilen, weitersagen!

Ein Blick in das neu eingerichtete Wohnzimmer ihrer gemeinsamen WWW-Wohngemeinschaft lohnt sich.

 

Ernst Hoferichter-Preis für Sarah Hakenberg

von Edith Jeske

Sarah Hakenberg Fotohinweis PNPPierachSeit 1975 gibt es ihn – den Ernst Hoferichter-Preis. Jährlich verliehen wird die mit 5000 EUR dotierte Auszeichnung an zwei Künstlerpersönlichkeiten, „die ihren Wohnsitz in München haben oder in ihren Werken eine enge Verbindung zu München erkennen lassen“ und “ in ihren Werken wie Ernst Hoferichter „Originalität mit Weltoffenheit und Humor“ verbinden.

Prominente Namen zieren die Liste der Ausgezeichneten: Georg Ringsgwandl, Biermösl Blosn, Bruno Jonas, Doris Dörrie, Gerhart Polt.

In diesem Jahr hat erstmalig eine Absolventin der Celler Schule diesen Preis erhalten: Sarah Hakenberg (Celler Schule 2010).
Die Begründung der Jury gibt es hier:

Herzlichen Glückwunsch, Sarah!