Mit Schlittenhunden über die Alpen –
Sportclub-Reportage im NDR

Anne Strauch (Celler Schule 2004) ist schon seit einiger Zeit als Autorin und Moderatorin aktiv. Jetzt können wir die erste halbstündige Reportage ihres Lebens sehen:

Mit Schlittenhunden über die Alpen – Sportclub Reportage
Der Beitrag läuft am Sonnabend, den 3. März 2012 um 17 Uhr beim NDR Fernsehen.

Als Aperitif gibt es schon jetzt eine Bildergalerie und einen Trailer online hier

Übrigens ist der Protagonist Horst Klank heute mit seinen Hunden zu Gast bei Mein Nachmittag (29. Feb., ab 16:10 Uhr, NDR Fernsehen), um Lust auf den Film zu machen.

Weitersagen erwünscht!

Songcontest 2012

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Roman Lob heißt die neue Lena. Das wissen wir seit letzter Woche. Nun hat auch Österreich den Song für Baku gewählt. Ich gestehe: Ich war nicht dabei! :-) Trackshittaz nennen sich die zwei rotzfrechen Burschen aus dem nördlichen Oberösterreich, die im breitesten Dialekt  zu mehr Bewegung aufrufen. „Woki mit deim Popo“ heißt ihre simple Hip-Hop-Message, die allerdings durchaus das Zeug zum Party-Kracher hat.  Für Nicht-Mühlviertler:  „Woki“ ist nicht die Verkleinerungsform einer chinesischen Pfanne, sondern der Imperativ von wackeln.

Im vergangenen Jahr mussten sich Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner in der Vorausscheidung zum Songcontest Nadine Beiler geschlagen geben. Die Sängerin, die von den Medien hoch gelobt wurde, landete schlussendlich mit dem Lied „The Secret is love“ auf dem enttäuschenden 18. Platz. Ob Österreich mit den Gesäß-Wacklern heuer ein heißeres Eisen im Feuer hat? Der Song und dessen Präsentation polarisiert. Während die einen sich vor Begeisterung überschlagen und von einer sensationellen Show sprechen, behaupten die anderen: Ein sexistischer Song, der nur zum Fremdschämen taugt.

Am 22. Mai wird sich entscheiden, ob die Trackshittaz den Einzug ins Songcontest-Finale am 26. Mai schaffen. Sorgen über etwaige Sprachbarrieren brauchen sich die zwei Hanseln vom Land, so die Selbstdefinition, in Baku nicht machen. Den Tanz, den sie aufführen, versteht jeder.

 

ANDREAS ZARON: Erfolgreiche neue Projekte als Sänger, Songtexter und Schauspieler

Portrait Andreas Zaron
(c) Tristan Ladwein

ANDREAS ZARON (Celle 1997 und Gast-Dozent der Celler Schule) hat einen seiner (und auch unserer) Lieblingssongs aus dem Album WOLKENWEGSCHIEBER neu aufgenommen: KÜSS MICH, BIS ES GRÜN WIRD. Der Song wird in den nächsten Tagen an die Rundfunkanstalten bemustert.In den letzten Wochen hat Andy fleißig Kuss-Clips für das offizielle Video zum Song gesammelt. Bald hat der Clip Premiere.

Wir verraten schon jetzt: Als besonderes Schmankerl haben auch einige liebe KollegInnen/FreundInnen mitgeküsst, darunter MARY ROOS, PEGGY MARCH, LEONARD, MARA KAYSER und STEFAN GWILDIS. Es wird den von Andy selbst komponierten und getexteten Song und das Video auch in allen Download-Shops zu kaufen geben. Apropos Komponieren und Texten – neben seinen eigenen Werken hat das Multitalent auch für die lieben Kollegen wieder zur Feder gegriffen und freut sich jetzt auf die Veröffentlichung neuer Songs mit BIRGIT LANGER (Ex-Fernando-Express) und MARION ELSKIS.

Außerdem spielt Andreas in diesem Sommer endlich auch wieder Theater, und zwar im Broadway-Musical HAIRSPRAY! Die Hauptrolle (Ein Herr als Dame, wie DIVINE im berühmten 80er-Film) spielt Musical-Star UWE KRÖGER – und Andy spielt seinen Ehemann! „Das wird sicher sehr lustig! Anfang Juli sind wir drei Wochen im Zelt des Deutschen Theaters in München und von Ende Juli bis Anfang/Mitte September dann im Zeltpalast in Merzig im Saarland“, berichtet Andy.

Genaue Infos, Termine und Tickets unter:

www.deutsches-theater.de/hairspray.html

www.hairspray-zeltpalast.de

www.zaron.de

 

 

Zacka Zacka in den EPOS-Charts

Monatlich verschickt EPOS Musik an brancheninterne Abonnenten die Erfolgs-Rangliste von deutschsprachigem Schlager, Pop und volkstümlicher Musik – aufgeschlüsselt nach Labels, Interpreten, Komponisten und Textdichtern In der siebten Kalenderwoche dieses Jahres kann sich Christa Drmota (Celler Schule 2009) freuen: Der von ihr gemeinsam mit Sepp Ferner – dem Sänger der Cöllner – geschriebene Titel Zacka Zacka belegt in der volkstümlichen Musik den jecken Platz 11 – passend zum Karneval. In der EPOS-Internethitparade (alle Genres gemeinsam)  ist der Titel ebenfalls vertreten – und zwar auf Platz 39. Hier kann übrigens gevotet werden.

Und hier ist der Stimmungskracher gleich zum Reinhören!

Kasalla räumt ab

Kasalla – das ist Kölsch und heißt „ordentlich eins drauf“. Mit Schmackes eins auf die Ohren, mit Schmackes auf die Zwölf und mit ganz viel Schmackes: Spaß und Feierstimmung – das ist die Band Kasalla, die im vergangenen Jahr von Flo Peil mit seinen Kollegen Bastian Campmann, Flo Peil, Sebi Wagner, Ena Schwiers und Nils Plum an den Start geschickt wurde. Schon der Showcase führte gleich zu einem Plattendeal. Und das Publikum liebte sie vom ersten Ton an. Dieser riesige Erfolg hat die Jungs selbst aus den roten Schuhen gehauen. Kasalla sind die Senkrechtstarter der Session. Aber auch in den karnevalsfreien Jahreszeiten werden sie uns volle Kanne Spaß verabreichen – so viel ist sicher.

Auf Radio Köln sind sie schon mal Spitzenreiter bei Top Jeck 2012

Verschenken statt Verkaufen?
Das Urheberreicht unter Beschuss

Es ist ja nichts Neues, dass Urheber und deren Rechtewahrnehmer angegriffen werden, wenn sie gegen kostenlose Nutzung ihrer Werke vorgehen. Nutzer lassen sich willig auf die Barrikaden locken, wenn sie Musik und Filme nicht mehr tauschen und gratis herunterladen können, sondern dafür bezahlen sollen.
Mehr als verständlich aus Nutzersicht.
Wo aber kommt der Content her, um den so erbittert gerungen wird? Was ist mit denjenigen Urhebern, die nicht gleichzeitig Bühnenkünstler sind und deren Broterwerb es ist, ihre Kreativität einer Öffenlichkeit zur Verfügung zu stellen?
Spiegel online hat beide Seiten dieser Medaille beleuchtet – gut verständlich auch für Leser ohne Spezialwissen – und hinter der provokanten Überschrift seriös und mit Augenmaß.
Ein lesenswerter Artikel – sei es für empörte Liebhaber von Kulturgut, sei es für ebenso empörte Urheber, die sich schon als Kellner oder Taxifahrer sehen.

Keiner Seite hilft es, die Fronten weiter zu verschärfen.  Kulturgut braucht auch diejenigen, die es erzeugen.
Weiterlesen im Spiegel-Artikel  Die Feinde der „Contentmafia“ sind Heuchler

Überall blühen Rosen

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Der Valentinstag wirft auch seine musikalischen Schatten voraus. Überall blühen Rosen. Aber davon wusste ja schon Gilbert Becaud ein Lied zu singen. Rosenkavaliere kommen in der Schlagerszene immer gut an – damals wie heute. Freddy Breck wusste auch warum: Rote Rosen sind die ewigen Zeichen der Liebe. Heino liebt nicht nur den Enzian, bis er blau ist,  sondern es darf auch durchaus mal rot sein: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein. Während Hansi Hinterseer der Geiz-ist-geil-Philosophie frönt und seine Angebetete sich mit Sieben Rosen begnügen muss, zeigt Semino Rossi einen Hang zum floralen Größenwahn. Zuerst verschenkt Tausend Rosen für dich, dann sogar Alle Rosen dieser Welt. Zahlenmäßig festlegen will sich Patrick Lindner allerdings nicht, wenn er leichtfertig verspricht: Ich will dir immer rote Rosen schenken. Daran hätte Hildegard Knef sicher ihre Freude gehabt, die ihr Leben lang auf eine meteorologische Sensation wartete:  Für mich soll’s rote Rosen regnen.

Michelle mag’s , wie es scheint, gern unbequem. Sie wünscht sich, In einem Bett aus Rosen die Nacht zuzubringen (Liebe Kinder, bitte nicht nachmachen! Verletzungsgefahr!). Freddy Quinn zeigt sich als Kenner der Dornengewächse. Er weiß: Auf einem Seemannsgrab blühen keine Rosen. Und  falls der Blumenladen doch schon geschlossen haben sollte und die Tanke auch: Eine Rose aus Papier tut’s auch. Meint zumindest Peter Cornelius.

 

PS: Das ist der Jubiläumsblog. Zum 250. Mal wurde auf dieser Plattform ein Beitrag veröffentlicht. Eine rote Rose für alle, die den Musenlustblog gerne anklicken! Und die Musenmuddi kriegt auch eine – nicht nur, weil Valentinstag ist!

 

Auf dem neuesten KÄPT’N-SHARKY-Abenteuer mit Dirk Bach hört man einen ganzen Celle-Jahrgang


Im Februar wird das neue Kinderhörspiel „Käpt’n Sharky – Schiffbruch vor der einsamen Insel“ erscheinen. Das ist nunmehr die sechste Folge der Reihe, und ein Ende ist erfreulicherweise nicht abzusehen. Erfreulicherweise vor allem für den Haupt-Autoren und Produzenten der Hörspiele: RAINER BIELFELDT. Für den „Schiffbruch vor der einsamen Insel“ fehlten ihm im Sommer 2011 noch einige Sprecher für Mini-Rollen. In Springe wurde er fündig: Der komplette Celler-Schule-Jahrgang 2011 wirkt am Hörspiel mit – neben Stars wie Dirk Bach, Axel Prahl und Thomas Nicolai. Segel sind gesetzt – und unsere Hütten sind Eure Hütten! Mehr im Handel oder hier .

 

Mehr zum Produzenten hier.

 

Antonia Bill gewinnt mit Rainer Bielfeldt den Bundeswettbewerb Gesang 2011

Vor 13 Jahren bei einem Tim-Fischer-Konzert: Das Publikum wünscht sich „Stroganoff“. Tim Fischer grinst ein Mädchen in der ersten Reihe an: „Na, dann woll’n wir mal…“ Die Kleine ist nicht auf den Mund gefallen und grinst: „Stroganoff? Kann ich auch.“ Der Chansonnier ist perplex und sagt: „Na dann sing Du heute mal!“ Das Mädchen klettert auf die Bühne und singt die Holländer-Nummer von der ersten bis zur letzten Zeile, begleitet von Fischers Bühnenpartner und Celler-Schule-Förderer Rainer Bielfeldt. Tosender Applaus. Die Künstlerin strahlt. Ihr Name: Antonia Bill. Zum ersten Mal steht sie mit Profis auf der Chanson-Bühne.

Zehn Jahre später: Antonia Bill und Rainer Bielfeldt treffen sich wieder. Gerade wurde sie auf der renommierten Ernst-Busch-Hochschule in Berlin als Schülerin angenommen. Er ist Dozent und nimmt sich ihrer an.

Dezember 2011: Antonia Bill gewinnt den 1. Preis des Bundeswettbewerbs Gesang! Zu den Siegertiteln gehören „Die scheußliche Puppe“ aus den „Liedern eines armen Mädchens“ von Friedrich Holländer sowie Edith Jeskes und Rainer Bielfeldts Gemeinschaftswerk „Verrückt nach jedem neuen Pianisten“. Bielfeldt saß bei ihren Darbietungen auch am Flügel. „Die Krönung war das Abschlusskonzert der Preisträger im ausverkauften Friedrichstadtpalast“, berichtet er. Verständlicherweise nicht ohne Stolz.

Herzlichen Glückwunsch Antonia, und herzlichen Glückwunsch auch Rainer!

Rote Rosen für Hildegard Knef

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Wagenradgroßer Hut, schwarz umrahmte Augen, rauchige Stimme, unnahbare Aura – so ist sie mir in Erinnerung geblieben. Jene Sängerin, von der Ella Fitzgerald behauptete, sie wäre the best singer in the world without voice gewesen. Heute vor zehn Jahren starb Hildegard Knef, die Grande Dame des deutschen Chansons.

Werden Wolken alt?/ Sind Fliegen dumm?/ Ist Grönland kalt?/Wenn ja warum?// Diese Fragen stellte sich Hildegard Knef 1965 und machte ihr erstes selbst geschriebenes Lied daraus. Nach ihrer Rückkehr aus den USA, wo sie nicht nur als Schauspielerin, sondern auch am New Yorker Broadway als Sängerin große Erfolge gefeiert hatte, startete die Knef in den 1960er Jahren in Deutschland  ihre Gesangskarriere – vorwiegend mit Chansons, die ihr der Wiener Komponist und Textdichter Charlie Niessen („Eins und eins das macht zwei“,  „In dieser Stadt“, „Er war nie ein Kavalier“) auf den Leib schrieb.

Dann probierte es gebürtige Ulmerin und gelernte Berlinerin selbst. Und sie fand ihren eigenen unverwechselbaren Stil. „Ihre Lieder hatten Sinn, Verstand und, vor allem, Ironie. Und das Erstaunlichste war, dass es die Chansons dennoch in die Hitparaden schafften, als Gebrauchslyrik im besten Sinn“, schwärmte ein Kritiker. Chansons wie  „Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“, „Ich möchte am Montag mal Sonntag haben“, „Von nun an ging’s bergab“ und „Ich brauch Tapetenwechsel.“  Hildegard Knef  brachte es im Laufe ihrer Karriere auf 23 Original-Alben mit 317 Titeln,  von denen sie 130 selbst schrieb. Mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ gelang 1968 ihr größter Hit.. Dieses Lied nahm sie 25 Jahre später mit der Gruppe Extrabreit in einer Rockversion auf und gab mit Ende 60 noch einmal ein kräftiges Lebenszeichen von sich.

Einer ihrer größten Fans ist wohl Thomas Goerke. Der Berliner Übersetzer erstellte bereits kurz nach ihrem Tod eine umfassende Website, die von Paul von Schell, dem Witwer von Hildegard Knef, autorisiert wurde. Sie entpuppt sich als eine wahre Fundgrube für jeden Knef-Fan und alle, die es noch werden wollen. Goerkes Begeisterung für Hildegard Knef entstand Ende der 1980er Jahre.  Er lebte damals in London, und ein Freund schickte ihm ein Mix-Tape mit Knef-Liedern.  „Seit damals haben mich die Lieder von Hildegard Knef nicht mehr los gelassen“, so Goerke.  Was für ein Glück für alle Knef-Nostalgiker! Welches  Lied ihm am besten gefällt? Da kann er er sich nicht entscheiden.  „Das schwankt von Tag zu Tag, von Stimmung  zu Stimmung. Falls ich aber drei benennen müsste, wären es wohl „Lass mich bei dir sein“, „Ich erkenne dich nicht wieder“ und „Aber schön war es doch“.

Noch ein Tipp für Knef-Fans: Ein  literarisches Denkmal hat der Autor Eberhard Weißbarth der großen Künstlerin mit dem Buch „Hildegard Knef  – Zwischen gestern auf heute“ gesetzt.