Sonne, nicht nur in Soho

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Gleich zu Beginn ein Outing: Ich fühle mich befangen, denn ich bin ein Stefan-Waldow-Hardcore-Fan, seit ich ihn zum ersten Mal Der Wind schickt dir meine Lieder in der Jeske’schen Talenteschmiede in Celle singen gehört habe. Ist  auch schon wieder eine ganze Weile her, sechs Jahre genau genommen. Nun hat also dieser Stefan Waldow, Hamburger Singer-Songwriter am Piano und exCELLEnter Kollege, eine EP auf den Markt gebracht. Zwischen den Zeilen heißt sie. „Endlich!!!“ Drei Ausrufezeichen. Eine lange künstlerische Schwangerschaft, eine nicht gerade leichte Niederkunft –  aber jetzt kann sich Stefan mit all seinen musikalischen Geburtshelfern über sein rundum gelungenes Baby freuen. Vielleicht hat es den Songs sogar gut getan, dass sie so lange auf die Veröffentlichung warten mussten. Stefans Stimme ist noch einfühlsamer, seine Interpretation noch  überzeugender, die Arrangements poppiger und perfekt bis ins Detail geworden. Da kann man sogar den zarten Flügelschlag eines  Schmetterlings hören.

Die sechs Songs drehen sich alle um die Liebe: um die verflossene, die noch immer in einem Winkel des Herzens nistet, die abrupt beendete, die unerwiderte, die romantische, die sogar zum Vergissmeinnichtpflanzen animiert, und die Liebe zur Weltstadt London. Da geht nicht nur die Sonne in Soho auf, sondern auch im Herzen der Zuhörerin. Apropos Vergissmeinnicht: Dass ich den Vergissmeinnicht-Gedichtewettbewerb  gewonnen habe, riecht bei soviel Waldow-Schwärmerei ein bisschen nach Schiebung. Ist es aber nicht. Ehrenwort! Fragen Sie Stefan! Das Publikum beim CD-Release-Konzert in der Hamburger NewEssbar, hatte keine Ahnung, wessen Vierzeiler es per Akklamation auf das Siegerpodest hob. Urteilen Sie selbst, ob die Entscheidung eine gute war. Hier das Gedicht:

Er schenkte ihr Vergissmeinnicht/und schwor ihr ewig Treue./Dann aßen sie ein Pizgericht./Nun sucht er eine Neue.

 

Zwa Voitrottln verbreiten Hörglück

von Edith Jeske

Seit ihrem YouTube-Hit „Fuck se Energiesparlampe“ kennt man Zwa Voitrottln dem Vernehmen nach sogar in Spanien, Russland und Berlin. Jetzt hat das Singer/Songwriter-Duo, bestehend aus Johannes Glück (Celler Schule 2003) und Dieter Hörmann, das erste Album herausgebracht.

Mit „Hörglück“ (ja, das ist ein Wortspiel) legen die beiden eine Art Musik-Kabarett-Platte vor, die nicht umsonst ein Cover im Stile der alten „Preiser Records“-LPs von Qualtinger, Bronner und Co. ziert. Darauf finden sich etwa „Der Schmetterling“, ein Couplet über das vibrierende Glück im Schritt, „VBW“, eine „musicalische“ Abrechnung mit den Vereinigten Bühnen Wien oder „Der gemütliche Fernsehabend“ im Stil des Kabarett-Duos Pirron und Knapp – bis hin zu Liebes- und Pop-Balladen in diversen Schattierungen und Stilen.

In Sachen Talent und Originalität können sich ZWA VOITROTTLN damit nahtlos in die Reihe hochwertigen österreichischen Musikkabaretts von Gerhard Bronner und Helmut Qualtinger über DÖF („Codo“, „Taxi“ und Co.) bis zur EAV einreihen.

„Hörglück“ ist zunächst als Download auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Eine physische CD und ein gleichnamiges Songbook ist für das spätere Frühjahr geplant.

Reinhören und kaufen geht z.B. hier oder hier


 

Zwischen den Zeilen

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Vor ein paar Tagen flatterte eine höchst erfreuliche Mail aus Hamburg auf meinen Schirm: „Tataa!!! Es ist vollbracht: Zwischen den Zeilen ist fertig – mein erstes Mini-Album mit sechs Songs!“ schrieb Stefan Waldow. Stefan ist ein Jahrgangskollege der Celler Schule. Er hatte mir bei meinem letzten Hamburg-Besuch von seinem „neverending project“ erzählt. Zweieinhalb Jahre und ein paar Schaffenspausen später ist die CD nun fertig.  Was lange gärt, wird endlich gut! Mein Lieblingssong „Der Wind schickt dir deine Lieder“ ist natürlich auch dabei.

Die Songs wurden eingespielt am Flügel und am eigenen Haus-Piano (mit knarzendem  Pedal) und mit Bandbesetzung – Kai Ortmann (Drums) und Christian Glauß (Bass), sowie einigen musikalischen Gästen: Szarah Mainholz (Geige), Sasa Jansen und Meike Schrader (Soho-Chor) und Fabio Malaguti (Gitarre). Besonders freut es Stefan Waldow, dass sein alter Schulfreund Christian mit dabei ist, mit dem er vor knapp zwanzig Jahren seine erste Band gegründet und seinen ersten Song komponiert hatte. „Der hieß ‚Flying to the milky way‘. Tja, bis dahin haben wir’s nicht ganz geschafft… aber bis hierher! Und wie das klingt, kann und wird sich nun bald hören lassen“, ist Stefan überzeugt.

Gemixt und co-produziert wurde in der Music Lounge von und mit Kai Ortmann, der auch das Schlagzeug und bei einem Song Vibraphon eingespielt hat.  Die schöne Siebdruck-Gestaltung des Covers hat Tanja Kammel gemacht. „Ihr ist es in diesem Zusammenhang gelungen, nicht nur meine Handschrift glänzend aussehen zu lassen, sondern mir nebenbei auch noch einen Crash-Kurs im Rakeln, Spachteln und Bratzen zu geben“,so Stefan. Und nun kann gefeiert werden. Am 15. April gibt es das CD-Release-Konzert in der NewEssbar in Hamburg-Altona. Als Support spielt die Band Xusha. Ach, ist das schade, dass ich nicht dabei sein!

PS: Auf seiner neuen Homepage lädt Stefan zu einem kleinem Gedichtwettbewerb ein. Das wär‘ doch was! 😉

 

 

Celler Schule goes Zillertal

Gewaltig ragen die Berge rund um Mayrhofen in den Himmel. Mayrhofen, die Heimat der „Zillertaler Haderlumpen“. „Gewaltig“ ist auch der Titel des Jubiläums-Albums anlässlich des  25-jährigen Bühnen-Jubiläums der „Zillertaler Haderlumpen“, Grand Prix Sieger 2007.  29 Titel, davon 16 ihrer größten Hits, präsentieren die „Lumpen“, wie sie liebevoll von ihren Fans genannt werden, auf ihrem Jubiläums-Album.

Am 30.03.2012 um 20:00 Uhr war es so weit. Die „Lumpen“ luden zur CD Release Party im Brückenstadl in Mayrhofen. Nicht nur Fans und Freunde folgten dem Ruf in das musikalische Zillertal. Neben dem ORF, der die Veranstaltung mitschnitt (Sendetermin im April) waren viele Journalisten und Fotografen vor Ort.

Außerdem wurden gesichtet: Produzent Helmut Rasinger mit seiner Frau Astrid (HERA Musikverlage), zahlreiche Autoren und Simone Altenried, die zusammen mit Jutta Rath (beide Celler Schule 2010) die Ballade „Wenn der Himmel Sterne weint“ zum Album beigesteuert hat.

Kurz bevor die „Lumpen“ den Song präsentierten, wurde das Publikum explizit aufgefordert, dem Text aufmerksam zu folgen: „Unser heimlicher Favorit mit einem Hammer-Text“ meinte Peter, der Sänger, bevor er in den Song eintauchte. „Eine Jahrhundertnummer“ bemerkte Helmut Rasinger. Freddy Pfister, ehemaliger Keyboarder der legendären Schürzenjäger, meinte: „Wahnsinn, was ihr da geschaffen habt.“

Simone Altenried: „Boah, ich bin noch immer geplättet über so viel Lob. Und da die Lorbeeren nicht mir allein gebühren, sollten hier auch alle noch einmal erwähnt sein:

Danke Natascha Arnold, dass du mir und Jutta einen so gefühlvollen Schimmel in kroatisch eingesungen hast, so dass dieser Text überhaupt erst entstehen konnte. Danke Steffen Müller, dass du dieses Wahnsinns-Arrangement gezaubert hast. Danke Jutta Rath, dass wir uns gegenseitig inspirieren.“

 

ANDREAS ZARON: Das Video zu „Küss mich, bis es grün wird“ ist da

ANDREAS ZARON (Celle 1997 und Gast-Dozent der Celler Schule) sammelt dieser Tage die ersten Plays und Hitparadenplatzierungen für seinen neuen Hit „KÜSS MICH, BIS ES GRÜN WIRD“. In den letzten Wochen hat Andy aber schon mehr gesammelt, nämlich Kuss-Clips für das offizielle Video. Jetzt ist es da!

Neben dem Künstler selbst wirken auch Kollegen mit wie MARY ROOS, PEGGY MARCH, LEONARD, MARA KAYSER und STEFAN GWILDIS.

>>> Hier geht‘ s zum Video:„Küss mich bis es grün wird“ auf myvideo

Und noch eine Überraschung: Das Video und die Single-Version von „Küss mich, bis es grün wird“ werden auch auf Andys erstem BEST-OF-album „VON A-Z DAS BESTE“ (VÖ: 20.04.2012) mit drauf sein!

Dieses Frühjahr ist nämlich 15-jähriges Jubiläum seines Sieges beim WAHREN GRAND PRIX und der ZDF-HITPARADE mit CLIFF & REXONAH, wo der Grundstein für Andys Solo-Karriere gelegt wurde.

Neben dem legendären ZUG NACH OSNABRÜCK und den erfolgreichsten 16 TOP-10-Radio-Hits plus dem Duett „WHEN THE RAIN BEGINS TO FALL“ mit PEGGY MARCH gibt es hier auch einen neuen Titel: „DEIN HERZ IST VIEL ZU KLEIN“

Außerdem spielt Andreas in diesem Sommer endlich auch wieder Theater. Genaue Infos, Termine und Tickets unter:

www.deutsches-theater.de/hairspray.html

www.hairspray-zeltpalast.de

www.zaron.de

 

Auf dem neuesten KÄPT’N-SHARKY-Abenteuer mit Dirk Bach hört man einen ganzen Celle-Jahrgang


Im Februar wird das neue Kinderhörspiel „Käpt’n Sharky – Schiffbruch vor der einsamen Insel“ erscheinen. Das ist nunmehr die sechste Folge der Reihe, und ein Ende ist erfreulicherweise nicht abzusehen. Erfreulicherweise vor allem für den Haupt-Autoren und Produzenten der Hörspiele: RAINER BIELFELDT. Für den „Schiffbruch vor der einsamen Insel“ fehlten ihm im Sommer 2011 noch einige Sprecher für Mini-Rollen. In Springe wurde er fündig: Der komplette Celler-Schule-Jahrgang 2011 wirkt am Hörspiel mit – neben Stars wie Dirk Bach, Axel Prahl und Thomas Nicolai. Segel sind gesetzt – und unsere Hütten sind Eure Hütten! Mehr im Handel oder hier .

 

Mehr zum Produzenten hier.

 

Ein Blick, ein Kuss

Thomas Woitkewitsch ist nicht nur ein treuer Freund und Jurymitglied der Celler Schule, sondern auch ein Mensch, der privat unser Herz für immer gewonnen hat. Aus dem Schlagerschreiben hat er sich in den letzten Jahren weitgehend zurückgezogen und sich anderen Tätigkeitsfeldern zugewandt. Umso größer unsere Freude, dass er nun doch einmal wieder einen Song getextet hat und dass dieser Song die Charts entert. Interpretiert wird er von der großartigen Veronika Fischer, die endlich auch einmal wieder in unseren westlichen Bundesländern einen Erfolg feiert.

Das Original heißt „One touch“
(Musik: Stefan Olsson; Englischer Text: Fred Johannson, Mark Read – deutscher Text: Thomas Woitkewitsch)

Wehrlos, ratlos, verlegen –
Wahnsinn, was ist los mit mir?
Ich hol langsam tief Luft und frag mich verwundert:
Wie kommt man so schnell von Null auf Hundert?

Ein Blick, ein Kuss, mehr nicht,
auf einmal wird ein Wir
aus Du und Ich,
und nun ist mein Verstand gefragt,
doch der ist wer-weiß-wo.

Ich bin nicht mehr naiv,
mein Herz hat viel gespeichert im Archiv,
jetzt fällt mir nicht das Passwort ein,
und das ist auch gut so.

Es ist seltsam. Wo bleibt meine Abwehr
Die ist sonst doch bei mir besonders stark.
Mach ich mir etwas vor,
ist alles nur Tarnung?
Ich stell mich ganz taub,
überhör jede Warnung.

Ein Blick, ein Kuss, mehr nicht,
auf einmal wird ein Wir
aus Du und Ich,
und nun ist mein Verstand gefragt,
doch der ist wer-weiß-wo.

Ich bin nicht mehr naiv –
mein Herz hat viel gespeichert im Archiv,
jetzt fällt mir nicht das Passwort ein,
und das ist auch gut so.   Ein Blick, der mich berührt,
bei dem man alles spürt.
Auch wer nicht sucht, der kann etwas finden,
wie sowas kommt, das kann keiner ergründen.

Ein Blick, ein Kuss, mehr nicht,
auf einmal wird ein Wir
aus Du und Ich,
und nun ist mein Verstand gefragt,
doch der ist wer-weiß-wo.

Ich bin nicht mehr naiv –
mein Herz hat viel gespeichert im Archiv,
jetzt fällt mir nicht das Passwort ein,
und das ist auch gut so.

Klaviersdelikte von Bodo Wartke …

Bodo Wartke Cover KlaviersdelikteAm 27.01.2012 hat Bodo Wartke (Celler Schule 1998) Premiere mit seinem vierten Klavierkabarettprogramm „Klaviersdelikte“ bei den Wühlmäusen in Berlin. Und schon im Vorfeld gibt es tolle Neuigkeiten:
Die CD ist im Presswerk und kann ab sofort vorbestellt werden. Es ist Bodos erstes Studio-Album, und er ist zu Recht stolz auf die 13 Lieder, die er mit tatkräftiger Unterstützung seines Teams und hochkarätiger Gastmusiker eingespielt hat. In Bodos Onlineshop gibt’s alle Infos rund um die Scheibe und natürlich Hörbeispiele! Und diesmal sind auch die Noten schon vor der Premiere fertig geworden. Die Notenblätter sind in der Druckerei und wir können mit dem frisch gedruckten Notenbuch – pralle 144 Seiten dick – Mitte Februar rechnen. Und es hier auch schon vorbestellen.

Mehr als perfekt

Und wieder einmal beweist das Netzwerk der Celler Schule, wie gut es funktioniert – Mehr als perfekt sogar. Zufällig genauso heißt der Titel von Maria da vinci. Simone Altenried (Celler Schule 2010) schrieb den Text über die Liebe auf den ersten Blick, unsere forfeet-Freunde  Antje Sommerfeld und Holger Quak haben produziert.
SMAGO schreibt schon vorab.
Wir hingegen müssen uns noch etwas gedulden. Am 23. Januar ist es soweit.
Toi toi toi!

 

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen!

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen./Was keiner sagt, das sagt heraus./Was keiner denkt, das wagt zu denken./Was keiner anfängt, das führt aus./Wenn keiner ja sagt, sollt ihr es sagen./Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein./Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben./Wenn alle mittun, steht allein./Wo alle loben, habt Bedenken./Wo alle spotten, spottet nicht./Wo alle geizen, wagt zu schenken./Wo alles dunkel ist, macht Licht.“

Ich möchte diese wunderbaren Zeilen als Motto für das neue Jahr in diesen Blog, der nun schon ins dritte Jahr geht,  stellen. Ob sie nun von Walter Flex oder von Lothar Zenetti oder sogar von Franz von Assisi stammen, ließ sich auch nach eingehender Recherche nicht eindeutig feststellen (Sachdienliche Hinweise werden gern entgegen genommen!). Sicher ist allerdings, dass Konstantin Wecker den Text vertont hat. Er interpretiert dieses Gänsehaut-Lied nicht nur solo, sondern auch gemeinsam mit seinem Kollegen Reinhard Mey. Das Duett der großen deutschen Liedermacher ist auf der CD „Mairegen“ zu hören. Kurz vor Jahresende stellte Reinhard Mey, der 2012 sein 70. (in Worten: siebzigsten!) Geburtstag feiert, dieses Lied gemeinsam mit einem kurzen berührenden Jahresrückblick auf seine Homepage. Durch und durch kein Wagnis, sondern sehr empfehlenswert, einen Blick darauf  zu werfen!

Alle Jahre wieder…

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Ein beliebtes Spiel bei Journalisten zum Jahresende: Man kürt die Frau, den Mann, den Politiker, den Film, das Buch, das Album, den Song, das Was-auch-immer des Jahres. Das kann ich auch, und so wähle ich hiermit die Hookline des Jahres. Die Hookline 2001 geht an – Trommelwirbel! – „Nur noch kurz die Welt retten“. Eingefallen ist diese Zeile, die im Gedächtnis hängenbleibt wie der Fisch am Haken, Tim Bendzko, Shootingstar mit Platinstatus. Einfach genial, genial einfach! Zeitgeist, auf den Punkt gebracht!

Eine unvergessliche Hookline, die längst sprachliches Allgemeingut geworden ist, schuf der Thüringer Pfarrerssohn und Dichter Wilhem Hey in dem Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“. 1837 schrieb er den Text, und noch heute zählt es neben „Stille Nacht, heilige Nacht“ (Text: Joseph Mohr) und „O Tannenbaum“(Text: Ernst Anschütz) zu den Hits bei heimischen Weihnachtsfeiern. Neben Traditionellem ist in den Ohren aber auch Platz für die Weihnachtslieder der Lieblingsstars aus Funk, Fernsehen und Konzertbühne. Kaum ein Schlagersänger, kaum eine Schlagersängerin, die sich im Laufe der Karriere die Chance entgehen lassen, eine CD zu produzieren. Und so können die Fans Weihnachten mit Christian Anders, Hansi Hinterseer, Semino Rossi, den Kastelruther Spatzen, Roland Kaiser, Peter Maffay und/oder Nana Mouskuri verbringen. (Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Geschmacksicherheit).

Alle Jahre wieder, so auch heuer, wird der CD-Markt mit  neuem weihnachtlichem Liedgut geflutet, darunter Matthias Reims “Die große Weihnachtsparty“. Kester Schlenz (Kein Tippfehler!) hat sich für die jüngste Ausgabe des Stern, wie er behauptet, tapfer durch Kitsch und Krawall des Jahres 2011 gekämpft, wobei manch ein Song zu erhöhtem Blutdruck und Erbrechen von Lametta geführt hat.

Also, überlegen Sie gut, was Sie am Heiligen Abend in den Player schieben! Egal wofür Sie sich entscheiden: Frohe Weihnachten!

 

Du willst es doch auch!

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Wie würden Sie die Gewissensfrage: Überfällt Sie in der Nacht der unbändige Drang nachSüßem beantworten?  Mit einem bekennenden Ja? Mit einem entrüsteten Nein? Mit einem kleinlauten Nie! Außer manchmal? Wenn Sie sich für die dritte Möglichkeit entscheiden, befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Auch Fabian Schläper, Musikkabarettist aus Stuttgart und ExCELLEnt des Jahres 2005, outet sich in seinem neuem Kabarettprogramm „Nie! Außer manchmal.“, das es nun auch als CD, eine Live-Aufnahme aus dem Stuttgarter Renitenztheater, gibt, als Kühlschrankplünderer im Pyjama, vor dem kein Nutella-Glas sicher ist und präsentiert sich als die zarteste Versuchung, seit … na, Sie wissen schon! So behauptet er in dem Lied „Du willst es doch auch“: Ich bin das, wo nach sich Frauen verzehren. Sie könn’ sich gegen mein’ Appeal nicht wehren. Doch auch so mancher Kerl ist mir mit Haut und Haar verfallen. Und mir ist’s recht, denn ich gehör’ euch allen. Du könnt’st mir widersteh’n, denkst du gerade. Doch niemand widersteht mir, der Schokolade. Ein Song zum Dahinschmelzen, der mit der lakonischen Bemerkung endet: „Schokolade ist viel besser als Sex, weil gute Schokolade leichter zu kriegen ist.“ Darüber sollten wir allerdings noch mal diskutieren, Fabian! 😉

Zum Glück liefert der charmante Süßholzraspler, der augenzwinkernd gesteht, auch mit der Erdanziehungskraft des Sofas zu kämpfen, aber das Rezept, wie sich Nougat & Co nicht an Hüfte und Po fest setzen: einfach den Schweinhund an die Leine nehmen und mit ihm Gassi gehen. Ganz ohne Gegenargumente wie zu spät, zu früh, zu kalt… Ja, ja, wie man sich fettet, so liegt man!

Die brillant gereimten Texte, die bis eine Ausnahme von Fabian Schläper stammen (Für „Der Garten des Herrn Ming“ wurde Anleihe bei James Krüss genommen) wurden von Kevin Dickmann und Iris Kuhn, der Tastenmieze aus der Pfalz, die Fabian Schläper auch am Klavier begleitet, sehr stimmig vertont. Schade, dass man sie im Booklet nicht nachlesen kann.

Egal, ob nun Rehbratenwetter (so wie heute) oder nicht – eines steht fest: Nicht nur Schokolade macht glücklich. Die CD „Nie! Außer manchmal.“ tut’s auch. Probieren Sie es einfach aus!