Düsseldorf goes Wacken – Zusatzkonzert von Michael Krebs

Von Edith Jeske

Nachdem ihm die Restkarten des letzten Programms förmlich aus den virtuosen Händen gerissen wurden, kann jetzt nur noch eines helfen.
Michael Krebs (Celler Schule 2003) gibt Zusatzkonzerte quer durch die Republik.

Wir waren live bei der Premiere im ausverkauften Düsseldorfer Kom(m)ödchen und fanden uns inmitten eines Publikums, das sich dem Wacken-erfahrenen Künstler willig ergab und sogar zu gepflegtem Headbangen  animieren ließ.

Und wie sich das gehört für einen, der schon Wacken gerockt hat: Michael Krebs war in Begleitung. Metal auf Kleinkunstbühnen hat künftig einen Namen: Boris the Beast.
Stehender Applaus ließ Dach und Wände des ehrwürdigen Kabarett-Tempels erzittern. Minutenlanges Füßetrampeln erzeugte einen Wert von 5,7 auf der nach oben offenen Dichterskala. Und als Zugabe : The Final Countdown im Bach-Gewand – wobei das Publikum im dreistimmigen Satz ein ergreifendes „Ave Maria“ übernahm. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Und dann unser Tag danach: Zusatzkonzert auf 3sat (kann – und sollte unbedingt – bis zum 18.10 noch angeschaut werden): Man stelle sich zwei Herrschaften durchaus mittleren Alters vor, die in Wellnesshose und Freizeitshirt auf einem Sofa sitzen lauthals mitsingen: „Leudde – ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken, Leudde“

Das gibt’s nicht so oft aufm Dorf…

 

 

Michelle Ryser chartet mit „Volks-Country“ aus der Schweiz

von Edith Jeske

2010 war ein Jahrgang der Celler Schule,  in dem ganz besonders viele Querverbindungen entstanden. Das kam ganz maßgeblich durch Simone Altenried, die als Teilnehmerin gleich eine Menge der neuen Kollegen in eigene Projekte mit hineinnahm (im Klartext heißt das: teilen – was in unserer Branche nicht immer so selbstverständlich ist).
Das jüngste Kind dieser Kooperationen (hier: Simone Altenried und Maik Brandenburg) erschien Ende August und legte auf Anhieb einen Traumstart hin:

Michelle Ryser singt Volks-Country.
„Volks-Country“? „Ja, klingt erst mal komisch, nicht?“, sagt Michelle Ryser lächelnd. „Aber so ist es. Ich verbinde deutschsprachigen volkstümlichen Schlager mit amerikanischem Country. Bei meinen Auftritten wird zu traditioneller Volksmusik geschunkelt oder sogar eine Polonaise gemacht, etwa bei dem Titel ‚Das macht Spaߒ. Und kurz darauf wird richtig abgerockt und Line-Dance getanzt.“

Gut möglich, dass sie mit „Volks-Country“ einen neuen Musikstil kreiert hat. Zweimal 13 Titel sind auf dem Doppelalbum zu hören. Die volkstümlichen Songs interpretiert Michelle auf Deutsch und Schwyzerdütsch mit frechen oder auch gefühlvollen Texten. Die Country-CD enthält fast ausschließlich englisch gesungene Hits der Western- und Truckerszene. 

Und so stürmte Michelle Ryser auf Anhieb die Verkaufscharts.Sieben Texte auf diesem ungewöhnlichen Doppelalbum stammen von Simone Altenried, einer von Maik Brandenburg, Darüber hinaus hat er sich um die Promotiontexte gekümmert. Als Journalist und Edelfeder (z.B. Mare, Merian) ist das ja genau sein Ding.

 

Zur Erinnerung an Paul Kuhn

Von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Am 23. September starb im Alter von 85 Jahren Paul Kuhn. Ein Grund, wieder einmal in der musikalischen Mottenkiste zu kramen. Paul Kuhn, ein gebürtiger Wiesbadener, war ein höchst vielseitiger Künstler, laut FAZ Deutschlands bester Jazzer, Pianist, Arrangeur, Bandleader und TV-Entertainer. Berühmt gemacht hat ihn aber ein kleines Liedchen: „Es gibt kein Bier auf Hawaii“. Die Single hat mittlerweile schon 50 Jahre zwischen den Rillen, den Refrain singen aber noch heute die Bierzeltbesucher unisono aus tausend Kehlen: „Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier. Drum fahr’ ich nicht auf Hawaii, drum bleib’ ich hier. Es ist so heiß auf Hawaii, kein kühler Fleck! Und nur vom Hulahula geht der Durst nicht weg!“ Entstanden ist das Lied, das der hawaiianischen Tourismusbehörde zum späteren Ärgernis gereichte, vermutlich in einer Bierlaune. Geschrieben hat den Text Wolfgang Neukirchner, Essener Verwaltungsrichter und ein Freund Paul Kuhns, der es allerdings vorzog, sich hinter blumigen Pseudonymen wie Josua Röckelein und Adolf von Kleebsattel  zu verschanzen. 

Kuhn hatte schon neun Jahre zuvor mit  „Der Mann am Klavier“ (Geb’n Se dem Mann am Klavier noch ein  Bier, noch ein Bier…), geschrieben von Horst-Heinz Henning,  einen Hit gelandet.  „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ wurde aber sein größter kommerzieller Erfolg. Das Lied erreichte Platz 5 der deutschen Hitparade. Als Kuhn gefragt wurde, wie er, der Jazz-Pianist, so etwas singen hätte können, antwortete er: „Wegen der Straßenbahn.“ Große Augen beim Gegenüber. „Nach dem Krieg musste ich Straßenbahn fahren. Ich wollte aber lieber Cadillac fahren.“ Den kriegte er dann auch.

Paul Kuhn, dessen Gesicht eine unverwüstliche Lebenslandschaft aus Verschmitztheit, Melancholie und Altersgelassenheit war, blieb bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv. Noch vor zwei Jahren sagte er in einem Interview: „Ich mache  weiter, bis der liebe Gott mir beim Klavierspielen auf die Finger klopft und sagt: Jetzt reicht’s.“  Am vergangenen Montag war es dann soweit. Dabei hätten wir dem Mann am Klavier so gern noch ein Bier gegeben. Und noch eins und noch eins…

 

 

Christoph Sauer präsentiert seine FRAUENGESCHICHTEN am 26.9 in Berlin

Es ist soweit: Christoph Sauer (Celler Schule 2007) lädt ein – zu seiner CD-Präsentation FRAUENGESCHICHTEN.

Wie wird aus einer Idee Wirklichkeit? Es liegt etwas Neues in der Luft…
Christoph Sauer beschritt für sein CD-Projekt neue Wege mit Hilfe einer so genannten Schwarmfinanzierung. Er nennt es sein CD-Crowdfunding-Projekt. Sein Erfolg ist für ihn ein Grund zum Feiern – und zugleich Gelegenheit, noch einmal allen unterstützenden Menschen ein großes DANKE zu sagen!

Im Rahmen eines Kurzkonzerts wird er einige „Frauengeschichten“ aus dem Album live vortragen – und natürlich kann man das Album dann auch schon kaufen. Am Tag drauf, den 27.09. 2013 wird es auch im Handel erhältlich sein.
Christoph Sauer freut sich auf viele Begegnungen und Gespräche.

Foto: Felix Rachor

Also nichts wie hin!
26.09. 2013 | 21.30 Uhr (Einlass: 20.00 Uhr)
Eintritt frei | Exklusiver Cocktail von „Borgmann 1772“
Veranstaltungsort: REINGOLD-Bar, Novalisstraße 11, 10115 Berlin
Christoph Sauer, „Frauengeschichten“, Seña Music, 1 CD, 15,00 Euro

 

 

Ein September voll Musik

Von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Der Tag fängt ja gut an! Neuigkeiten von Stefan Waldow! „Herrlich! Der Sommer gibt dieses Wochenende eine Zugabe und ich spiele passend dazu gleich auf zwei Open Air-Konzerten“, schreibt der Hamburger Singer-Songwriter, einst mein Banknachbar in der Celler Schule.  Am Samstag, 7. September tritt er beim BaDaBoom, dem größten Straßenmusikfestival des Nordens, in der Neumünsteraner Innenstadt als Solist auf, am Tag darauf spielt er mit seiner Band im ehemaligen Lichtwärterhäuschen an Isebekkanal, wo sich jetzt das Ufer-Cafe befindet.

Auch sonst hält der September für Stefan Waldow noch eine Menge Erfreuliches bereit. Zum Beispiel das Gastspiel im Logensaal der  Hamburger Kammerspiele mit Felix Oliver Schepp, der 2012 den Nachwuchspreis des Deutschen Chansonpreises gewonnen hat, oder das Doppelkonzert mit dem Berliner Liedermacher Andreas Albrecht in der Musikschule Neumünster am 28.  September.

„Wo geht die Reise hin?“ fragt Stefan in einem seiner wunderbaren Songs, der auch auf der neuen Homepage zu hören ist. Eines ist sicher: Ende September nach Kopenhagen. Dorthin macht das Veranstalter-Team der sonntäglichen Konzertreihe Sängerknaben & Sirenen im Hamburger Gängeviertel, dem er seit 2009 angehört,  einen „Betriebsausflug“. Das Gängeviertel präsentiert sich im  Rahmen eines Kulturaustauschprogramms unter dem sperrigen Motto SEparAtED.  Eine Delegation des Viertels ist bereits vor Ort und organisiert dort einen Monat lang diverse Ausstellungen und Diskussionen.

Zuletzt lässt Stefan noch seinen größten Wunsch aus dem Sack: Ein volles Haus bei seinem Konzert mit Band  im Stellwerk im Harburger Bahnhof am 8. November. Diesen Termin jetzt schon mal vormerken, kann auf keinen Fall schaden!

Veranstaltungstipp: Musicalgala mit Ralph Küster und Kollegen

Am 29.08.2013 und 30.08.2013 finden in Tittmoning zwei musikalische Abende statt. Zusammen mit den Sängern Anna Takenaka und Thomas Hiermeier sowie dem Pianisten Daniel Schröckenfuchs präsentiert RALPH M. KÜSTER (Celler Schule 2007) die Musicalgala „Moonlight“ – 3 Stimmen und ein Klavier.

Einlaß ab 19.30 Uhr ( freie Platzwahl) und Beginn 20.00 Uhr im Stadtsaal Braugasthof, Stadtplatz 35 in 84529 Tittmoning. Karten zu je 15,00 Euro können unter 0176 – 97 46 89 22 vorbestellt werden.

 

„Sonntags immer wieder“ am 25.8. um 10 Uhr… die Celler Schule ist dabei.

Ein gemütliches Sonntagsfrühstück – vielleicht sogar im Bett – und dabei „Immer wieder sonntags“ im ARD-Fernsehen anschauen. Stefan Mross garantiert einen beschwingten Start in den Tag.

Am 25. August wird die Celler Schule übrigens gleich doppelt vertreten sein: zum einen mit Janis Nikos. Für ihn hat Lothar Heising (Celler Schule 2011) die aktuelle Single getextet „Sonntags immer wieder“ (was ja besser kaum passen könnte).

 

Ebenfalls in dieser Sendung vertreten sind Santiano, an deren Erfolg Lukas Hainer (Celler Schule 2012) nicht unwesentlich beteiligt ist.

 
Santiano; Foto: www.lichttakt.de

 

 

 

 

 

 

Robert Metcalf für den LEOPOLD-Preis 2013/2014 nominiert

Der LEOPOLD-Medienpreis ist die wichtigste deutsche Auszeichnung für Musiktonträger für Kinder und wird seit 1997 alle zwei Jahre vergeben. Der Verband deutscher Musikschulen, das Bundesjugendministerium, das Kulturradio WDR3 sowie die Initiative Hören unterstützen die Vergabe. Der LEOPOLD kann eine wirksame Hilfe für alle sein, die sich im unübersichtlichen Markt für Kinder nicht allein zurechtfinden.

Für diesen wichtigen Preis im Bereich der Kindermusik wurde jetzt ROBERT METCALF (Celler Schule 2013) mit seiner CD „Ich bin zwei und schon dabei“ nominiert. Wer in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung erhält, stellt sich am 27.09.2013 heraus. Aber schon die 17 nominierten Produkte aus insgesamt über 130 Einsendungen dürfen mit der Bezeichnung „Empfohlen vom Verband deutscher Musikschulen“ werben.

Hier geht’s zum Künstler und hier gibt’s mehr Wissen zum LEOPOLD-Medienpreis

 

Von Nanas und Nananas

Claudia Karner (Celler Schule 2006)

 

Na so was! Die Silbe „na“   – beliebig oft aneinandergereiht –  ist, ein gern verwendetes Stilmittel in der deutsch- und englischsprachigen Liedern, egal ob am Anfang, in der Mitte oder am Schluss. Man denke an das „Nananana“ in Michael Holms „Tränen lügen nicht“, an „Nanananananana“ in „Hey Jude“ von den Beatles  „Nana nanana“ in „Life is life“, dem Hit der österreichischen Gruppe Opus. Und auch Marianne Rosenberg kam in „Er gehört zu mir“ nicht an der Silbe vorbei: „Nie vergess ich unsern ersten Tag, nananananana…“  Ein Nana (oder mehrere) machen eben Stimmung und gute Laune, überfordern weder Texter noch Zuhörer und bergen einen großen Mitsingfaktor in sich.

Nana ist im Französischen auch die äußerst saloppe Bezeichnung für Frau, und so nannte die französische Bildhauerin Niki de Saint Phalle die riesigen, quietschbunten Polyester-Figuren, mit denen in Hannover das Ufer an der Leine aufgehübscht wurde, und die  trotz anfänglichem Protestgeschrei nun zu den Wahrzeichen der Stadt zählen. Ohne Nanas geht es natürlich auch nicht in dem Hannover-Musical Kröpcke, das im Februar 2013 Premiere hatte, und in dessen Mittelpunkt Anna Blume (Ja, die aus dem Kurt-Schwitters-Gedicht!) steht. Thomas Martin, ein Musiker, den ich vor drei Jahren in Berlin kennen lernte, hat mir davon erzählt. „Es ist eine freie Produktion engagierter Musiker und Schauspieler aus Hannover. Drei Songs habe ich komponiert, die übrigen Songs stammen von Dirk Grothe, der auch die Texte schrieb und Regie führte. Noch ist Kröpcke ein Geheimtipp, aber der Start im Frühjahr des Jahres verlief sehr erfolgreich.“ Die Herbsttermine sind bereits fixiert. Ausgebrütet wurde das Projekt in der Kleinkunstbühne Lohengrin. Benannt ist die kunterbunte Hannover-Revue allerdings nach einem berühmten Platz im Herzen der Stadt, der wiederum so wie ein Kaffeehaus benannt ist, das nach einem Kellner benannt ist. Alles klar?

Nanas für Augen und Ohren: Neulich legte ich die CD „Zwieback für die Seele“  von Thomas Franz, einem ExCELLEnten von 2013, die er mir in Springe mit auf den Weg gab, ein. Und was hörte ich nach einigen Gitarrentakten schon beim ersten Song: „Nana, nanana“. Der Rest ist eine andere Geschichte.

 

 

So klingt der Sommer

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Sommer! Nun ist doch tatsächlich eingetroffen, was sich Rudi Carrell schon vor Jahren gewünscht hat und keiner mehr so recht geglaubt hat: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?  Der Song hieß im Original  „City of New Orleans“ und wurde von dem amerikanischen Folksänger Arlo Guthrie gesungen Thomas Woitkewitsch, Haus- und Hoftexter von Rudi Carrell und Hermann van Veen, hat den deutschen Text  verfasst. „Und was wir da für Hitzewellen hatten!/ Pulloverfabrikanten gingen ein./Denn es gab bis zu 40 Grad im Schatten. /Wir mussten mit dem Wasser sparsam sein.“ Ein Lied, das in Folge auf Grund der Schlechtwetterlage  im Juli und August zu einem Dauerbrenner auf regionalen Radiostationen wurde.

Aber in diesem Jahr ist alles ganz anders. Dieses Jahr hat sich Cluesos Wunsch „Wir wollen Sommer“ erfüllt. Es gibt Sommer, Sonne, Sonnenschein, wie es Buddy in seinem One-Hit-Wonder „Ab in den Süden“ beschwor, auch vor der Haustür. „38 Grad heiß, überall fließt der Schweiß. Ich sterbe gleich ./ So schmeckt der Sommer./ Meine Haut ist verbrannt, ich bin trotzdem entspannt und chill am Strand./So schmeckt der Sommer.“ So ist der „Somma im Kiez“, den Culcha Candela besingen. Die Band Spider Murphy Gang beschrieb schon Jahre zuvor  in dem Song „Sommer in das Stadt“,  was ein ausgeflippter Münchner bei Temperaturen über 30 Grad macht. „I renn nackert durch den Englischen Garten, sitz high auf dem Monopteros. I kauf ma a Maß am Chinesischen Turm und flanier mit dir auf der Leopoldstraß.“

Sommer 2013: Sicherlich gibt es auch heuer wieder eine ganze Menge Jungs, die an einem Tag im August jenen unvergesslichen Augenblick erleben, den Peter Maffay  in dem Lied „Und es war Sommer“ so romantisch umschreibt: „..als Mann sah ich die Sonne aufgeh’n.“  Und sollte es irgendwann doch noch zu einem Temperatursturz kommen, gibt es Trost von den Wise Guys: „Es ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert. Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.“

Und jetzt Badehose einpacken, und dann nüscht wie raus zum … (Namen des Sees Ihrer Wahl einsetzen!)

 

Celler Schule 2013: „Was hier für Talente herumschwirren…“

Von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

 

Heuer kam nichts dazwischen: Keine MarilleClaudia Karner und Thomas Woitkewitsch beim Abschlussfest der Celler Schule 2013nernte bei Freundin Inge im Burgenland, kein Schrammelklang im Waldviertel, kein Tollwood-Festival in München. Also, rein in den Zug und ab nach Springe, zum Abschlussfest der Celler Schule 2013, wo es nach zwei intensiven Wochen in der Talenteschmiede JeskeReitz wieder eine Menge zu feiern gab. Und zum Schauen und Hören auch. „“Kinder, was hier für Talente herumschwirren!““, begeisterte sich mein Tischnachbar Thomas Woitkewitsch, der Grandseigneur der Liedtexterei, seit zehn Jahren hochgeschätzter Dozent in  der Celler Schule. Einen Satz hat er allen ExCELLEnten auf den Weg mitgegeben. „“Wenn zum Schluss alle heulen, ist es gut gelaufen!““

Tobias Reitz führte charmant durch den Abend (Was kann der Mann eigentlich nicht?), und für die  Musenmuddi, die ihren Klassiker „Rinnsteinprinzessin“ zum Besten gab,  hatte er eine besondere Überraschung parat: das nie übergebene Doppel-Platin für den Song „Wieder zurück“, den Edith Jeske Ende der 90er für Wolfgang Petry geschrieben hatte. Von den ExCELLEnten  gab es neben einem  originellen Geschenk, einer Flasche Reimgold Brillant, ein Ständchen aller Teilnehmer. Bei der Parodie auf Michael Holms „Tränen lügen nicht“ spürte man: Hier ist wieder ein excellenter Jahrgang am Moussieren.

Die Nacht verging wie im Railjet. Plötzlich war es vier Uhr morgens, und der Saal im Lutherheim hatte sich schon gelichtet. Übrig geblieben war ein  Fähnlein Nimmermüder, darunter Silke Frost, Axel Paetz, Lennart Schilgen und Thomas Franz (für mich  d i e  Entdeckung des Abends), die sich mit Singen und Spielen die drohenden Ermüdungserscheinungen vertrieben.  Wie schön, dass ich dabei sein durfte. Danke an euch alle! Während sich die Berliner Gruppe mit Tilman Lucke, Michael Feindler und  Lennart Schilgen zu Fuß bei Sonnenaufgang auf den Weg zum Bahnhof machte, um den ersten Zug zu erreichen, nahm mich Anna Brandt gemeinsam mit Silke im Auto mit. Es war kurz vor sechs, als wir in Hannover ankamen. Die ersten Trödler bauten an der Leine ihre Flohmarkstände rund um die bunten Nanas von Niki de Saint Phalle auf. „“Kommst du nächstes Jahr wieder?““ fragte mich Anna beim Aussteigen. Ich schüttelte bedauernd den Kopf. „Sieben Stunden im Zug, das ist mir einfach zu weit.“

Vor ein paar Tagen gab Tobi den Termin für das Abschlussfest im nächsten Jahr bekannt. Naja, bis zum 25. Juli 2014 kann ich’s mir ja noch einmal überlegen…

 

Pauli Poltergeist – Das große Gruselfest

© Verlag Friedrich Oetingervon Susanne Lütje (Celler Schule 2007)

 

 

 

Das neue Kinderbuch von Susanne Lütje mit Illustrationen von Catharina Westphal aus dem Friedrich Oetinger Verlag ist da.

Paul und Pauline Poltergeist stürzen sich in ihr zweites Abenteuer! Zwischen Dämonen, Vampiren und Zahnärzten wird gepoltert, Klamauk und Unfug gemacht. Für Leser und Zuhörer ab 7 Jahren. Und für alle ExCELLEnten gibt es eine Verwandte von Ediths Rinnsteinprinzessin zu entdecken …

Bestellen kann man das Buch gleich hier: