„Der Dornröschenschlaf ist vorbei“ – Simone Altenried freut sich über aktuelle Veröffentlichungen

Von Turid Müller

Sie ist ExCellentin aus dem Jahrgang 2010 und von jeher als Schlagertexterin unterwegs. Jetzt finden drei ihrer Texte auf Album und Single von Monika Martin Beachtung.

Foto: TELAMO

Im Oktober 2017 wurde von Monika Martin die Single Das Gefühl als Vorbote auf ihr kommendes Album als Single veröffentlicht, mit dem sie sich bereits seit 21 Wochen in den Radiocharts in den Top Ten behaupten kann. „Die Musik stammt von meinem Mann Uwe Altenried, Text von mir“, verrät Simone Altenried.

Monika wurde am 27.03. zum zweiten Mal mit dem Smago Award geehrt – diesmal in der extra für sie erdachten Kategorie Der Dornröschenschlaf ist vorbei. Diese Zeile stammt aus der Single Ich tanze – ebenfalls von dem Künstler-Paar Altenried geschrieben. Das Video dazu ging im April online und leitet das neue Album von Monika Martin für immer, welches am 11.05. veröffentlicht wird, ein. „Es gibt kein Lied auf der CD das so heißt, aber der Name sagt viel aus, über die Künstlerin, ihr Tun, ihre Kreativität und den Menschen Monika Martin“, ist bei Telamo über die Künstlerin zu lesen.

Monika ist eigentlich als der „stille Star“ bekannt geworden, hat immer sehr leise Lieder gesungen. Sie hat sich in den letzten fünf Jahren komplett neu erfunden und ist von der Volksmusik im Popschlager gelandet. Ein Spagat, der nur wenigen Interpreten gelingt. Sie wurde mehrfach mit Gold ausgezeichnet“, erzählt die stolze Texterin.

„Mit Mehr als ein Freund (Musik Natascha Arnold & Uwe Altenried) hat sich Monika Martin einen dritten Song aus meiner Feder gepickt. Eine Geschichte die das Leben schrieb. Für diesen sehr persönlichen Song hätte ich mir kein schöneres zu Hause wünschen können“, so die ExCellentin.

„Ein kleiner Traum, den man sich erfüllt.“ – Kirchberg erstmals in der Elphi!

Von Turid Müller
Sein Becher-Album „Einmal frei. Und einmal glücklich sein.“ wurde kürzlich mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik geehrt. Nun spielt er das Programm wieder. Und zwar in der Elbphilharmonie! Ein guter Zeitpunkt für ein Interview…

„Es ist so etwas, woran man mal denkt… und dann träumt man…“ sagt Johannes Kirchberg  auf die Frage, wie sich das Konzert im neuen Hamburger Konzerthaus ergeben hat: Die CD war gepresst und es gab wenig Möglichkeiten aufzutreten – ein Streichquartett und ein kantiges Thema wie der Texter der Nationalhymne der DDR – dafür kann sich nicht jeder Veranstalter begeistern. „Spiel doch in der Elphi!“ hat eine Freundin spontan vorgeschlagen. – Ein Traum war geboren. Und der Musikkabarettist freut sich nun, dass die Bewerbung bei der namhaften Konzerthalle geklappt hat. Tatsächlich waren Becher und das Streichquartett der Türöffner für dieses Haus, das sich für Kabarett weniger erwärmen kann. „Die Besetzung gibt das her; das passt in den Rahmen.“

Fotograf: Stephan KnauerDie Veranstaltung findet anlässlich des 60. Todestages von Johannes R. Becher statt. Am 22.09.2018 um 19:30 Uhr steht Kirchberg zusammen mit dem Canea Quartett auf der Bühne im Kleinen Saal.

Die Vertonungen von Bechers Texten sind nicht sein erstes Projekt dieser Art. Seit vielen Jahren bemüht er sich um den Erhalt des Werkes von Schriftstellern – darunter Kästner und Borchert. „Dass das nun durch solch einen Spielort die entsprechende Wertschätzung erfährt, ist toll!“, sagt der Musiker zufrieden. – Aber lustig sei es schon, Ausschnitte der Nationalhymne der ehemaligen DDR in diesen heiligen Hallen zu spielen. Auf der CD ist sie bewusst nicht mit drauf. Aber live wird sie ausschnittsweise gespielt und thematisiert. Zunächst hatte er durchaus Bedenken: „Man will ja nicht die falschen Leute hinterm Ofen hervorlocken…!“ Aber diese Befürchtung hat sie nie bewahrheitet. Die Reaktion der Menschen ist oft: ‚Ach, die ist aber schön!‘ Und in der Tat, so Kirchberg, hat diese Hymne den besseren Text. Es habe sogar nach der Wende Bestrebungen gegeben, diese Zeilen mit der Musik von Haydn zur neuen Nationalhymne zu machen. Aber Kohl habe diktiert, dass es bei der alten bleibt und dass lediglich die 3. Strophe gesungen wird.

„Heimat und Frieden“, darum geht es eigentlich in dem Programm, hat Kirchberg hinterher festgestellt. – Also durchaus aktuell! Der Heimatbegriff wurde – und wird ja gerade wieder – missbraucht. „Ich kann mir doch als Linker das Wort nicht wegnehmen lassen!“, findet er. Und so hat er sich an diese Inhalte ran getraut. Es drehe „sich um Heimat, um das Ringen um Demokratie und den unbedingten Willen nach Frieden.“ Und das „ohne dabei die höchst streitbare Persönlichkeit Bechers zu ignorieren“, heißt es treffend auf der Homepage der ebenfalls umstrittenen Hamburger Kult-Location.
Das Besondere an dem Abend sind die Arrangements, sagt der Pianist. Ob man das nochmal so hinkriegt, sei unklar, weil man Leute braucht, die für so eine Aktion Feuer und Flamme sind. Es sei eben wirklich ein Herzensprojekt. Interessant auch, dass diese literarischen Vorlagen nie abgespielt sind. Sie haben keinen Zeit-Bezug und verlieren nie an Bedeutung.
Was als Nächstes kommt, weiß er noch nicht. Klavierkabarett – das sei wohl naheliegend. In Zusammenarbeit im Tom Reichel entsteht gerade ein neues Kabarett: AUSSTEIGERPROGRAMModer: was tut man nicht alles nicht.
Auf die Frage, ob er noch etwas sagen wolle, entgegnet er schlicht: „Es gibt noch Karten!“
Also: Hin da!

 

 

 

 

 

 

 

 

Blog-Buster. Neue Redakteurin stellt sich vor

Seit einigen Monaten steht über den Blogbeiträgen des Öfteren ein neuer Name: Turid Müller. Das bin ich. 

Seit Herbst letzten Jahres bin ich im Team und habe die Freude, für Euch über Neuigkeiten aus dem Musikbusiness und dem Umfeld der Celler Schule zu berichten. Höchste Zeit, hallo zu sagen!

Moin moin aus Hamburg! Ich bin ExCellentin des Jahrgangs 2016. Direkt nach diesen (Schlaf-ärmsten wie Inspirations-reichsten Wochen meines bisherigen Lebens) bin ich mit meiner ersten eigenen Show durchgestartet: Die Teilzeitrebellin heißt das Musikkabarett- und Chanson-Programm, das ich zusammen mit meinem Pianisten Stephan Sieveking und gut gepampert von NestWerk wie Musenmuddi aus der Taufe gehoben habe.

Fotograf: Torge Niemann

Was ich singe? PolitChansons und SeelenBalsam – von satirisch bis sensibel ist alles dabei. Dabei geht’s durch viele verschiedene Genres von Pop bis zum klassischen Chanson. Zwischendurch plaudere ich aus dem Nähkästchen meiner Erfahrungen als Psychologin, die mir einen sehr speziellen Blick auf die Welt ermöglichen…

Die Celler Schule war der Startschuss, der mir lange gefehlt hatte. Und ich freue mich unbändig, jetzt meiner Berufung zu folgen und weiter mit diesem einzigartigen Netzwerk verwoben zu sein – auch durch diesen Blog. Eure Erlebnisse und Erfolge schreibend begleiten zu können, macht mir wahnsinnig viel Spaß. Und ich bin gespannt, welche Geschichten noch auf uns warten!

Wenn es etwas gibt, das Ihr für erzählenswert haltet, meldet Euch gern jederzeit bei mir! Ganz gleich, ob es dabei um Euch und Eure Projekte geht oder um etwas anderes – lasst es uns wissen!

Ich freue mich, Euch kennen zu lernen, und lade Euch hiermit ganz herzlich ein, mal vorbeizuschauen. Unter den nächsten Gelegenheiten sind zum Beispiel diese:

  • 16.03. Stollwerck Köln
  • 08.04. Sprechwerk Hamburg
  • 12.04. Das Kult Braunschweig
  • 13.04. Schauspielhaus Bergneustadt
  • 18.05. Theater O-Tonart Berlin

Also dann…

Bis ganz bald hoffentlich. – Auf einen Plausch im Foyer, in Eurer Mail an mich oder hier im Blog beim nächsten Artikel.

Turid

 

 

Musik verbindet! – Der Unterwegs.Chor hilft gegen Heimweh und beim Zusammenwachsen

Von Turid Müller

 

Manuela Hörr, Celler Schule 2001, hat zusammen mit ihrem Kollegen und Partner Mark Roberts den UChor ins Leben gerufen. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat das Projekt jüngst ausgezeichnet. – Hoch verdient!

 

Fotograf: Clemens Heidrich

Die ExCellentin kennt sich aus mit Multikulturalität. – Sie lebt in einer zweisprachigen Familie, die gleichzeitig ein Zwei-Personen-Theaterunternehmen ist: Das Theater R.A.M.: Manuela Hörr (Schauspielerin, Sängerin, Komponistin, Texterin & Kulturpädagogin) und Mark Roberts (Musiker & Sänger).
Mit ihrer Musik und ihren Theaterstücken für Kinder und Jugendliche touren sie durch ganz Deutschland und haben in ihrem BaseCamp Hildesheim auch für große Kinder viele Initiativen ins Leben gerufen, die schon beim Lesen schwer neugierig machen – wie zum Beispiel der „Hildesheimer Beschwerdechor“.

Seit einer Weile gibt es eine neue Perle in dieser spannenden Reihe: Den Unterwegs.Chor. Hier wird zusammen gesungen, geschauspielert und gekocht. Und das in vielen vielen Sprachen. Alle lernen voneinander. Jeder ist Expertin – für das eigene Land.

Der Unterwegs.Chor Hildesheim besteht aus Menschen, die unterwegs sind. Angekommene Zugewanderte und bewegliche Einheimische schlendern gemeinsam durch ihre unterschiedliche Musik und Kultur. Gleichzeitig wandert das Publikum durch die Hildesheimer Landschaft. Die Natur gehört allen, die Musik auch. Wir machen gemeinsam Musik und lernen einfache Lieder aus verschiedenen Ländern voneinander singen.

Unser Projekt bietet Menschen die Möglichkeit, sich durch gemeinsames Tun kennenzulernen, ohne dass Sprache ein Hinderungsgrund wäre. Wir singen Lieder aus unserer jeweiligen kulturellen Heimat, wir summen oder lautmalen. Auch Bodypercussion ist als universelle Sprache bestens geeignet.
Beim Unterwegs.Chor treffen sich alle mit den gleichen Voraussetzungen als Weltbürger, als Menschen mit Offenheit und Neugier.“

Fotograf: Clemens Heidrich

Was unsere Gesellschaft gerade dringend braucht, wird hier geschafft: Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen begegnen sich, tauschen sich aus und wachsen zusammen. Und so verwundert es nicht, dass von den 381 Institutionen, die sich 2017 beworben hatten, auch der UChor gewürdigt worden ist. Als „Vorbildlich“ sieht die Jury das Wirken des Chores. Mit der Auszeichnung verbunden sind Preisgeld, Medienpräsenz sowie eine feierliche Preisverleihung.

Wer Lust bekommen hat, rein zu schnuppern, kann HIER eine Dokumentation über das Ensemble und über seine Performance „Club Homesick“ bewundern. Es locken aber auch live-Konzerte, zum Beispiel eine Sing-, Spiel- und Backperformance am 21. und 22. April im Riedelsaal. Mehr Informationen zu den Shows sowie Tickets gibt’s online.

Viel Spaß!

„Freiheit über alles lieben“(Beethoven): ExCellentin trifft Egmont

Von Turid Müller

 

Beate Haeckl, Celler Schule Jahrgang 2003, war schon damals – als Texterin, Autorin und Sprecherin – in vielen verschiedenen kreativen Gewässern unterwegs. Im letzter Zeit hat sie sich vermehrt dem Musiktheater zugewandt. So wurde 2015 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel die Oper „Penthesilea“ nach Heinrich von Kleist uraufgeführt, für die sie als Librettistin mit dem französischen Komponisten Pascal Dusapin zusammenarbeitete. Als Dramaturgin wirkte sie letzthin an der Musiktheaterproduktion „Egmont“ in deutscher Sprache mit. Die Herausforderung bestand darin, das fünfaktige Drama von Goethe auf ein angemessenes Maß zu reduzieren, sowohl was die Besetzung als auch die Dramaturgie betrifft. Im Verlauf dieser zweijährigen Arbeit entstand eine Bühnenfassung, die auch einem französischen Publikum zugänglich sein sollte.

 

Fotograf: Knut Stritzke

 

Egmont! Das heißt: Beethoven bzw. Goethe! – Ein alter Schinken?
Nicht in der Pariser Inszenierung von 2017:
„Laurence Equilbey [Dirigat] und Séverine Chavrier [Regie] hatten den Wunsch, dem Werk der beiden Genies seinen ganzen Einfallsreichtum und seine Aktualität zurückzugeben, indem sie sich den Herausforderungen der Erzählung dieses vielschichtigen Stücks stellten. Hierfür haben sie gemeinsam mit der Dramaturgin Beate Haeckl eine besondere Form gewählt, die Musik, gespieltes und gefilmtes Theater und das Geschehen aus der Sicht zweier Hauptpersonen, Klara und Ferdinand, auf der Bühne vereint,“ ist in einem Paper des insula orchestras zu lesen.

 

Das Orchester spielte die von Goethe zu seinem Drama „Egmont“ in Auftrag gegebene symphonische Zwischenmusik von Beethoven, Séverine Chavrier inszenierte das auf fünf Personen reduzierte Stück in deutscher Sprache. Die Uraufführung fand im Konzertsaal der Seine Musicale auf der Ile Seguin im Südwesten von Paris statt. Der große Kulturkomplex wurde Anfang 2017 erst eingeweiht.

Die Produktion ging in Frankreich auf Tournee; im Dezember 2017 gastierte sie im Theater an der Wien.

 

Orchesterdirigentin Laurence Equilbey bringt die Besonderheit der Herangehensweise auf den Punkt: „Beethovens Bühnenmusik drängt nach Freiheit und dient dem Drama und Egmonts Welt auf prachtvolle Weise. Sie lässt uns abwechselnd seine Liebe für das Leben, sein Heldentum, seine Trauer bei Klaras Tod und die Exaltiertheit bei der triumphalen Sinfonie zum Abschluss verspüren, als Egmont für die Freiheit seines Volkes alles opfert.
Wird diese Musik allein, unabhängig von Goethes Stück gespielt, klingt sie nicht so, wie sie eigentlich sollte. Deshalb haben wir mit Séverine Chavrier und Beate Haeckl beschlossen, eine besondere Form zu schaffen, ein gefilmtes und auf der Bühne gespieltes Theater, das die wichtigsten Momente des Stücks Egmont wiedergibt und die ganze Kraft der herausragenden Musik Beethovens zum Ausdruck bringt.“

 

Ewiger Moment – Debütalbum von Stefan Waldow

Stefan Waldow 3 (credits Tanja Kammel)

 

Von Claudia Karner (Celler Schule 2016)

Manche Großereignisse dauern in Hamburg länger als veranschlagt, werden dann aber noch besser als erwartet: Die Elbphilharmonie zum Beispiel oder das Debütalbum des Singer-Songwriters Stefan Waldow. Am Samstag wurde die CD Ewiger Moment im Gängeviertel in einem Release-Konzert präsentiert. Dort, wo Stefan als Mitbegründer der Konzertreihe Sängerknaben und Sirenen selbst oft und gerne als Gastgeber fungiert.

Stefan Waldow habe ich in der Celler Schule kennengelernt. Fast zwölf Jahre ist das jetzt her. Ich erinnere mich noch gut, dass er allabendlich nach Seminarschluss am Klavier saß und Der Wind schickt mir deine Lieder spielte. Eine traurige Ballade an den verflossenen Liebsten, die ich gleich zu meinem Lieblingslied erkor. Die Zeit machte nicht Halt. Stefan trägt nach einem Intermezzo mit Zylinderhut jetzt graue Schläfen und einen ebensolchen Hipster-Bart (Ob das eine Reminiszenz an den Achtel-Dänen ist, der in ihm schlummert?), geblieben ist sein jungenhafter Charme in der Stimme. Schon in der Celler Schule träumte der Sänger und Pianist von einer eigenen CD. Dass die Produktion, die durch Crowd Funding finanziert wurde, nun so lange gedauert hat, ist wohl neben diversen beruflichen Engagements auch Stefans hohem Qualitätsanspruch geschuldet. Herausgekommen ist, so steht’s im Pressetext, „ein Werk, das dem realen Prinzip Vergänglichkeit etwas entgegenzusetzen hat: Das Leben und Erleben von Musik als ewigen Moment.“

Der Wind schickt mir deine Lieder ist auch auf der CD zu hören, und zwar in einer sehr ins Ohr gehenden Salsa-Version. Stefan und seine zwei Musikerkollegen, Kai Ortmann am Schlagzeug und Christian Glauß am Bass, schufen zwölf Songs aus einem Mix aus Pop, Jazz und Chanson. Da passt mein altes/neues Lieblingslied gut dazu. Auch die anderen Texte berühren. Man spürt Stefans Affinität zum Meer (Ebbe und Flut), zur Natur (Unicornwall), seine Suche nach dem Sinn des Lebens (Wo geht die Reise hin? oder Ohne Musik) und der besonderen Liebe und Wertschätzung (Ein Mann, ein Wort).

Während ich nach dem vierten Mal Anhören des Albums noch immer grüble und grüble, was denn wohl der ewige Moment sei, wollen meine Fingerkuppen Goethes Faust zitieren: „Verweile, ach, du bist so schön!“ Das sei nun doch ein bisschen zu übertrieben, flüstert mir meine unsichtbare Kritikerin ein. Dann lasse ich es eben bleiben und lege noch einmal die CD ein.

Ich gestehe: Ich könnte sie ewig hören!

 

PS: Heute kam ein Mail von Stefan: „Der Konzertabend war wirklich etwas Besonderes für mich. Als Zugabe gab es einen neuen Song von mir, „Brücken bauen“. Den für meine Verhältnisse ungewöhnlich politischen Song habe ich ursprünglich letztes Jahr für den CITY LINK (kultureller Städteaustausch Hamburg / Kopenhagen) komponiert, wofür der Achtel-Däne in mir ein paar dänische Zeilen dazugetextet hatte. Für die Neuauflage am Samstag habe ich Unterstützung von zwei jungen Geflüchteten bekommen – von Muslim, einem Studenten aus Syrien und Siri, einer Sängerin aus Armenien, die erst auf deutsch und dann in ihrer jeweiligen Muttersprache (kurdisch und armenisch) ein paar selbst gedichtete Zeilen mit uns gesungen haben. Das war ein sehr bewegender Abschluss für alle Konzertbesucher.“

 

Fotocredit: Tanja Kammel

 

Das Bett von Jeanette: Sylvia – Die Unvollendete veröffentlicht ein aktuelles Musikvideo

Von Turid Müller

 

Sie spielt alle Rollen und sie hat alles selbst gemacht: Schnitt, Animationen und natürlich Text und Melodie! Und der gruselige Kult-Streifen ist ziemlich vollendet für eine Unvollendete

 

Das Hotel in Bad Gastein in Österreich hat sie durch Zufall entdeckt: „Ich war wie geflasht, kam am nächsten Tag zurück und drehte zwei Stunden am Stück in den historischen Zimmern, ganz allein. Manchmal fühlte ich mich ein bisschen unheimlich dabei. Ich wollte das Material für ein Video verwenden, wusste aber noch nicht welches. Das Bett von Jeanette bot sich dann an, obwohl ich eigentlich ein prunkvolleres Hotel im Kopf hatte.“

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Bad Gastein inspirierte bereits viele Berliner Künstler durch seinen geheimnisvollen Charme, z.B. Friedrich Liechtenstein. Der hat ein Album das Bad Gastein heißt.
Eventuell hat Sylvia – Die Unvollendete Mitte Mai einen Auftritt in Bad Gastein: „Da werde ich sehen wie die Einheimischen auf meinen Humor reagieren.“ – Man darf gespannt sein!

Tante Trude

 

Halloween ist vorbei. Aber eine Dosis Gänsehaut und Schauder ist uns nun ganzjährig sicher. Wenn Ihr Lust auf Kribbeln habt, schaut hinein in ein Bett, das – ganz in der Manier klassischer Chansons – lebendiger ist als für einen ruhigen Schlaf gut sein kann…: Das Bett von Jeanette! 

Die Erinnerung von morgen. – Am 01.12.2017 erschien Rainer Bielfeldts Album zum aktuellen Solo-Programm.

Pressetext von Tobias Reitz; gekürzt und zusammengestellt von Turid Müller.

 

Gut zehn Jahre nach seinem letzten Album „Sänger sein“ bringt er jetzt ein neues auf den Markt und geht endlich auch wieder auf die Bühne.

 

Warum die lange Pause, Herr Bielfeldt? „Ach, eine Pause war das eigentlich nicht“, wiegelt er ab, „ich hab mich nur für den Moment zurückgezogen aus der ersten Reihe und mehr Musik für Andere gemacht.“ Mit den inzwischen verstorbenen Publikumslieblingen Dirk Bach und Christiane Weber und Stars wie Jan Ammann oder Mireille Mathieu hat es Bielfeldt ins Studio gezogen. Chansons, Schlager, Musicals und Hörspiele unterschiedlichster Couleur sind entstanden. Und dann ist da natürlich noch „sein“ Künstler der ersten Stunde: Tim Fischer! Mit ihm ist er seit Jahren wieder unterwegs. Das aktuelle Programm „Absolut!“ führt die beiden Chanson-Ikonen seit einem knappen Jahr wieder quer durch die Republik – und das wird es auch weiterhin! Aber: Es wird auch wieder Zeit für ein neues Solo-Abenteuer.

 

CD-Cover Die Erinnerung von morgen front (klein)

 

Warum „Die Erinnerung an morgen“? „Das Titellied entstand in der Celler Schule, der Songtexter-Akademie, die ich seit einigen Jahren mitleite“, erklärt Bielfeldt. „Mit dreien der Absolventen habe ich den Titel geschrieben. Es ist ein Lied übers Innehalten. Ein Lied mit zwei Gegenpolen: einem getriebenen, zeitbesessenen und einem ruhigen, zeitlosen. Letzterer ist der wichtigere. Und genau so soll auch das Programm sein: Ein ruhiger, zeitloser Abend als Gegenpol zum tagtäglichen Wahnsinn. Ein schöner Moment, der zur Erinnerung von morgen wird.“ Die Musik zu diesem und nahezu allen anderen Liedern des Programms stammt von Rainer Bielfeldt selbst. Einige Texte auch („Dazwischen“, „Der dritte Mai“, „Nicht mal zehn Schritte“). Für die anderen konnte der charmant-smarte Hanseat Autorenkolleginnen und -kollegen der Premiumklasse gewinnen, darunter seine Haus- und Hof-Dichterin Edith Jeske („Willi“, „Gute Reise, mein Herz“, „Tot in Venedig“), aber auch Tobias Reitz („Wie Sommer, bloß mit Schnee“) und die bereits erwähnte Christiane Weber (1975-2011) („Mein Herz, so weit“).

 

Rainer Bielfeldt ist kein Teenager mehr. Er hat aber noch die gleiche Spielfreude wie damals. Vielleicht noch etwas mehr. Schließlich weiß er heute, was er tut (und auch, was er nicht mehr tun würde). Das Anliegen, das ihn mit dem neuen Programm antreibt, ist eher puristisch: Musik machen. Und zwar so, dass es Spaß macht […].

CD-Cover Die Erinnerung von morgen Rückseite (klein)

Keine Angst vor Hintersinn, aber auch nicht vor großen Gefühlen. Überhaupt: Gefühle. Da sagt der Sänger, er wünsche sich mit seiner Musik „Momente des Glücks“. Da bescheinigt ihm die Presse, er sei „ein Romantiker mit Herzenswärme“ (BZ) und mit „fast schon waffenscheinpflichtigen Schauer-Angriffen in seinen Pop-Balladen“ (Hamburger MoPo). Und dann sind da seine Fans, die ihm mitunter durch halb Deutschland nachreisen, weil man Bielfeldt eigentlich kaum als „einen unter vielen“ mögen kann – ihm verfällt man ganz. „Na das is‘ doch fein“, sagt Bielfeldt. Hanseaten reden ja nicht viel über solche Dinge. Im besten Fall setzen sie sich ans Klavier und singen. Endlich wieder.

 

 

 

 

Blogbeitrag Nr. 500:
40 Jahre JeskeTexte. Und was für ein Fest!

1977:
In Bonn und kurz darauf in Berlin stürzt sich eine junge Frau in die Kneipen und Clubs der Liedermacherszene und auf die Bühnen. Sie will eine erfolgreiche Sängerin werden.

Karikatur: Dave Andersen

 

 

2017:
Es ist anders gekommen. Statt der Bühne ist es der Schreibtisch geworden, und sie genießt es, zumal sie kürzlich 60 wurde und es gern etwas ruhiger mag. Nur heute begrüßt sie ihre Gäste mit einem Lied. Denn in diesem Jahr feiert Edith Jeske vier Jahrzehnte Liedtexten.

Bevor sie sich vom Abendprogramm überraschen lässt, begrüßt Edith Jeske ihre mehr als hundert Gäste mit einem Lied (hier ein paar Auszüge).

 

(…)
Ich kann jetzt endlich Kohle sparnJeske singt
und auf Seniorenticket fahrn.
Ich höre noch nicht allzu schwer.
Mit Größe M komm ich noch hin,
die eignen Zähne sind noch drin
und schwanger werd ich auch nicht mehr….

(…)
Auf euch, da war und ist Verlass –
wenn ich das mal in Worte fass.
Wir halfen uns durch manche Krisen.
Denn wir, wir glauben fest daran,
dass man auch Eintracht säen kann.
Ihr habt es tausendmal bewiesen.

Und heut – mit meinen 60 Jahren
schau ich zurück voll Dankbarkeit
Ein Hoch auf was wir sind und waren!
und noch ein bisschen gute Zeit.“

Während in Berlin Christian Lindner die Verhandlungsgespräche über eine Jamaika-Koalition plazen lässt, ist das Haus Mariengrund in Münsters Norden eine Insel der Harmonie und der Harmonien.
40 Jahre Songtexten wollen gefeiert werden. Unterrichten wollte die Jeske nie. Inzwischen macht sie genau das seit 28 Jahren. 1996 gründete sie die Celler Schule, und viele der Absolventen sind gekommen, am 19. November. mit Thomas
Nicht nur ExCELLEnten und -innen entern den Festsaal. Auch Freunde aus 40 Jahren, echte Verwandte und „reingeliebte“, einige von Jeskes liebsten Komponisten und Interpreten, dazu Theatermenschen von beiden Seiten des Bühnenvorhangs. Denn es soll auch ein Netzwerktreffen werden. Oder NESTwerk, wie Thomas Woitkewitsch es so gern nennt.
Der ergreift das Mikrofon und singt eigens für den Abend und die Gastgeberin Getextetes. Bastian Sick hat ein Gedicht mitgebracht, im dem er die Konfettikanone der Reime auf „Edith“ abfeuert. Tim Fischer singt die Rinnsteinprinzessin und seinen Lieblingssong von Woitkewitsch.
Menschen, die einander bisher nie gesehen haben und sich im echten Leben vielleicht nie begegnen würden, stehen als Chor auf der Bühne und singen – jede/r eine Strophe und ganz ohne Probe – den Muddi-Song, den Turid Müller im Mail-Fernverfahren gemeinsam mit ihnen auf die Beine und die Bühne gestellt hat.

Muddi-Song
v.l.n.r.: Marvin Ochmann, Denis Sarp, Christina Arnold, Turid Müller, Doris Denke, Andrea Gegner, Jutta Dahl, Feli Feles, Sandra Niggemann, Mario Rembold

Als Zeremonienmeister durchs Programm führt Tobias Reitz. Und hat natürlich auch „was vorbereitet“ – das große La la la, welches schon in der Celler Schule jedes Abschlussfest mit neuen Texten aus Tobis Feder adelt.

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Tobias Reitz

Die Karte obenauf – „Muddi macht das schon“ steht drauf
Bei der Frage, was sie macht, Da hab ich mir so gedacht:

Ja
Wenn du wen brauchst für deinen Text
Wo du grad steckst
Und es ist wie verhext – na, Muddi macht das schon!

Wenn du wen sucht mit Geist und Ader
Von Ernst Bader
So ein Wortgeschwader – Muddi macht das schon……

Sie ist die Wunderwaffe, echt
Und sie ist secht-
zich – unbestechlich prächtig – Muddi, unser Star.

Wenn du wen brauchst, der auch bei Hiltis
Ganz gechillt is
Und zu bohrn gewillt is, Muddi macht das schon!
Wenn du ’ne Katze bist, die schaut
Bei Immoscout
Wer kriegt sie gut verstaut? Ach, Muddi macht das schon!

Wenn du wen suchst, der dein Metrum
Verbessert und
Dir hilft die Zeilenlänge zu beachten – Muddi macht das schon

Wenn du wen brauchst mit noch mehr Kitsch
Als Woitkewitsch
Ich hab den Tipp für ditsch – die Muddi macht das schon

Sie ist die Wunderwaffe, echt
Und sie ist secht-
zich – unbestechlich prächtig – Muddi – unser Star

Turid singt
Turid Müller

Bis halb drei am Morgen geht das Programm. Zu später Stunde und vor immer noch vollen Reihen singt Turid Müller ihrer MusenMuddi noch den Pipi in die Augen, mit einer Premiere – einem Lied für die Mentorin:

Wie ein Wink des Schicksals.
Wie ein Stoß mit nem göttlichen Queue:
Plötzlich bringts alle Kugeln ins Rollen.
Du fragst: „Werde ich jemals..?“
Und du denkst dir schon: „Nö….“
Doch son Engel sagt: „Du musst nur wollen.“
„Ich trau dir das zu!“ ist sein magischer Satz.
Und alles fällt an seinen Platz.“
(Turid Müller & Stephan Sieveking)

 

Den Videomitschnitt macht Henning Ruwe zum Geschenk, mit den Tischdekorationen und auf der Bühne verzaubert Romanautorin Christine Vogeley die Gäste, Burkhard Heim liest Patrick Süskind, Marcel Kösling bringt einen Tisch zum Schweben, Gordon November stellt  seine traumhafte Bühnenanlage zur Verfügung und singt zwei seiner Lieder, außerdem Rainer Bielfeldt als Solist, aber auch als Begleiter vieler Kollegen, Willy Klüter, Annette Postel, Katja Kaye, Matthias Reuter, Andreas Schleicher, Henrika Fabian, Corinna Fuhrmann, Karla Feles, Alin Coen, Lennart Schilgen Jan Jahn, Peter Bytzek – Weggenosse aus Berliner Zeiten, Sandra Niggemann und Mario Rembold, Heike Baller, Julia Hagemann, eine gemeinsam mit Jeske getextete Schlagersingle geben Petra und Kurt Schoger zum Besten, die Musikantenstadl-Bürgerwehr schmettern Jeske mit Emmi und Willnowski Emmi und Willnowski, für die Edith Jeske seit weit mehr als zehn Jahren Songtexte schreibt.

 

Schwester Juttamaria

Und – ganz zum Schluss gegen halb drei – helfen die Gäste beim Aufräumen, denn der Saal muss um acht Uhr am Montag besenrein übergeben werden. Mindestens zwei Dutzend Hände packen mit an. Müdigkeit wird überbewertet.
Solche Freunde Kollegen sind mit Gold nicht aufzuwiegen.
Da stimmt auch Schwester Juttamaria zu.

 

 

„Nett gemeint“ – Das Monatsgedicht von Michael Feindler

Hier ist es: Michael Feindlers Monatsgedicht!

Aktuell wie immer setzt er sich diesmal mit der aktuellen Internet-Kampagne auseinander: #metoo

 

Losgetreten wurde die Kampagne von Alyssa Milano. Via Twitter regte die Schauspielerin an, dass alle Frauen, die Opfer sexueller Übergriffe geworden sind, dies sichtbar machen. Und zwar mit dem Hashtag #MeToo („Ich auch“). Die dadurch angestoßen Diskussionen sind weltweit, kontrovers und reichen bis hinein ins politische Geschehen. Feindler kommentiert das im Monatsgedicht Oktober:


Nett gemeint

Er wurde langsam wütend, denn er fand,
dass sie ihn regelmäßig falsch verstand.
Er habe nämlich stets Respekt vor ihr,

ihm käme etwas wie Sexismus schier

nicht in den Sinn – er sei da reflektiert,
er habe ja im Übrigen studiert,
und überhaupt: Bevor sie auf die Schnelle
ein Urteil über seine Worte fälle
und ihm Wer-weiß-was-Schlimmes unterstelle,
wär schön, wenn sie dabei im Auge hätt:

Er meine, was er sage, immer nett.
Sie schlug ihm vor, dann dürfe er gern wagen,
das eigentlich Gemeinte auch zu sagen.
Es würde schließlich naheliegend scheinen,
er würde das Gesagte auch so meinen.

 

Lyrik von Feindler! – Wer mehr davon will, kann das haben. Und zwar in seinem aktuellen Programm „Artgerechte Spaltung“:

 

16.11. Leipzig, Academixer
23.11. Leichlingen, Kulturcafé
25.11. Köln, Ateliertheater
02.12. Karlsruhe, Kabarett in der Orgelfabrik 22.12. Hannover, Theater am Küchengarten

Wir geh’n durch die Zeit – Das aktuelle Musikvideo von Roland Kaiser

Über Marcel Brell, Celler Schule Jahrgang 2010, heißt es auf seiner Homepage: „Brells Lieder sind wie Filme im Kopf“. Kein Wunder: Denn Brell schreibt nicht nur Songs, er filmt auch! Im Oktober wurde das aktuelle Musikvideo von Roland Kaiser veröffentlicht. Und Brell hat es gedreht.

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„Andere denken in seinem Alter an Rente“, kommentiert MDR.de das jüngste Album, „Roland Kaiser legt mit 65 noch einmal so richtig los“. Am 20. Oktober erschien „stromaufwärts – kaiser singt kaiser“. Der Name ist Programm. Das Konzept: Neue Interpretationen seiner größten Hits.
„Es war eine sehr bewegende Reise zurück an die Quellen meiner musikalischen Laufbahn – immer stromaufwärts, da muss man manchmal rudern, manchmal geht es mit geblähtem Segel voran (Roland Kaiser / Marketing & Communikation Service).“
Mit dem Album feiert Kaiser gleichzeitig „seinen Einstand beim Sony Music-Label RCA Deutschland“, heißt es auf der Homepage des Schlagersängers.

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Das neue Album hat auch direkt sein erstes Musikvideo bekommen. Und zwar zu dem Song ‚Wir geh’n durch die Zeit‘ (Text: Anna Krabbe / Musik: Anna Krabbe & Frank Kretschmer):
„Die Jahre flogen wie ein Wimpernschlag vorüber und voller Staunen steh ich dir nun gegenüber…“
Kopfsteinpflaster und Altbauten. Ein Paar Arm in Arm unterwegs auf den Straßen der Stadt… Das Musikvideo begleitet die beiden durch die gemeinsamen Stunden sowie beim Revue passieren lassen ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Marcel Brell, sonst bekannt als Komponist und Sänger, Träger des Fred-Jay-Preises und nominiert für den Deutschen Musikautorenpreis (in der Kategorie Nachwuchs), hat diese klaren und gefühlvollen Bilder erschaffen.

Das Musikvideo ist „für echte Fans ein Muss“, behauptet schlager.de. Und auch für die, deren Herz nicht Schlager schlägt, ist „Wir geh’n durch die Zeit“ auf jeden Fall einen Klick wert.

 

 

 

 

[Foto von Roland Kaiser: Sandra Ludewig. Quelle: www.roland-kaiser.de;

Foto von Marcel Brell: Quelle: www.marcelbrell.de]

Juhu, berühmt! – Ach nee, doch nich'“ Unerhörte Abenteuer einer Musikerin

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Christin Henkel, Celler Schule Jahrgang 2013, war schon immer vielseitig: Sie vertont Filme, Werbung & Hörspiele, hat jüngst das Orchesterstück „Ein Sommer aus Stahl“ fertig gestellt und tourt mit ihrem Klavier-Kabarett-Programm durch Deutschland.
Jetzt hat sie auch noch ein Buch geschrieben! Und zwar über ein Thema, das sowohl für ihr Publikum als auch für uns KollegInnen interessant sein könnte.

In den Pressestimmen heißt es: „Ein Buch, das mehr über den aktuellen Kulturbetrieb aussagt als eine wissenschaftliche Untersuchung und dabei liebenswert unbekümmert bleibt (Eclipsed, 01.04.2017)!“

Christin Henkel hat ein Faible für Prokrastination, einen Hang zum Liebeskummer und einen tiefschwarzen Humor. Die junge Kabarettistin ist hochtalentiert, aber jenseits der Musik lauern die Fettnäpfchen. In „Juhu, berühmt! – Ach nee, doch nich‘.“ erzählt sie vom schweren Weg, sich selbst zu finden, vom seltsamen Treiben in der Musikbranche und davon, wie ein Label versuchte, aus ihr eine Helene Fischer zu machen. In ihren amüsanten Geschichten erzählt die Musikerin mit viel Gespür für Humor und Selbstironie, wie sie endlich ihre Nische findet: Einige meinen, es sei Klavier-Kabarett, die anderen sagen, sie sei Singer/Songwriterin, der nächste nennt es Chanson. Christin Henkel selbst nennt es „KlaKaSon“ – ein Mix aus Klavier, Kabarett & Chanson. Am Ende hat sie etwas, das ihr niemand nehmen kann und alle aus den Händen reißen: ihre erste eigene Platte „KlaKaSon“

Die Singer-Songwriterin, Musikerin und Kabarettistin war mit „Surflehrer Klaus“, der Burn-out hat und „Juhu verliebt! Ach nee, doch nich'“ zu Gast bei Nightwash, Sebastian Puffpaff oder Dieter Nuhr und verzaubert regelmäßig mit ihren zarten Tönen und sarkastischen Texten das Publikum.“

Doch trotz des kurvenreichen Weges der künstlerischen Selbstfindung, trotz der harten Realität des Kulturbetriebes jenseits der Verklärung von Scheinwerferlicht und Nebelmaschine, scheint das Plädoyer der Geschichten ein hoffnungsvolles zu sein. Die Münchner Abendzeitung schreibt: „Die beschriebenen Alltagsszenarien bringt die junge Musikerin feinfühlig mit viel Witz auf den Punkt und vermittelt ganz nebenbei, dass es sich doch lohnt an seine Träume zu glauben.“