Die Songtext-Lehrbuch-Umfrage geht weiter
hier nun erste Ergebnisse

Songtexte schreiben und Songtexte schreiben lernen – ein weites Feld. Bisher gibt es zu diesem speziellen Thema wenig Literatur. Aber sicher viele Erwartungen.
Zeit, diese einmal zu sammeln und zu sichten:

Was erwartet ihr von einem Lehrbuch, das für professionellen Umgang mit dem Thema Songschreiben steht und das ihr gerne in euer Regal stellen würdet?

  1. Wie wäre idealerweise der Stil eines solchen Buches?
  2. Sollte er sachlich neutral gehalten werden, um möglichst wenig abzulenken?
  3. Sollte das Buch auch in seiner Sprache packend und sinnlich sein und damit die Qualität guter Songtexte abbilden?
  4. Helfen Anekdoten und persönliche Erlebnisse der Autoren aus der Textdichterbranche?
  5. Welche Inhalte sind unverzichtbar?
  6. Welche wünschenswert?
  7. Welche entbehrlich oder überflüssig?
  8. Was fällt Ihnen / euch darüber hinaus noch ein (wichtig, denn wir denken sicherlich nicht an alles)

Auf zahlreiche Kommentare freuen wir uns. Auch über Weiterverbreitung, Verlinkung und all das.
Tobias Reitz und Edith Jeske



  1. 1. klar, sachlich, schnörkellos, fremdwortarm
    2. ja
    3. ein Lehrbuch ist kein Gedichtband und kein Roman, gut geschrieben sein sollte es schon: den Lehrstoff sachlich, gut nachvollziehbar und verständlich präsentieren. Gerne eingepackt in Geschichten und Anekdoten. Die Beispiele können dann gerne lustig sein..
    4. die helfen sehr! Anekdoten sind es auch immer wieder in Lesungen, die die Leute bei der Stange halten!!!!!!!!!!!!!! Das ist der Bezug zur Praxis auf unterhaltsame Weise!
    5. die Celler Palette!
    6. gelungene und misslungene Beispiele
    7. Inhalte, die sich auf vergleichbare Werke bezögen
    8. ein wenig Verbandsinformation wäre gut: GEMA, Textdichterverband,usw.

  2. Christoph Ernst sagt:

    Hallo! Ich bin regelmäßiger, bisher aber anonymer Leser. Doch die Planung eines solchen Buches fordert einen Kommentar ja geradezu 🙂 Aus Anfängersicht fallen mir ein:

    1. Persönlich, leicht humorvoll, aber sachlich.

    2. Siehe 1. – ein wenig Humor hier und da kann nicht schaden. Vielleicht wären genau dafür ein paar eingestreute Anekdoten hilfreich?

    3. M. E. nach nicht, da ist mir eine griffige, analytisch vorgehende Schreibweise lieber. Kann mir gut vorstellen, da immer wieder mal „schnell nachschlagen“ zu wollen.

    4. Siehe 2. – da ist sicher die eine oder andere lustige Geschichte dabei. Anhand solcher Anekdoten gewinnt man viel schneller einen Eindruck aus einer Branche, die gerade Anfängern noch fremd ist.

    5. Puh, Systematik („Wie fange ich an? Und wenn ich angefangen hab, was mach ich dann?“), Kreativtechniken, Analysen anhand bekannter Textbeispiele, der rechtliche Teil (Was macht die GEMA, wie schütze ich einen Text usw.), Merkmale verschiedener Stile – „Stil-Lehre“, vor allem der musikalische Blickwinkel (Komponist, Arrangeur, Produzent), „Ablauf“ der Produktion eines Songs…

    6. Übungsaufgaben für jedes Kapitel, Kapitelzusammenfassungen in Kurzform, Glossar, Lexikon, Nachschlageteil…

    7. Als Anfänger schwer zu beurteilen 😉

    8. Ein schönes Layout erleichtert das Lesen und Lernen sehr.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Viel Spaß beim Schreiben! Ich freue mich sehr auf dieses Buch.

  3. Nicole Werner sagt:

    Na dann mal ran:
    1.: Bitte so wie unter 3. beschrieben! (Wenn die Autoren des Buchs identisch mit den Erfindern dieser Umfrage wären, dürfte man in dieser Hinsicht ja zuversichtlich sein.)

    4.: Au ja!

    5.: Für unverzichtbar halte ich:
    – das Handwerkszeug: Wie „baut“ man einen Songtext (von A wie Aller Anfang ist schwer bis Z wie Zwischen den Zeilen schreiben). Also Sprach-/Stilkunde, Aufbau eines Songtexts (Dramaturgie), Ideenfindung, Überwindung von Blockaden, Kreativitätstechniken etc.
    – die Frage nach dem Warum und Wofür und bestenfalls sogar Antworten darauf (schreibe ich für mich oder andere (für welche Zielgruppe), was will ich mit meinen Texten erreichen und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?)
    – praktische Verwertungsmöglichkeiten, GEMA-Wissen, wie gestaltet sich die Arbeit mit Musikern/Produzenten/Musikverlagen etc., was muss ich bei Vertragsverhandlungen beachten, wie funktioniert das überhaupt alles?

    6. Wünschenswert wäre ein abwechslungsreicher Aufbau, also Theorieeinheiten gemischt mit Anekdoten oder Fallbeispielen, gerne z.B. auch Analyse von erfolgreichen (oder weniger erfolgreichen) Songtexten, praktische Aufgaben etc. Immer mal wieder einen Tipp von einem erfahrenen Textdichter oder anderen Branchenkenner einzustreuen, kann auch nix schaden.
    Ebenfalls zu begrüßen: ein Anhang mit weiterführenden Literaturhinweisen, Links, Adressen etc.

    7. Entbehrlich wären für mich Bilder (wenn welche drin sind, im Buch, machts aber auch nix).

    8. Ansonsten: Wenn das Lehrbuch wie ein Workshop aufgebaut ist, also auch Aufgaben und Praxiseinheiten enthält, wäre zu überlegen, was der Leser mit seinen Arbeits- und Übungsergebnissen macht. Da in diesem Fall kein standardisierter Lösungsbogen o.Ä. angehängt werden kann, wäre es vielleicht nicht ganz blöd, über das Buch hinaus ein (Internet-)Forum zu schaffen, indem sich die Leser bei Bedarf austauschen und gegenseitig Feedback geben können. Aber wem sag ich das … 🙂

  4. Simone Altenried sagt:

    1. sachlich ist gut, wobei ich die Unterhaltung wichtig finde, ich hoffe ihr verstehst was ich meine
    2/3.euer Buch sollte euch schon wieder spiegeln, also eure persönliche Note
    4. Anekdoten fände ich super
    5. für mich unverzichtbar – Kopfkino .-))
    6. wünschenswert sind für mich Textanalysen, Umgang mit Metaphern (was ist zu viel?)
    7. je nachdem wer die Zielgruppe ist, Reimlehre mit reinnehmen
    8. zu überflüssig fällt mir nichts ein???

    Habe mir 2009 ein Buch zum Thema gekauft… Finde es sehr trocken zu lesen, und hatte oft kleine Fragezeichen im Kopf. Auch fand ich nicht gut, dass der Autor seine persönliche Meinung zum Schlager abgab. Ich muss etwas ja nicht mögen, aber es in einem sogenannten „Handbuch“ öffentlich machen? Im Bezug auf die Genres sollte es unbedingt sachlich sein.
    Beispiele wie es euch ergangen ist, fände ich hingegen super. Vielleicht auch mal ein Anekdötchen, das schmunzeln lässt?

  5. Ich kann mich meinen VorschreiberInnen nur anschließen.
    Locker-flockig sollte das Buch geschrieben sein und aufgepeppt mit Anekdoten. Das Buch muss Anfängern Lust machen,endlich mit dem Schreiben anzufangen, Fortgeschrittene soll es inspirieren, sich auszuprobieren bzw. Neues zu wagen. Das Cover sollte so gestaltet sein, dass es neugierig macht und beim potentiellen Käufer einen sofortigen „Haben-wollen“-Reflex hervorruft.
    Es sollten die verschiedensten Genres wertfrei behandelt und die Unterschiede aufgezeigt werden. Worauf kommt es bei einem Popsong an, worauf bei einem Chanson,einem Schlager, einem volkstümlichen Lied, einem Kinderlied usw. Dadurch soll der Texter seine Fähigkeiten erkennen bzw. erweitern können.
    Gute Beispiele halte ich für notwendig, schlechte Beispiele für verzichtbar (Für Lieder, die man als abschreckendes Beispiel hinstellt, wird man vermutlich ohnehin nicht die Veröffentlichungsgenehmigung bekommen.) Viele praktische Übungen wären eine wünschenswerte Ergänzung de theoretischen Teils.

    Viel Schwung für den Endspurt wünscht
    Claudia

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