Die Celler Schule trauert um Edwin Friesch

 

2003 war er einer von uns und ist es geblieben:
Edwin Friesch, unser ältester Seminarteilnehmer
Jahrgang 1926, von allen liebgewonnen.

Kürzlich haben wir erfahren, dass Edwin verstorben ist.
Wir erinnern uns in Dankbarkeit und Zuneigung an den leisen, klugen Mann mit den weißen Haaren und dem jungen Herzen.

Edwin, hab ein Auge auf uns.
Und bitte grüß Hans Hee.

 

Edwin Friesch war ein Fernsehunterhaltungs-Chef, den schon Michael Pfleghar einen Solitär nannte. Er wirkte so sanft, aber er trotzte den anders denkenden  Kollegen, er trotzte dem Alter und er trotzte seiner Krankheit – so lang es ging.  Ein menschlicher Boss, für den nicht die positionsbedingte Macht zählte, sondern das überzeugende Argument. Edith und ich erfuhren von seinem Tod bei der Gema–Sitzung. Die Nachricht tat uns beiden sehr weh. Edwin Friesch war eine Ausnahmeerscheinung: ein großzügiger Schwabe. Er wollte mich mal nach Stuttgart lotsen. Damals sagte ich ab. Aber ich hab das Gefühl, dass wir uns irgendwann wieder treffen werden. Dann werde ich ihm sagen, wie sehr mich sein Angebot gefreut hatte und wie sehr ich ihn schätzte.
Thomas Woitkewitsch

Edwin: ein Gentleman der alten Schule, weise, würdevoll und witzig. Seinem feinen Humor bin ich sofort erlegen und bewundert habe ich ihn sehr, als ich erfuhr, dass er maßgeblich daran beteiligt war, Monty Python nach Deutschland zu holen. Bescheiden war er trotz seines immensen Wissens. Sein Zettelkasten ist nun leider verwaist. Hoffentlich erhält jemand anderes den Zugang dazu. Es wäre schade um all die Schätze.
Beate Haeckl, Celler Schule 2003

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