In diesem Moment

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Seit fast zwei Monaten ist sie auf dem Markt, die Neue von Roger Cicero. Nach einem Senkrechtstart liegt „In diesem Moment“ in diesem Moment auf Platz 20 der deutschen Charts. Eines fällt sofort auf: Das Album klingt anders. „“Ich wollte den Big Band Sound aufbrechen, weg vom typischen Sound der Fünfziger und Sechziger Jahre““, sagte Cicero in einem Interview im Stern. „Swing, Jazz, Pop, viele Bläser, soulige Einflüsse gab’s schon immer. Jetzt ist die Gewichtung eine andere. Darin sehe ich eine Weiterentwicklung.““

Neu sind auch die Produzenten, die Texter und Komponisten. Was mich besonders freut: Martin Fly Fliegenschmidt, mein rechter Sitznachbar aus der Celler Schule, hat auch an diesem Album mitgearbeitet. Mehr als die Hälfte der Songs („Alles kommt zurück“, „Keine halben Sachen“, „In diesem Moment“, „Erste Liebe“, „Adieu und Kuss“, „Nicht für mich“ und „Zu zweit“) sind in Köln in einem Brain-Pool entstanden, in dem neben Fly auch Flo Peil (Celler Schule 2005) die Ideen sprudeln lässt. „“Ich habe mein Studio schon lange in Köln inmitten eines größeren Kollektivs von Songschreibern und Produzenten. Das Management von Roger ist an unseren gemeinsamen Verleger/Studiochef von Tinseltown Music heran getreten. Die Zusammenarbeit lief dann so gut, dass wir am Ende das Album bei Tinseltown produziert haben – mit Kiko Masbaum als Produzenten““, teilte  mir Fly mit. „„Grundsätzlich haben wir oft mit wichtigen bzw. starken Textfragmenten angefangen und sind dann sehr früh zur Musik übergegangen. Wenn wir dann eine Art Grundgerüst für den Song hatten, haben wir den Text zu Ende geschrieben. Und dann meist noch einmal überarbeitet. Und oft noch mal und noch mal und noch mal.“ Roger Cicero war wesentlich am Arbeitsprozess beteiligt. „Einige der thematischen Ideen lieferte er selbst. Er hat sich immer sehr intensiv mit den Texten und auch deren Singbarkeit auseinandergesetzt.“  Frank Ramond, bis dato Haus- und Hofdichter von Roger Cicero, der für das neue Album nur einen Song („Was weißt du schon von mir“) beisteuerte, hatte die Latte in den drei vorhergehenden Alben sehr hochgelegt.

Im Kollektiv zu arbeiten, war für Fly keine neue Situation. „„Ich bin bei Tinseltown in unterschiedlichen Konstellationen schon seit Jahren tätig. Auch außerhalb davon arbeite ich viel zusammen mit anderen Songschreibern. In meiner eigenen Band namens PARKA läuft auch alles im Kollektiv ab. Von daher bin ich solche Arbeitsprozesse gewohnt und glaube auch sehr daran.““ Gespannt sein darf man auf das Debüt-Album von PARKA. „Raus“, so der Titel, kommt am 24. Februar 2010 raus.
Mit Claudio Pagonis, einem Kollegen bei Tinseltown,hat er zwei Songs für das kommende Album von Stefanie Heinzmann geschrieben, u.a. die voraussichtlich erste Single Diggin‘ in the dirt. Auch eine weitere Zusammenarbeit mit Roger Cicero schließt er nicht aus.

Es läuft  gut für Martin Fliegenschmidt. Offensichtlich nicht nur in diesem Moment!

 

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