Morgen Abend flutscht’s!

Von Claudia Karner (Celle 2006)

Ehrfürchtig stehe ich, die österreichische Landratte, auf den Planken des Hamburger Kulturdampfers, kurz DAS SCHIFF genannt, der am Nikolaifleet am Rande der historischen Speicherstadt vertäut ist. DAS SCHIFF ist etwas ganz Besonderes: eine  schwimmende Kleinkunstbühne, bei der die Sitze back- und steuerbord angeordnet sind, die Auftrittsfläche nicht größer als ein King Size Doppelbett ist und Damen mit unverdeckten Haarnadelspitzen von der Beförderung ausgeschlossen sind, wie eine polizeiliche Verordnung aus dem Jahre 1912 an der Wand festhält. 1912 war auch das Jahr, an dem DAS SCHIFF unter dem Namen „Seemöwe“ in Groningen vom Stapel lief, um 1975  auf Initiative des großen Theatermannes Eberhard Möbius zu einem hochseetauglichen Theaterschiff umgebaut zu werden. Das ist nun auch schon wieder 35 Jahre her.

Brandneu hingegen ist das Musikkabarett „Das Weihnachtsbaum-Komplott – Lametta-Diebe in 3D“  (Buch und Regie: Michael Frowin, jetziger künstlerischer Leiter auf dem SCHIFF), mit dem Natascha Petz und Julian Schmidt auf höchst vergnügliche Weise auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen wollen. Bei der Premiere am 19. November drängen sich 120 Zuschauer im Schiffsbauch – und ich bin auch dabei, extra aus Salzburg angereist,  und amüsiere mich über das Seminar für weihnachtliche Spätzünder, in dem das sympathische Duo in einer rasanten Abfolge von Sketchen und Songs sein komisches Talent ausspielen kann. Und dann, als das Weihnachtsbaum-Komplott schon in die Zielgerade einläuft, passiert’s. Nach den ersten fünf Zeilen „meines“ Liedes  hat Julian ein totales Blackout. Abbruch, verzweifelte Blicke, Neustart! Julian wurstelt sich durch den Text,  der mit einer Zaubernummer aufgepeppt ist, aber irgendwie klingt das ganze  auch beim zweiten Anlauf genial… daneben! Ich würde am liebsten im Kissen versinken. Echt schade! Von den Zuschauern kommt trotzdem wohlwollendes Händeklatschen. Die haben Julian genauso wie Natascha längst in ihr Herz geschlossen, wie der tosende Schlussapplaus bestätigt.

Bei der Premierenfeier werde ich herumgereicht als die, deren Lied verk… pardon … vergeigt wurde.  Natascha, die – von der Nähe aus betrachtet – aussieht wie die kleine Schwester von Marianne Sägebrecht, versichert im Ton einer Überzeugungsarbeit leisten müssenden Mutter beim Elternsprechtag: „Aber in der Garderobe hat er den Text noch können.“ Ich glaub’s ja. Wirklich! Und ein noch immer zerknirschter Julian sagt beim Abschied: „Ich versprech’s. Morgen Abend flutscht’s!“

Ich hoffe, er hat sein Versprechen gehalten. 😉

Christoph Sauer Platz 3 beim Potsdamer Chansonfestival

Christoph Sauer, Celler Schule 2007, bringt vom Finale des Potsdamer Chansonwettbewerbs die Bronzemedaille mit nach Hause.  Demnächst wird er mit seinem Bühnenpartner Lando zunächst in Berlin und Umgebung gastieren, später auf Tournee durch ganz Deutschland gehen. Die Termine finden Sie rechtzeitig auf seiner Website – die sich übrigens auch in vielerlei anderer Hinsicht lohnt. So gibt es dort ein Gewinnspiel – lassen Sie sich überraschen! Lieber Christoph, lieber Lando  – die Celler Schule und MusenLust gratulieren euch!

„Kommt’s noch schlimmer?! Klint und Wimmer!“ Ein Kalender für Sylt-Freunde und -Hasser

Sehnsüchtige Wanderdünen, beleidigte Zweitwohnsitze, brennende Badegäste und das weite, weite, WEITE Watt – das ist Sylt, wie wir es lieben. Oder hassen. Oder beides.  „Kommt’s noch schlimmer?! Klint und Wimmer!“ ist alles andere als ein gefälliger Postkarten-Kalender. Die 12 Inselorte wurden von Wiebke Wimmer (Celle 2005) pointiert bedichtet und von Peter Klint überaus passend  illustriert. Die erste Kooperation der beiden gebürtigen Sylter – aber bestimmt nicht die letzte.

Der Kalender ist per Mail unter wiebke.wimmer@gmx.de zu bestellen und kostet 12 Euro (zzgl. Versand). Hier gibt es eine Vorschau.

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Song des Nordens – das Voting ist verlängert!!!

Nicht bis zum 10.11. wie ursprünglich angekündigt, sondern jetzt bis zum 28.11. kann noch für diesen Wettbewerb des NDR gevotet werden. Und die gute Nachricht: Alle paar Stunden darf man wieder klicken (genauer geben sies nicht preis).
http://www.ndr.de/unterhaltung/musik_konzerte/votingbestersong101.html Von der Celler Schule ist Heringsgold dabei (den Text hat Karsten Ruddigkeit (Celler Schule 2009) geschrieben. Aber auch der Popkurs ist blendend vertreten:  Kolja Bustorf (Das ganz große Glück), Daniel Bertram (unser Himmel atmet) und Kathi Kallauch (Unser Norden).
Also ran an die (Fisch-)Bouletten !!!

Qual der Wahl bei SONG DES NORDENS

Der NDR hat einen Wettbewerb ausgeschrieben: Song des Nordens. Die 20 Beiträge für das Finale stehen jetzt fest. Und die Qual der Wahl ist groß:

Aus der Celler Schule 2009 ist Karsten Ruddigkeit mit seiner Band Heringsgold dabei („Mein Kompass“) , aus dem Popkurs sind es Kolja Bustorf („Das ganz große Glück“),  Daniel Bertram („Unser Himmel atmet“) und Kathi Kallauch („Unser Norden“). Es kann gevotet werden (aber jeder nur einmal!)
http://www.ndr.de/unterhaltung/musik_konzerte/votingbestersong101.html

Fränkischer Kabarettpreis für Fabian Schläper und Tina Häussermann

ZU ZWEIT überzeugten sie Jury und Publikum beim FRÄNKISCHEN KABARETTPREIS 2010 und wurden mit dem 2. Platz ausgezeichnet!!!
Fabian Schläper (Celler Schule 2004) und Tina Häussermann.

Die Celler Schule gratuliert (und wer sonst noch möchte, gern auch)
Am Sonntag, 07.11.2010 um 19 Uhr sind die beiden im wunderschönen neuen RENITENZTHEATER in Stuttgart zu bewundern.

Celler Schule

Diese Rubrik wird hier peu à peu aufgebaut. Allerdings kann es noch ein bisschen dauern.  Die meisten Absolventen der Celler Schule sind jetzt schon mit ihren Steckbriefen hier vertreten.

Wolfgang Adenberg, (Celler Schule 1996) Musicalautor und Übersetzer (Titanic, We will Rock You, 3 Musketiere, 42nd Street)

Christa Drmota (Celler Schule 2009) Schlager, kölsche Mundart

Unsere Stimme für einen
„Celler-Schule“-Schweizer Beitrag
zum Eurovision Song Contest!

Otto Senn (Celler Schule 1998) schrieb den Text und unser Celler-Schule-Dozent und langjähriger Liebling Rainer Bielfeldt die Musik für den Titel

Folge dem Wind

http://www.eurovisionplattform.sf.tv/videos/folge_dem_wind

Mit diesem Song bewerben sich die beiden bei der Online-Vorabstimmung für den Vorentscheid des Schweizer Eurovision Contest.  Neben einem Juryvoting entscheiden die Internetvotings zu 50% mit, welche 10 Songs im Dezember zum endgültigen TV-Vorentscheid zugelassen werden. Das Voting startet ab 1. November 12:00 und läuft bis zum 10. November um Mitternacht. Wer voten will, muss sich kurz registrieren und kann das hier
http://videoportal.login.sf.tv/personal.php?module=user&action=login&backto=http%3A%2F%2Fwww.videoportal.sf.tv%2F%3Ftoken%3D&WT.si_n=videoportal&WT.si_p=einloggen.
Nach der Registrierung kommt eine Mail mit den Login-Daten. Danach geht es wie folgt weiter:

1. Mit Eurem Benutzernamen und Passwort einloggen
2. Auf folgende Seite gehen (in die URL-Adressleiste eingeben):
http://www.eurovisionplattform.sf.tv/videos

3. Den Song „Folge dem Wind“ findet Ihr unter „S“ wie Stephan Runge+Donato Plögert.
4. Eure 4 Stimmen für den Song anklicken.
5. Seite runterscrollen und unten auf „abschicken“ klicken.

6 Daumen drücken

Celina Muza singt Tefelski und Jeske

Schon ehe sie einander in der Celler Schule 2005  kennenlernten, schrieben sowohl Norbert Tefelski als auch Edith Jeske einige Titel für Celina Muza – erschienen auf den Alben „Sorglos“ (2001) und “Berühre mich” (2004).  Ab Dezember 2010 gibt es nun ein neues, musikalisch hochinteressantes Album mit Texten ausschließlich von Norbert Tefelski und Edith Jeske.  Es ist das vierte deutschsprachige Album der polnischen Schauspielersängerin und heißt frei„. Auch diesmal wieder verbindet Celina Jazz mit Chanson. Die Kompositionen stammen von Susanne Folk,  Andrzej Zarycki und Celina selbst.

Record-Release-Konzerte in Berlin:
4.12., 20 Uhr, Grüner Salon der Volksbühne
8.12., 21 Uhr, Kunstfabrik SCHLOT.

Weihnachtsmuffel

Von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

An einem Tag im August bekam ich ein Mail mit dem Betreff: Weihnachten. Das fängt ja heuer schon früh an, dachte ich. Absender war Michael Frowin, seines Zeichens Kabarettist, Schauspieler, Autor und künstlerischer Leiter von DAS SCHIFF, dem Theaterschiff in Hamburg.  „Ich sitze an meinem Berliner Schreibtisch und denke an Weihnachten. Wir starten Mitte November auf dem Schiff mit einem neuen Weihnachtsprogramm.“ Dann folgte die Kurzbeschreibung und der Schlusssatz: „Vielleicht fällt dir ja was ein.“

Den Kontakt zu Michael Frowin verdanke ich Edith Jeske, die im Februar 2009 Frowins Einladung, einen Song für das Programm „Lachen in den Zeiten der Cholera“ in der  „Distel“ in Berlin zu schreiben, an alle Ex-Cellenten weitergeleitet hatte. Ich machte mich gleich an die Arbeit, aber mein Lied passte dann doch nicht ins Konzept.  Mehr Gefallen fand ein Song, den ich für das Kabarettprogramm „Versprochen“ – ebenfalls eine Produktion von Michael Frowin – schrieb und der von dem Komponisten Jochen Kilian vertont wurde. „Versprochen“ hatte im vergangenen November  mit den Drama-Queens auf dem SCHIFF in Hamburg Premiere und steht noch immer auf dem Spielplan. Neugierig geworden? Dann unter www.theaterschiff.de nachschauen!

Für ein Programm zu schreiben, dessen Inhalt man nur schemenhaft kennt, ist kein leichtes Unterfangen. Bei 30 Grad im Schatten (ja, ja, in diesem Sommer gab es auch heiße Tage!) sich in Weihnachtsstimmung zu versetzen, noch viel weniger. Die Reaktion auf den ersten Entwurf war verhalten. Schräger und böser sollte das Lied sein, war Frowins Kommentar.  Zumindest das Thema war für mich nun klar: Das Lied würde sich um einen ignoranten Weihnachtsmuffel drehen. Der zweite Entwurf wurde schon wohlwollender betrachtet.  Nun galt es nur noch (Ha,ha, nur noch!) eine Pointe zu finden. Nach nächtelangem Grübeln bei Stimmungsmachern wie Lebkuchen und Eierlikör war es dann so weit! Ab die Elektropost!

Vor einigen Tagen kam die erlösende Antwort. „Danke für das Lied. Finde ich schön so.“ Nun kann Weihnachten kommen!

PS: Im Gästebuch der Homepage von Georg Clementi schrieb Jana aus München: Wo bleibt die neue CD? Ich hab‘ Mangelerscheinungen. Mach schnell!“

Wir werden uns bemühen, Jana! 😉

Was Bill Ramsey und die Kindheit von Maik Brandenburg miteinander zu tun haben…

In der aktuellen „mare – die Zeitschrift der Meere“ bewältigt Maik Brandenburg (Celler Schule 2010) ein Kindheitstrauma. Auslöser dafür war kein Geringerer als mein Freund Bill Ramsey samt seinem Song „Souvenirs, Souvenirs“. Also, wer wissen will, was ein Hit aus einem hoffnungsvollen jungen Leben machen kann – die „mare“ liegt am Zeitungskiosk (mehr Kolumnen von Maik unter www.mare.de).

Graham Bonney macht Frühjahrspläne mit uns !

Als Graham Bonney „Wähle 3-3-3 auf dem Telefon“ sang, war unsere Familie noch weit davon entfernt, eines zu besitzen.  Mehr als 40 Jahre später ist er es, der sich einen Titel von Oliver Corvino und mir als Frühjahrssingle 2011 ausgesucht hat. Ein Traum wird wahr, von dem ich nicht mal wusste, dass ich ihn hatte…….