JÜRGEN DREWS singt Siegerlied von ALEXANDER SCHOLZ

KORNBLUMEN –  das neue Album von Jürgen Drews legte einen veritablen Traumstart hin und schoss von null auf Platz 16 in die Charts.  In diesem Punkt ist es Jürgen Drews‘ erfolgreichstes Album.

Mit dabei: ALEXANDER SCHOLZ (Celler Schule 2013).
Es begann mit einem Songtexter-Wettbewerb … Aus mehr als 1000 Texten wurde seiner rausgefischt! Alexander siegte mit „Wie Vampire“ bei der großen Sommerhit-Aktion mit JÜRGEN DREWS, die die Zeitschrift „das neue“ vom Heinrich Bauer Verlag ins Leben gerufen hatte. Preise waren – neben dem Handbuch für Songtexter – auch ein Gold-Award und die Veröffentlichung des Titels, der jetzt „Und wir waren wie Vampire“ heißt und auf Jürgen Drews‘ neuem Album „Kornblumen“ vertreten ist. Ebenfalls als Autor mit auf dem Album: LUKAS HAINER (Celler Schule 2012). Das Album ist ab sofort im Handel erhältlich – und natürlich bei amazon

 

Michelle Ryser chartet mit „Volks-Country“ aus der Schweiz

von Edith Jeske

2010 war ein Jahrgang der Celler Schule,  in dem ganz besonders viele Querverbindungen entstanden. Das kam ganz maßgeblich durch Simone Altenried, die als Teilnehmerin gleich eine Menge der neuen Kollegen in eigene Projekte mit hineinnahm (im Klartext heißt das: teilen – was in unserer Branche nicht immer so selbstverständlich ist).
Das jüngste Kind dieser Kooperationen (hier: Simone Altenried und Maik Brandenburg) erschien Ende August und legte auf Anhieb einen Traumstart hin:

Michelle Ryser singt Volks-Country.
„Volks-Country“? „Ja, klingt erst mal komisch, nicht?“, sagt Michelle Ryser lächelnd. „Aber so ist es. Ich verbinde deutschsprachigen volkstümlichen Schlager mit amerikanischem Country. Bei meinen Auftritten wird zu traditioneller Volksmusik geschunkelt oder sogar eine Polonaise gemacht, etwa bei dem Titel ‚Das macht Spaߒ. Und kurz darauf wird richtig abgerockt und Line-Dance getanzt.“

Gut möglich, dass sie mit „Volks-Country“ einen neuen Musikstil kreiert hat. Zweimal 13 Titel sind auf dem Doppelalbum zu hören. Die volkstümlichen Songs interpretiert Michelle auf Deutsch und Schwyzerdütsch mit frechen oder auch gefühlvollen Texten. Die Country-CD enthält fast ausschließlich englisch gesungene Hits der Western- und Truckerszene. 

Und so stürmte Michelle Ryser auf Anhieb die Verkaufscharts.Sieben Texte auf diesem ungewöhnlichen Doppelalbum stammen von Simone Altenried, einer von Maik Brandenburg, Darüber hinaus hat er sich um die Promotiontexte gekümmert. Als Journalist und Edelfeder (z.B. Mare, Merian) ist das ja genau sein Ding.

 

Gedicht des Monats

(von Barbara Berrien, Celler Schule 2011)

Impression zum meteorologischen Herbstanfang

Bald lockt der Herbst mit kahlen Ästen,
bald hockt man klamm in Thermowesten
vor Äpfeln, die im Grase schimmeln,
derweil im Kern die Maden wimmeln.

Man sucht nach letztem kleinen Leben,
nach Larven, die im Efeu kleben,
nach Spinnen und nach Weberknechten
in Schuppen und in Kellerschächten.

Ein Hummelchen liegt siech im Reisig,
es kriecht, fällt um – der Wind weht eisig-,
man rettet es vor dem Verderben,
nun darfs bequem im Warmen sterben.

Die Vögel fliehen in den Süden,
es bleiben nur die Matten, Müden,
für die man warme Söckchen strickt,
damit der Schnee sie nicht erschrickt.

Bald färbt der Frost die Nasen röter,
– Zeit für den wollnen Liebestöter!
Stringtanga- lästiges Gewürme-
bist nichts für kalte Herbstesstürme!

…zumal…die Liebe ging längst baden,
so wirds auch deren Glück nicht schaden;
wer jetzt allein ist, wirds ja bleiben-
viel besser kann mans nicht beschreiben…

Der Herbst muss dem November weichen,
bald geht man über Blätterleichen,
vermummt, bemützt im Nebel trabend,
mit trübem Sinn gen Heiligabend.

Da wird zu Eis was grad noch nass,
man gleitet aus und bricht sich was,
es naht ein Licht, samt Krankenwagen,
man wird verpackt und fortgetragen..

..so kann man dann des Jahres Tücken
mit andren Leiden überbrücken…..

Thomas Woitkewitsch wird 70

Die allermeisten – und die schönsten – Lieder von Herman van Veen verdanken wir Thomas Woitkewitsch: „Kleiner Fratz“, „Ich hab ein zärtliches Gefühl“, Weg da“ und zahllose andere. Fast jeder von uns kennt „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“. Auch diesen Text hat Thomas Woitkewitsch geschrieben. Was Rudi Carrell in seinen Shows sang, stammt aus der Feder von Thomas. Er erfand die legendäre Spielshow „Am laufenden Band“ und dachte sich  „Wetten dass“ aus.  Und er war derjenige, der Monty Python in Deutschland bekannt machte.
Der Celler Schule ist er seit nunmehr zehn Jahren ein treuer Begleiter und Lieblingsgast.

Thomas Woitkewitsch:
ein begnadeter Textdichter, ein Freund fürs Leben, eine große Seele.
Zu seinem 70. Geburtstag erlauben sich Celler Schule und Freunde, eine kleine Aufmerksamkeit zu überreichen:

 Thomas 70 Deckblatt Coll

 

 

 

 

 

 

Gedichte des Monats, 1. Ausgabe

von Michael Feindler (Celler Schule 2010)

Die Reihe beginnt mit einer lyrischen Anmerkung zum Thema „Prognosen“. Fest steht: Bis zur Bundestagswahl im Herbst werden Politiker innerhalb der deutschen Parteienlandschaft wieder verstärkt um die Deutungshoheit diverser Wahlprognosen kämpfen. Und einige Wähler werden sich wieder einmal dazu hinreißen lassen, eine Partei weniger aus Überzeugung als vielmehr aus koalitionsstrategischen Gründen zu wählen – beeinflusst von aktuellen Umfrageergebnissen. Vor diesem Hintergrund entstand das folgende Gedicht.

 Prognosen

Wir schätzen jede Art Prognose
vom Wetter bis zur nächsten Wahl
und fühlen uns als Ahnungslose,
entgeht uns einmal eine Zahl.

Wir lieben es vorauszusagen:
„Was wird wohl morgen zum Problem?“,
doch sollten uns viel öfter fragen:
Was haben wir von alledem?

Denn würden wir darauf verzichten,
zu sehen, wie wer wo was misst,
dann könnten wir uns danach richten,
was heute wirklich wichtig ist,

statt jeden Tag darauf zu schielen:
Wie wird es wohl? Und wird es knapp?
Prognosen helfen nicht beim Zielen,
sie lenken höchstens davon ab.

Übrigens kann man die Gedichte hier abonnieren.

Sein neues Buch und die Website zum Kabarettprogramm “Dumm nickt gut” eignet sich zum Stöbern, Lesen, Nachdenken!

Die Stammzellformation braucht ihre Freunde (und Geld …)

Es geht um ihr neuestes Musical für Deutschland: Die Drei von der Stammzelle, in das sie nicht nur ihr ganzes kreatives Herzblut stecken wollen, sondern auch eine ansehnliche Summe Geld, denn sie wollen diesem Land mal zeigen, wo der Musical-Hammer hängt. 

Es soll mehr Ausstattung geben, mehr Kostüm, ein wenig mehr Technik, einfach ein bisschen mehr von allem.

Deshalb sammeln sie Fans auf einer Plattform namens startnext.de. Wenn sie 50 Leute finden, die bereit sind, sich auf der Seite zu registrieren und sich öffentlich als Fan zu bekennen (kostenlos),  gehen sie in die nächste Phase, in der sie versuchen wollen innerhalb von 3 Monaten 5000 € durch Minispenden zusammen zu sammeln, um damit Ausstattung und Instrumente zu finanzieren. 

Crowdfunding nennt sich das ganze, und sie sind in guter Gesellschaft, denn viele Kollegen finanzieren mittlerweile so ihre neuen Projekte – z. B. Rene Marik seinen Film, oder Dieter Hildebrandt einen Internet-Radiosender.

Einzelheiten zum Crowdfunding im Allgemeinen und zum neuen Stück der Zellen im Besonderen findet ihr hier.

Wichtig zu wissen: Wenn sie die 5000 € nicht zusammen kriegen, bekommt jeder Unterstützer sein Geld zurück – dadurch ist klar, es geht nicht um Taschengeld, sondern wirklich um eine Investitionssumme, an der hängt, wie opulent das neue Stück wird. 

Werft doch mal einen Klick hierauf – hier erzählen sie euch mehr über das Projekt.

Dann entscheidet selbst, ob ihr das förderungswürdig findet … und ob der kulturelle Frühling ein wenig bunter wird … 

 

DER JAN-JAHN-NEWSLETTER

Der Weltretter bei der Arbeit
Foto: Franz Schepers

 Demnächst gibt es die Weltrettung im Internet! Ich habe gerade die Videodateien von dem tollen Konzert im Golbekhaus zurückbekommen (vielen Dank noch mal an alle, die dabei waren!). Das Material wird jetzt nach und nach aufgearbeitet und Online gestellt. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Wer für die Weltrettung live und nicht aus der Dose inspiriert werden will, muss im März nach Duisburg kommen:

Sa, 09.03.2013: Duisburg, Kulturtreff Alte Dorfschule Rumeln

(mehr Details gibt´s unter www.janjahnmusik.de)

 

Umwelttipp des Monats (13):

Bahncard kaufen.

Die Bahn hat stolz verkündet: „Ab April 2013 reisen BahnCard- und Streckenzeitkarten-Inhaber im Fernverkehr zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien!“ Natürlich ist das Greenwashing. Da wird sich ein Ökogewand angedichtet, wo keins ist. Setzt sich die Bahn nicht vehement für Kohlekraftwerke ein? Liegt nicht der Ökoanteil am Bahnstrommix kaum über dem Bundesschnitt? Und kommt der „Ökostrom“ nicht vor allen Dingen aus alten Wasserkraftwerken des Braunkohle-Verstromers RWE? Macht nix! Die DB hat sich uns ausgeliefert!!! Wenn sich jetzt alle eine BahnCard holen (die BC 25 ist ziemlich günstig), dann muss der größte Stromverbraucher Deutschlands auf 100% Ökostrom umstellen. Und zwar sofort – nicht, wie geplant, erst 2050. Endlich haben wir mal echte Verbrauchermacht!

Bis demnächst, rettet die Welt,

euer Jan

Kontakt:

Jan Jahn (Celler Schule 2008)

jan.jahn@gmx.de

www.janjahnmusik.

Unkomplizierte Auftrittsmöglichkeiten für Musiker in diesem Sommer (Essen)

Liebe Aktive in Musik-Projekten,

wir vom UpH (Unperfekthaus) schaffen zusammen mit unseren Partnern wieder viele Möglichkeiten für euch aufzutreten.

1) Bei Essen-Original am ersten September-Wochenende (31. 8. – 2. 9)
Alle Infos hier
Wichtig: Die Anmeldung läuft komplett über die EMG (S. in der Info)

2) Beim Artwalk in der Essener City-Nord eine Woche später (7. – 9. 9.) gibt es die Möglichkeit bei Essen Unpluged mitzumachen. Straßenmusiker (und auch Musiker/Bands, die keine große Technik brauchen) werden in der Speakers Corner auftreten (bei schlechtem Wetter im 222).

 

Musiker vor dem UPH
Foto: UPH

Kontakt: Dirk Bussler <dirk.bussler@googlemail.com>.

Meldet euch bitte bei Dirk, wenn ihr Lust habt, da mit zu machen. Beim Fragen zum restlichen Art-Walk-Programm am UpH schreibt bitte mir eine E-Mail. Wer eine Aktion an einem der Markstände vor dme UpH machen möchte, findet frei Plätze hier (Terminwünsche bitte an info@unperfekthaus.de).

Euch ein inspirierendes Wochenende und keine Patzer beim Musizieren

Norbert Paul

Wer hat Projektideen für Kindermedien?

Die Akademie für Kindermedien 2012/13 sucht neue Projektideen:

Im Oktober 2012 beginnt ein neuer Jahrgang der Akademie für Kindermedien. Professionelle Autoren wie auch Nachwuchstalente können sich hier  mit Projektideen für Kinder in den Bereichen SPIELFILM, ANIMATIONSSERIE und KINDERBUCH bewerben.

Die Akademie will die Lobby für Kindermedien stärken und Projekte besser auf den Markt vorbereiten. Im Rahmen der Akademie wird bereits während der Stoffentwicklung das interaktive Potential aller Projekte ausgelotet und es werden crossmediale Konzepte erstellt.

Hierzu erhalten die Teilnehmer eine individuelle und bedürfnisorientierte Beratung von einem erfahrenen Mentorenteam (Ähnlichkeiten zur Celler Schule sind rein zufällig!).

Zum Abschluss des Akademie-Jahrgangs werden die entwickelten Projekte beim 21. Deutschen Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ vor Produzenten, Filmförderern und Verlegern präsentiert. Der beste Stoff erhält einen Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Höhe von 12.500 EUR.

Bewerbungsschluss ist der 03. September 2012. Alles weitere zur Ausschreibung erfahrt Ihr hier.

Ge-o-dichte – neu aufgelegt

Dan The Man

Passauf! Man plant dich abzuzocken,
will Chamlos dir dein Geld entlocken!
Sie mögen dich am Zahltag nur:
Fahr lieber in die Schweiz zur Chur!

Die Kreide lässt du einfach liegen?
Da muss ich dich wohl strengstens Rügen!

Der Wasserspender ist geborsten!
Kommt schnell! Sonst muss ich bald verDorsten…

Der Kardinal hört keinen Reim?
Steckt ihn ins Tauberbischofsheim!

Der Wasserspender ist geborsten!
Kommt schnell! Sonst muss ich bald verDorsten…

Ihr könnt schon mal das Schwert bringen!
Ich muss heut noch mit Gärtringen…

Und Flensburgfräulein noch so sehr:
Der Ritterhude kommt nicht mehr!
Der Ritter fiel in einem Streite:
Man Buxtehude in die Seite
und schlug ihn furchtbar, bis er starb!
Nun Rendsburgfräulein nach dem Grab…

Und Flensburgfräulein noch so sehr:
Der Ritterhude kommt nicht mehr!

Wenn Erfurtzt, werden alle wach:
Er hat zu wenig Eisen, ach!

Ich streit’ mit keinem feinen Pinkel,
steig’ lieber auf und Reit im Winkl…

Ach, fahrt doch nicht mit solcher Schnelle,
sonst landet ihr noch in der Celle!
(Zumal ihr nach Promille stinkt,
wenn man euch voller Weinheim bringt…)

Heiko Wohlgemuth

Vom Lachen tun die Wangen weh
wenn ich solch lust’ge Wörthersee

Es macht mir keine große Sorg’
wenn ich ‘nen Reim bei Göteborg

Dan The Man

Du willst mit deutschen Dichtern protzen?
Nümbrecht, und falls die Leute kotzen,
ist klar: Bei diesen “Denklingen”
soll lieber der Heinz Schenk singen ;-)

Günter
Beim Arzt
“Trink ich vom Roten reichlich,
so krümmt mein ganzer Leipzig.”

Claudia Karner
Gleich geht’s los!
Es sprach Theodorakis: Mann!

Nach ein, zwei Ouzo Pakistan!

Reimquax
Üble Unterstellung
Woher wohl der Iwan den Porsche hat?
Ich würde mal sagen: er Stalingrad.

Paraguay am Rhein
Wat solle mir noch lang he stonn?
Dä Zoch, dä kütt nit. L’Asunción.

Keine Bewegung!
Scheu steht am See die Frau vom Yeti –
wenn ich jetzt in den Serengeti.

Norbert Tefelski

Ende 1
Karoline reibt sich
mit Gift ein und entLeipzig

Ende 2
Weil er sterbenskrank wurd’
ist nun auch der Frankfurt

Ende 3
Der Bestatter zählt sein Geld
bis er schließlich sElberfeld

Alternative für Wasserscheue
Wassertreten bis zu’n Waden
das ist fast so schön Wiesbaden

Anna (3.2.2011)
Knusperhäuschen unemanzipiert:
Du, Gretel, bist mal ganz still
Gemacht wird das, was Huntsville

Personalquartier:
Die Köchin wohnt mit Blick nach draußen
Im Keller muss der Oberhausen

Wer wird Millionär:
Der Küchenjunge stöhnt im Brass: Eh
Wie ich diese Tallahassee

Reimquax (2.2.2011)
Ein Franke im Urlaub
Des Spannjen is a grouser Shit:
nur Hundewoschd, wohin Madrid.

Claudia Karner:
Blaues Wunder
Die Mutti strahlt den Vati an.
Wie schön ist’s, wenn der Vatikan.

Archipoeta:
Karneval
Wenn Määnz es im Büddschee mol knapp hat,
find’ Fasenacht ganz ohne Kapstadt.

Unbekannter Kerl
Wenn du ihn die Kammer lässt,
halt lieber deinen Hammerfest!

Almabtrieb in Südtirol
Die Kuh will partout nicht ins Ennetal?
Na wenn schon, das ist doch dem Senegal.

Hunde unter sich
Der Einbrecher wird sicher schnell matt –
renn du hinterher,  ich Belgrad!

Claudia Karner:
Ein Bayer freut sich
Es is‘ fei gut,
schlaf i Beirut!

Georg Bungter:
Wintersport
Sie lief dem Dackel hinterher –
sie liebte ihren Val d‘ Isère

Arizona
Verdient der Bauer nie nix,
nützt ihm das ganze Phoenix

Nepal-TV
Der Schnitt ist fertig. Fast. Un nu?
Ich hab jetzt Pause. Kathmandu.

Nochmal Wintersport
Der Schlitten läuft so gut wie nie,
das ist ja beinah schon Vichy!

Stuttgart 21
Isch etz der Protescht vorbei?
Awa! Ette! Nix! Hanoi!

Maik Brandenburg
(falls es nicht ubedingt hinten stehen muss)
Klemmwitz
Wir konnten gar nicht lachen.
Kansas noch mal machen?

Edith:
Orientalisches Mahl
Doch, doch – das Lamm ist lecker.
Wer sagt denn, dass ich Mekka?

Barbara Berrien:
vorm Spiegel der Damentoilette:
Was machste fürn Gewese
um deine Blankenese….?

Verdauung:
Es findet,ist der Mensch satt,
das weitere im Darmstadt

Offene Briefe – leicht gemacht

von Edith Jeske

Vorbei die Zeiten, als wir noch um Worte ringen mussten, um der Welt unseren unverzichtbaren Standpunkt darzulegen. Angestoßen durch die Debatte um die Unsäglichkeiten von  (aber auch über) Günter Grass, hat sich gezeigt, dass man noch viel mehr und viel schneller schreiben kann, wenn man nur über die richtigen Werkzeuge verfügt:

Mit http://www.wortfeld.de/offenerbrief/ steigt dessen Entwickler laut eigenem Bekunden in einen Wachstumsmarkt ein. Mit vielen schönen Modulen passt das Ergebnis quasi immer und für alle wichtigen Anlässe. Sogar die Möglichkeit der Grassifizierung wird angeboten: Geben wir unserem Text also den hochwertigen Anstrich von Lyrik!

Viel Spaß!

Ein virtuelles Osterei von Curt Weiner

Curt Weiner (Celler Schule 1996) freut sich, dass sein Text auf dem Ende April zur VÖ anstehenden neuen Album der „Schürzenjäger“ vertreten ist. Der Song heißt „Tu normal“. Außerdem hat Howard Carpendale Curts Titel „Schade“ neu produziert (für die CD „Das alles bin ich“ -Tour Edition) und jeden Abend auf seiner eben zu Ende gegangenen Tournee gesungen.  Glückwunsch, Curt!
Und weil aller guten Dinge drei sind, lässt Curt uns noch ein gereimtes Osterei zukommen.

Ich schenke Dir ein Osterei,
doch keines, das oval ist.
Ich hoff’, dass Dir das einerlei
und außerdem egal ist.

Zumal sich Formen oft genug
von ihrem Wortsinn lösen.
So ist ein Ohrring – welch Betrug –
fast nie von rundem Wesen.

Mein Quasi-Pseudo-Osterei
bekommst Du e-postalisch.
Von Form und Inhalt ist es frei,
zumindest physikalisch.

Hab’s selbst gelegt und wage smart
den Vorteil anzusprechen:
Ein Osterei von solcher Art
kann nicht so leicht zerbrechen.

Auch schlieߒ ich aus, dass man’s erbricht,
denn es ist nicht verderblich.
Vorausgesetzt man löscht es nicht,
ist’s außerdem unsterblich.

Kurzum: Kein Eigelb steckt in ihm
und keine Schokolade.
Nur diese Botschaft, fast intim:
Ich denk’ an Dich gerade.

Und wünsch’ Dir Ostern mit viel Flair
und Zeit zum Chill’n und Feiern.
Dazu ein Nest, gefüllt mit mehr
als virtuellen Eiern.

Curt Weiner © 2012