„Wenn ich sage, was ich denke“ – Aktuelles Album von Sebastian Niklaus

Vor etwa fünf Jahren machte er den Absprung. Er hängte seine „bürgerliche Ingenieurs-Existenz“ zugunsten der Musik an den Nagel. Am Freitag, den 27.07. hat er sein 3. Album veröffentlicht:

Wenn ich sage, was ich denke“. Das gleichnamige Lied – ein Appell an die Menschen, „aufrichtig aber rücksichtsvoll“ miteinander in Kommunikation zu treten. Das menschliche Miteinander ist ihm ein Anliegen. Nicht nur bei seiner Botschaft, sondern auch in der Zusammenarbeit mit allen an der EP beteiligten MitstreiterInnen. Und die ist quasi ein Celler-Schule-Projekt: Mitgearbeitet haben die AbsolventInnen Erdmann Lange, Erich Sellheim und Ilona Boraud. Er mache ja schon genug allein, sagt Niklaus: Ob Booking, Grafik oder Website – der Allrounder schlüpft selbst in alle Rollen. Und das mit sehr viel Herz. Auf der CD sind nun neben eigenständig verfassten Songs auch erstmals Titel, an denen mit den Co-AutorInnen gefeilt wurde. Außerdem Songs, die in kurzer Zeit für die neue Platte geschrieben wurden. Wichtig ist ihm immer vorrangig, hinter allen Songs voll und ganz stehen zu können – sonst könne er ja gleich covern. Mit den Co-AutorInnen der CD ist es ihm geglückt, Texte und Musik gemeinsam zu entwickeln, die diesem Anspruch genügen.

Seine Kunst ist für ihn ein Weg, um „im persönlichen Umfeld was zu tun“. Wie er das lebt hat eine große Strahlkraft: „Alle Künstler sagen, sie hätten eine ganz besondere Beziehung zu ihren Fans – bei ihm stimmt es wirklich“, verrät Songtexterin Ilona Boraud: Er hat Fans mit körperlichen Einschränkungen, denen es nicht oder nur schwer möglich wäre, Konzerte zu besuchen. Seine Lösung: Wohnzimmerkonzerte bei ihnen zu Hause. In diesem Kontext ist auch das Mutmach-Lied „Du packst das“ entstanden, an dem Erich Sellheim mitgewirkt hat.

Das Spektrum der live-Shows ist breit gefächert: Mitsingen, Nachdenken, Humoristisches – für alle was dabei. Auch die Besetzung variiert von Anlass zu Anlass – es gibt seine Show in unterschiedlichsten Formationen vom Solo-Auftritt im Wohnzimmer bis zu Stadtfesten oder Festivals mit seiner Band.

Auch für das Album hat er sich musikalisch Mitwirkende geholt. Produziert hat er es gemeinsam mit Popakademie-Absolvent Matthias „Matze“ Kloft, der auch Beiträge zu Text und Komposition beigesteuert hat.

Für das, was er macht, hat er eine eigene „Schublade“ eröffnet. Einfach, weil es keine gab: Als „Liedermacher im Popschlager-Gewand“ bezeichnet er sich selbst. Und das kommt an: Mit seinen bisherigen Songs war er schon in Radio und Fernsehen und hat es in diverse Hit-Listen geschafft. Und tatsächlich gibt es auch diesmal wieder bereits eine Woche nach dem neusten Release viel Resonanz:

„Sebastian Niklaus‘ neues Album versammelt ehrliche Songs über das Leben, die Liebe und Elchesheim. Kleines und Großes ist in seinen Texten ganz nah beieinander und man hört diesem Liedermacher gerne zu – denn er hat was zu erzählen. Tolles Album!“

schlagerplanet.de

„Äußerst vielversprechend: sein Song „Wenn ich sage was ich denke“!“

smago.de

„Bochum? Elchesheim!“

Badische Neueste Nachrichten

Auch seine Wünsche fürs neue Album scheinen sich zu erfüllen: „Radio VHR, Klinikfunk Wiesbaden, Deutsch FM und Förde Radio spielen die Single bereits. Ab nächste Woche starten wir im Saarländischen Rundfunk bei SR3 im Tagesprogramm! Am 3. August gibt’s ein Interview bei Radio Regenbogen, eines bei Radio 112 folgt bald.

Das Musikvideo läuft bei Gute Laune TV in der Rotation, außerdem wird es auf TV Berlin im Yagaloo Musikmagazin vorgestellt.“

Wer Lust bekommen hat, hinein zu schnuppern, findet hier Hörproben: www.sebastian-niklaus.com

Wer mehr möchte, wird bei den einschlägigen digitalen Anbieter fündig oder kann sich direkt per Mail an den Künstler oder an seinen Vertrieb wenden. Oder – um mit den Worten des Titelsongs zu sprechen: „Geh doch mal auf Empfang!“

20 Jahre Celler Schule: dritter und letzter Teil

Thomas Woitkewitsch – unser treuer Freund

Als ganz besonderer Gast sei noch Thomas Woitkewitsch erwähnt. Er schrieb für Rudi Carrell Songtexte wie „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ und brachte …

 

….richtig –

 

„Monty Python’s Flying Circus“ nach Deutschland – um nur zwei Beispiele aus seinem Lebenswerk zu nennen. Seit fast anderthalb Jahrzehnten lässt Woitkewitsch keine Celler Schule aus und ist, so hört man es regelmäßig von den Absolventen, ein emotionales Highlight der zwei Wochen. Mit seinen Anekdoten und Songtexten bringt er die Kursteilnehmer zum Lachen und rührt sie zu Tränen. Folgerichtig war es daher ein Lied aus seiner Feder, mit dem der Abschlussabend begann:

 

Wir singen einen Song von Thomas Woitkewitsch
Gemeinsam sangen alle Rudi Carrells – nein, Woitkewitschs großes „La la la“, bevor es losging mit der Werksschau. Und der Song zum Schluss war wieder von Thomas: „Wenn man Freunde hat“.

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Hier noch ein paar weitere Impressionen vom letzten Abend. Es heißt, dass die Raumpflegerin morgens um acht die letzten MusikerInnen aus dem Raum feudeln musste…

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Freundeskreis Celler Schule

Damit die Celler Schule auch noch die kommenden zwanzig Jahre Textdichter auf den Weg bringen kann, wollen sich Jeske und Reitz nicht allein auf die Förderung durch die GEMA-Stiftung verlassen. Bislang ist sie Hauptgeldgeberin der Stipendien für die zehn Teilnehmer. „Die dürfen ihr Stammkapital nicht anrühren“, begründet Jeske und erklärt, dass die Stiftung ausschließlich Zinserträge dafür verwenden kann, um Projekte zu unterstützen. Wer sich die Zinsentwicklung der letzten Jahre und seine eigenen Auszüge vom Tagesgeldkonto anschaut, weiß, was das seit der Finanzkrise bedeutet.

Zum Glück gibt es dafür jetzt den „Freundeskreis Celler Schule – ins Leben gerufen von ExCELLEnt Jahrgang 2010, Gordon November und Willi Giere. Der Freundeskreis soll sicherstellen, dass der Eigenbeitrag der Stipendiaten auch künftig möglichst gering bleibt und vielleicht sogar auf Null gedrückt werden kann. Wer dem Förderverein beitreten will oder eine Spende überweisen möchte, kann das sogar von der Steuer absetzen.
Weitere Informationen – zum Ausdrucken oder Runterladen:

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Also dann – bis zum Fünfundzwanzigsten 2021 !!! Und für diesmal: tschüs!
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20 jahre Celler Schule – Teil 2

Und weil sie nicht gestorben sind…

Seit 1996 hat sich einiges getan in der Celler Schule. Vieles davon verdankt sie einem Absolventen aus dem Jahre 2001: Tobias Reitz. Für ihn bedeutete das Zusammentreffen mit Edith Jeske nicht nur die Initialzündung seiner Karriere als Schlagertextdichter, sondern er stieg kurz darauf auch ……...

jawohhhhhhl!!!
….. als Dozent der Celler Schule ins Boot.

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miniatur-mit-rainer-1Fast von Anfang an als Komponist dabei ist außerdem Rainer Bielfeldt.  Weil es ja beim Songtextschreiben nicht allein um Silben und Reime geht, sondern auch um das richtige Gefühl für die Musik. Davon hat er so überreichlich, dass er es in enormen Mengen abgeben kann.

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Seit 2014 ist das Team zu viert: Julia Hagemann heißt der Zuwachs – Celler Schule Jahrgang 2011. In ihren Trainingseinheiten bringt Julia Ideen zum Sprudeln und beweist, wie vergnüglich saubere Metrik sein kann.

 

 

Texte mit Augenzwinkern

Nach zwanzig Jahren und 21 Jahrgängen zählt die Celler Schule mehr als 200 Absolventen, Hinzu kommen all diejenigen, die die Celler Schule als Gastdozenten unterstützen oder als Komponisten oder Produzenten schon mit ExCellenten zusammengearbeitet haben. Schade, dass man so viele Künstler nicht alle unter einen Termin-Hut bekommt.

 

Noch einmal zurück zum Abschlussabend, der gleichzeitig auch eine Werkschau darstellte. Nebenbei wurden etliche Songs der Dozenten fröhlich durch den Kakao gezogen. Lennart Schilgen etwa hatte aus der poetisch-melancholischen „Rinnsteinprinzessin“ die „Bimssteinprinzessin“ gemacht – eine Fußpflegerin aus Leidenschaft. Weil Schilgen leider schon vor dem Finale abreisen musste, gaben Komponist Bielfeldt und Textautorin Jeske Lennarts Version kurzerhand selbst zum Besten.

Mit der ihm eigenen Unschuldsmiene beklagte sich Jens Ohrenblicker, Celler Schule 2016, in seiner Betextung einer Bielfeldt-Ballade „…aber Rainer spielt mal wieder nur in Moll“– am Klavier begleitet natürlich von … Rainer Bielfeldt! Zu später Stunde rockte schließlich ein Hit dieses Sommers durchs Lutherheim: Max Giesingers „80 Millionen“ – an der Gitarre Mitautor Martin „Fly“ Fliegenschmidt – Celler Schule 2006. Auch diesen Text bekam das Publikum nicht ganz originalgetreu zu hören. Tobias Reitz sang nämlich die Fassung, die Google als ersten Treffer auswirft. Aus dem „Zufall unserer Begegnung“ wird so das „Ufer unserer Begegnung“. Funktioniert auch! Und – wir erinnern: Da war noch das Geburtstagsständchen für Tobias Reitz von Rolf Zuckowski. Vor lauter Hingerissen-Sein dachte niemand ans Fotografieren. Aber in diesem Video von Henning Ruwe auf facebook ist es eingefangen. Mit vielen anderen magischen Momenten.

Thomas Woitkewitsch – Freund mit Seltenheitswert

Als ganz besonderer (und ganz besonders treuer!) Gast muss noch Thomas Woitkewitsch erwähnt werde. Er schrieb für Rudi Carrell Songtexte wie „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ und brachte

 

  • … ihm zu jeder Sendung ein Fischbrötchen mit??
  • … das Funkhaus des WDR Köln beinahe zum Einsturz?
  • … seine erste Gage auf dem Rummelplatz durch?

 

Wie es sich damals wirklich verhielt, wird morgen Abend an dieser Stelle verraten.

20 Jahre Celler Schule:
wahre Worte, schöne Töne und das große Lalala…..

Dritter Oktober 2016, Tag der Deutschen Einheit. Im Lutherheim Springe strömt schon seit drei Tagen das Nestwerk der Celler Schule zusammen. Der Abschlussabend begießt gleich zwei Geburtstage: Die Celler Schule hat ihre ersten zwanzig Jahre gestemmt. Und Tobias Reitz wird um Mitternacht 37. (wir dürfen das an dieser Stelle verraten, weil es ja ohnehin auf Wikipedia steht).
unterricht-01konsrtantins-reimweltSeit drei Tagen schon haben gut dreißig ExCELLEnten unterschiedlichster Jahrgänge einander gecoacht, blindgedichtet, die Publikumspsychologie der ersten fünf Minuten erforscht, Sinn und Unsinn aus Rhythmen hervorgezaubert, Konstantin Schmidts neue, bessere Reimdatenbank mit-entworfen, julias-rhythmen-1Variationen zu einer Bielfeldt-Miniatur geschrieben, einen Hit aus den eigenen Reihen nach Geschenken ans Publikum durchforstet (Max Giesinger: 80 Millionen), einem zweistündigen Radioportrait der Celler Schule mit Henry Gross auf NDR1 Niedersachsen gelauscht, gut gegessen und:



immer zu wenig geschlafen.

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Denn bis in die Nacht zieht es die Gäste an Tasten und Saiten und sie spielen sich gegenseitig ihre Songs vor. Statt Genregrenzen ein wunderbar buntes Durcheinander, die ganze Bandbreite von Klamauk und Kabarett über Pop und Schlager bis hin zu Chansons und Liedermacherjuwelen.

 

Am letzten Abend platzt die Bude dann fast aus den Nähten. Ein weiteres reichliches Dutzend ehemaliger Teilnehmerinnen trudelt ein und ein paar der alten Hasen: Burkhard Brozat, Thomas Woitkewitsch (sowieso) und Rolf Zuckowski. Der bringt seine ganz andere Nationalhymne mit und singt um Mitternacht für Tobi das wohl berühmteste Geburtstagsständchen in unserer Sprache: „Wie schön, dass du geboren bist“. Wer hört das schon live vom Original? Und wann erlebt Rolfs Lied einen solchen Chor wie an diesem Abend? Die Celler Schule schmettert mit.
Und ein bisschen darf sie dabei auch sich selbst meinen.

Es war einmal…

Sommer 1996: Zum allerersten Mal trafen sich zehn Pioniere im Predigerheim Celle zum „Förderseminar für Textschaffende in der Unterhaltungsmusik“. Die Idee dahinter dürfte den meisten Lesern dieses Blogs bekannt sein:
Jeder, der Songtexte in deutscher Sprache verfasst, kann sich für diese zweiwöchige Masterclass bewerben. Eine Jury wählt zehn Teilnehmer aus und bestimmt in einem anonymisierten Bewerbungsverfahren anhand der Texte, wer dabei sein wird. Bewerben kann man sich bis zum 21.10. hier:

Draufgebracht wurde Edith Jeske übrigens von Hans Hee, dem wir unter zahllosen Hits das unsterbliche „Wasser ist zum Waschen da“ verdanken und einen der meistgespielten Evergreens: „Sierra Madre“. Hee war damals Präsident des deutschen Textdichterverbandes und verordnete Edith, ein Förderseminar für Textdichter zu entwerfen. Thomas Woitkewitsch war es dann, der irgendwann ganz selbstverständlich von der „Celler Schule“ sprach – denn damals war es noch Celle, wo die Veranstaltung stattfand. Der Name blieb, obwohl sie längst nach Springe umgezogen ist.

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Und weil sie nicht gestorben sind…

Seit 1996 hat sich einiges getan in der Celler Schule. Vieles davon verdankt sie einem Absolventen aus dem Jahre 2001: Tobias Reitz. Für ihn bedeutete das Zusammentreffen mit Edith Jeske nicht nur die Initialzündung seiner Karriere als Schlagertextdichter, sondern er stieg kurz darauf auch …

  • … durch ein Kellerfenster in eine Millionärsvilla ein?
  • … in einen Zug nach Nirgendwo?
  • … in der Fußball-Kreisliga dramatisch ab?

Mehr dazu morgen an dieser Stelle.

Tatort Liebe? Tatort Springe!

 

Von Erdmann Lange (Celler Schule 2014)

Andi Königsmann, Erich Sellheim, Terence Olivier, Tobias Reitz und Erdmann Lange als Texter – sowie  abermals Andi Königsmann, Willy Klüter und Mike Rötgens unter den Komponisten: Alles Namen aus vergangenen (und im Falle der Dozenten natürlich auch künftigen) „Celler Jahrgängen“, die nun im Booklet zum neuen Album von Ross Antony mit dem Titel TATORT LIEBE zu finden sein werden, das am 12. Februar bei Telamo erscheint. Dabei ist zumindest einer der Titel sogar unmittelbar aus den in Springe bearbeiteten „Aufgaben“ des Jahres 2014 entstanden!Ross Antony

Insgesamt sind gleich fünf Songs auf dem neuen Album des in England geborenen Sängers und Moderators – nämlich LIEBE,  DAS TUT SO GUT, ICH LEBE MEINE TRÄUME, ZEIT ZU LEBEN  sowie DIE LIEBE WEISS SCHON WAS SIE TUT – Werke der oben genannten Ex – Cellenten und Celler Schule – Dozenten.

„Ross Antony featuring Celler Schule“, könnte man also sagen…

 

Celler Schule 2012 – die Teilnehmenden stehen fest

Hinweisschild SSPringe 2,3km, Holz
Auf nach Springe …

 

So viele Bewerbungen waren es noch nie! Aus 121 Einsendungen hat die Jury 10 Teilnehmende ausgewählt: Es sind

Alin Coen, Leipzig
Hans-Peter Dünow, Kavelsdorf
Jürgen Ferber, Schwetzingen
Carolin Graml, München
Christian Gundlach, Hannover
Lukas Hainer, München
Axel Paetz, Hamburg
Terence Oliver Probandt, Berlin
Erich Sellheim, Bremen
Maria Slowinska, Berlin

Eine kleine Nachlese zum Juryentscheid sowie Tipps für eine künftige Bewerbung, aber auch Hilfen zur Selbsteinschätzung und zum professionellen Anbieten von Texten finden Sie hier