Gedichte des Monats, 1. Ausgabe

von Michael Feindler (Celler Schule 2010)

Die Reihe beginnt mit einer lyrischen Anmerkung zum Thema „Prognosen“. Fest steht: Bis zur Bundestagswahl im Herbst werden Politiker innerhalb der deutschen Parteienlandschaft wieder verstärkt um die Deutungshoheit diverser Wahlprognosen kämpfen. Und einige Wähler werden sich wieder einmal dazu hinreißen lassen, eine Partei weniger aus Überzeugung als vielmehr aus koalitionsstrategischen Gründen zu wählen – beeinflusst von aktuellen Umfrageergebnissen. Vor diesem Hintergrund entstand das folgende Gedicht.

 Prognosen

Wir schätzen jede Art Prognose
vom Wetter bis zur nächsten Wahl
und fühlen uns als Ahnungslose,
entgeht uns einmal eine Zahl.

Wir lieben es vorauszusagen:
„Was wird wohl morgen zum Problem?“,
doch sollten uns viel öfter fragen:
Was haben wir von alledem?

Denn würden wir darauf verzichten,
zu sehen, wie wer wo was misst,
dann könnten wir uns danach richten,
was heute wirklich wichtig ist,

statt jeden Tag darauf zu schielen:
Wie wird es wohl? Und wird es knapp?
Prognosen helfen nicht beim Zielen,
sie lenken höchstens davon ab.

Übrigens kann man die Gedichte hier abonnieren.

Sein neues Buch und die Website zum Kabarettprogramm “Dumm nickt gut” eignet sich zum Stöbern, Lesen, Nachdenken!

Fort, Bildung! – in Pulheim

Lustige Abende mit Julia Hagemann (Celler Schule 2011) im Theater im Walzwerk.

MÜSSEN Leute mit schlechtem Charakter das eigentlich immer auf der Bühne ausleben? In Julia Hagemanns Liedern sinken die Leichen nach rechts und links zur Seite, werden Frösche gekocht, Vermieter frittiert und Kolleginnen im Rhein versenkt. Das Ganze tarnt sich als Bildungsprogramm, was aber nur ein Vorwand ist, um das Publikum beschimpfen zu können. Dazwischen erzählt sie ihre Lieblingswitze, springt von einem Kostüm ins nächste, erklärt, warum Männer schwerere Fernseher tragen können, aber früher sterben als Frauen, handelt die Geschichte der Oper und deren Bedeutung für die Gehirnforschung in wenigen Minuten ab, spielt Klavier und singt, was das Zeug hält. Schließlich hat sie’s studiert.

Im Ensemblemusikkabarett Kehlwerk ist Julia Hagemann am 24.5.2013 unter dem Motto  Singen im Akkord zu sehen.   Kehlwerk bietet Musikkabarett vom Feinsten. Das Ensemble hat sich darauf spezialisiert, unschuldige Lieder und Arien so zu bearbeiten, dass sie selbst von ihren Verfassern nicht wieder erkannt werden – ein Programm, das sich in einem Moment zärtlich in die Tiefen der menschlichen Seele einschmeichelt und im nächsten frech und unbekümmert auf die Zwerchfelle seiner Zuhörer eintrommelt. Kehlwerk – immer auf der Suche nach dem Spaß im Ernst, dem Unbekannten im Bekannten, der messerscharfen und doch nie aufzufindenden Trennlinie zwischen? E- und U-Musik, verlustiert sich irgendwo zwischen kühn arrangiertem? Volkslied, Rumba, Oper und Hundegeheul.

„Wie geht Singen?“ unterhaltsam und informativ und allgemeinverständlich erklärt für alle, die finden, dass Singen leicht, beglückend und natürlich sein sollte, und wissen wollen, wie das geht. „Infotainment at its best“ ist der Kerngedanke im neuen Buch  Von Nebelhorn bis Nachtigall .

Rechtzeitig zum zweihundertsten Grimm-Jahr 2013 erschien Ihre brandaktuelle Märchen-CD als Rehwinkel-Edition mit den Märchen von Rotkäppchen, Schneewittchen, Dornröschen, Hans im Glück, Sterntaler, Hänsel und Gretel, Rumpelstilzeiner mit Booklet-Illustrationen von Barbara Berrien.

 

 

Tilman Lucke lädt ein zum Anschauen und Selbermachen

Liebe Kabarettfreunde und -freundinnen!

Passend zum Frühling, der ja wie wir wissen, alles erblühen lasst (auch den Humor, wie wir hoffen), lädt Tilman Lucke (Celler Schule 2008) vom 28.3.-1.4 zum BERLINER OSTER-KABARETTKURS mit öffentlicher Präsentation am 31.3. ein. Amit Aufführung am 31. März 2013 (Ostersonntag).
Hierzu schreibt er:   
Mitten im Superwahljahr begleiten wir die aktuellen Ereignisse rund um Merkel, Gauck und alle, die ihnen nachlaufen. Denn unter den Blinden ist die Einäugige Königin. Da es sich um das Ergebnis des traditionellen Oster-Kabarettworkshops (Leitung: Tilman Lucke) handelt, ist diese Premiere ein einmaliger Abend und tagesaktuell. Wer gern am Workshop (ab Gründonnerstag) teilnehmen möchte, darf sich noch bis zum 24. März unter Kontakt@tilmanlucke.de anmelden. Für die Vorstellung empfiehlt sich eine rechtzeitige Vorbestellung!Weitere Informationen hier

 

  Als Vorgeschmack ein paar Nummern aus den letzten beiden Kabarettkursen:

Frühjahrsmüdigkeit (2011): www.youtube.com/watch?v=E3aEOMfLg1s
Lüübische Grüüße (2011): www.youtube.com/watch?v=MXh9tSTDJOc
Plagiatorenkampf II (2011): www.youtube.com/watch?v=RDgYQ03GOko
Rein oder raus (2011): www.youtube.com/watch?v=rUeM-UZ0yPg
Veteranentag (2012): www.youtube.com/watch?v=oZAMKc6lOVs

  Foto: Anne Hornemann

Neu auf Youtube: Trailer zum aktuellen Programm „Fünf Prozent Würde

 

Eilmeldung – Katie Freudenschuß im Fernsehen!

Heute Abend schon was vor?

Lasst es sausen, denn im Fernsehen gibts die Ladies Night!
Gastgeberin Gerburg Jahnke hat auch diesmal wieder tolle Ladies eingeladen – eine davon ist Katie (Celler Schule 2008).
Also bis dann – um 21.45 auf WDR.

Übrigens ist Katie seit gestern auch online – ein Besuch der Website lohnt sich:
http://www.katiefreudenschuss.de/index.htm 

 Foto: Anne de Wolff

10. Kabarettakademie in Bad Kissingen

von Claudia Karner (Celler Schule 2006)

Ich komme selten allein, behauptet meine Celler Jahrgangskollegin Madeleine Sauveur, Musikkabarettistin und Autorin aus Mannheim, in ihrem aktuellen Programm. Meist an ihrer Seite  – sowohl auf der Bühne als auch privat –  ist Clemens Maria Kitschen, seines Zeichens Pianist, Komponist und Multiinstrumentalist. So auch bei der Kabarettakademie 2013, die heuer von 14. bis 18. August im Heiligenhof in Bad Kissingen stattfindet.

Seit 2004 trifft sich dort der deutschsprachige Kabarett-, Chanson- und Comedy-Nachwuchs, um sich bei Bühnenprofis den Feinschliff zu holen. Daneben hat man die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Inspiration zu tanken und jede Menge Spaß zu haben. Auch wer nur mal so in das Genre hineinschnuppern möchte, so wie ich es im vergangenen Jahr gemacht habe, ist hier gern gesehen. Aus zehn Workshops, die von Improvisation bis zur Schreibwerkstatt reichen, kann man zwei auswählen, die einem am besten gefallen.Leiter der Kabarettakademie, die einer Initiative von Rainer Hofmann-Battiston, Mitbegründer des Kabarettpreises „Reinheimer Satirelöwen“ zu verdanken ist, ist Michael Ihringer. Der Schauspieler und Kabarettist aus Darmstadt war von Anfang an dabei. In den ersten vier Jahren fand die Kabarettakademie in der Bildungsstätte Burg Fürsteneck statt. “Als Burg Fürsteneck die Veranstaltung aus dem Programm nahm, führte ich sie mit dem von mir gegründeten Förderverein als Veranstalter in Bad Kissingen weiter. Die Idee war einfach zu gut!“, erzählt Ihringer. “Was die Kabarettakademie so einmalig macht, ist die Gruppendynamik, die sich jedesmal entwickelt, wenn sich 50 oder 60 Kulturschaffende aller Genres und Entwicklungsstufen für fünf Tage am Stück aufeinander einlassen. Da passiert so unendlich viel, dass alle Bedenken, die man vorher vielleicht hat, und alle Unterschiede zwischen Laien und Profis, Teilnehmern und Referenten ganz schnell verschwunden sind. Man ist einfach nur noch Teil von einer großen Entwicklung.”

Das Resümee nach zehn Jahren? „Besser als erwartet!“ sagt Ihringer. „Und so denken auch viele Teilnehmer, die zum dritten oder vierten Mal oder noch öfter teilnehmen. Auch die Referenten kommen gerne wieder und bringen sich mit viel Engagement und Idealismus in die Workshops und  die ganze Akademie ein. Sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Referenten haben wir immer rund zwei Drittel Wiederholer, die den Geist weitertragen, und ein Drittel Newcomer, die frischen Wind in die Sache bringen. Diese Erfolgsformel hat sich überall die Jahre bewährt und ist ein echtes Qualitätssiegel.“ 

„Ich glaube, wir sind heuer schon zum fünften Mal dabei“, sagt Madeleine Sauveur. Dieses Jahr beschäftigt sie sich gemeinsam mit Clemens Maria Kitschen mit Chansoninterpretation. „Die Arbeit in den Workshops macht mir jedes Jahr wieder großen Spaß. Letztes Mal hatten wir eine besonders homogene Gruppe, und das Ergebnis war sehr effektiv.“ Und noch ein ExCELLEnt steht  heuer auf der Referentenliste: Tilman Lucke, Musikkabarettist  aus Berlin. Gemeinsam mit der Wiesbadener Schauspielerin und Sängerin Helga Liewald macht er Gruppen-Coaching. „Es geht in dem Workshop um die konsequente Weiterentwicklung und Fertigstellung bereits geschriebener Nummern“, erklärt Lucke. „Ich möchte Kollegen helfen, die am Anfang ihrer Kabarettkarriere stehen und/oder sich verbessern möchten. Natürlich bekomme ich auch selbst wichtige Anschübe und Ideen für mein eigenes Programm, wenn ich mehrere Tage lang mit originellen Menschen zusammen bin.“

ExCELLEnte wurden auch schon auf der Teilnehmerliste gesichtet. Zum Beispiel Sylvia, die Unvollendete. Sie gerät ins Schwärmen, wenn sie an den letzten Sommer denkt: „Ich habe 2012 erstmalig an der Kabarettakademie teilgenommen und damit eine Perle entdeckt. So viele Gleichgesinnte aus dem Kabarett- und Chansonbereich trifft man selten auf einem Fleck. Die Stimmung ist kollegial, international und phänomenal.“ Begeistert ist sie auch von der Organisation und den fachkundigen Dozenten. „Man lernt man in eine Menge dazu und kann länderübergreifende Kontakte knüpfen.“

 

 

 

SYLVIA – DIE UNVOLLENDETE: Erste eigene CD ist fertig

Es gibt Neuigkeiten von SYLVIA – DIE UNVOLLENDETE (Celler Schule 2007): Wie sie uns mitgeteilt hat, geht jetzt ihre erste eigene CD „Fang nichts mit deinem Pianisten an“ in den Verkauf! Für 12,- Euro kann das Erstlingswerk auf Konzerten erworben werden und für 15,- Euro inkl. Versand wird die CD auch zugeschickt! Hier gibt es Hörproben von allen Titeln!

Live ist Sylvia – Die Unvollendete demnächst hier zu erleben:
19. Nov. 2012, „SÄCHSIN IN THE CITY“ Sylvia – Die Unvollendete & ihr Pianist Peter A. Rodekuhr, 20 Uhr im Café Hofperle (unter der Neuköllner Oper), Karl-Marx-Straße 131, 12043 Berlin

12. Dez. 2012, 19:30 Uhr im Potsdamer Kabarett Obelisk mit Pianist Jan Lehmann, Charlottenstr. 31, 14467 Potsdam, Karten-Tel.: 0331 – 291069

25. Jan. 2013, 20 Uhr im Corbo – Kleinkunstbühne, Kiefholzstrasse 1-4, 12435 Berlin, Karten-Tel.: 030 – 53 60 4001

Mehr hier und auf der offiziellen Facebook-Seite

RALPH WALLNER erobert die Brettl’n mit dem „König von Tölz“

 

Mit der „Verhexten Hex“ hat es RALPH WALLNER (Celler Schule 2007) bis in den Komödienstadl geschafft; sein letztes Volkstheaterstück „Die Gspenstermacher“ schickt sich an ähnlich erfolgreich zu werden.

Jetzt ist ihm der nächste Wurf gelungen: „Das Stück „DER KÖNIG VON TÖLZ – Neues vom Bullen Benno“ mit den Originalcharakteren aus der Serie „Der Bulle von Tölz“ wurde beim Drei Masken Verlag veröffentlicht. Man muss wohl kein Prophet sein um ihm (dem Werk und dem Autor) eine große Popularität vorauszusagen.

Infos hier.

 

TILMAN LUCKEs neues Programm „Fünf Prozent Würde“ kommt

„Ein Superwahljahr folgt auf das nächste, ein Rücktritt jagt denselben, ein ums andere Mal wird die FDP beerdigt und bleibt den Kabarettisten dann doch erhalten – und am Ende gewinnt immer Mutti.“ So fasst TILMAN LUCKE (Celler Schule 2008) die gegenwärtige Politik zusammen.

Der Berliner hat sein Ohr ganz nah am Bundestag und begleitet die Politik seit 2005, also genauso lang wie die Bundeskanzlerin. „Im Gegensatz zu ihr hat er aber ein Programm“, steht es in seinem aktuellen Newsletter, und zwar ein ganz neues: „FÜNF PROZENT WÜRDE“.

Man darf gespannt sein auf Kabarett in reiner Lucke-Tradition mit aktuellsten Gags und Anspielungen und satirischem Liedgut bis zum Abwinken. Der Künstler selbst rät: „Gehen Sie hin, bevor die Piratenpartei das geistige Eigentum komplett abschafft!“

Das Programm feiert am 28. September 2012 – dem Internationalen Tag des Deutschen Butterbrotes – seine Premiere in Öhringen. Eintritt frei!

In Stuttgart wird es, unterstützt vom Förderkreis Kreatives Schreiben und Musik e. V., am 21. September 2012 eine Voraufführung geben, ebenfalls mit freiem Eintritt.

Die Berlin-Premiere folgt am 20. Oktober 2012 im Zimmertheater Steglitz.

Weitere Informationen hier.

Ge-o-dichte – neu aufgelegt

Dan The Man

Passauf! Man plant dich abzuzocken,
will Chamlos dir dein Geld entlocken!
Sie mögen dich am Zahltag nur:
Fahr lieber in die Schweiz zur Chur!

Die Kreide lässt du einfach liegen?
Da muss ich dich wohl strengstens Rügen!

Der Wasserspender ist geborsten!
Kommt schnell! Sonst muss ich bald verDorsten…

Der Kardinal hört keinen Reim?
Steckt ihn ins Tauberbischofsheim!

Der Wasserspender ist geborsten!
Kommt schnell! Sonst muss ich bald verDorsten…

Ihr könnt schon mal das Schwert bringen!
Ich muss heut noch mit Gärtringen…

Und Flensburgfräulein noch so sehr:
Der Ritterhude kommt nicht mehr!
Der Ritter fiel in einem Streite:
Man Buxtehude in die Seite
und schlug ihn furchtbar, bis er starb!
Nun Rendsburgfräulein nach dem Grab…

Und Flensburgfräulein noch so sehr:
Der Ritterhude kommt nicht mehr!

Wenn Erfurtzt, werden alle wach:
Er hat zu wenig Eisen, ach!

Ich streit’ mit keinem feinen Pinkel,
steig’ lieber auf und Reit im Winkl…

Ach, fahrt doch nicht mit solcher Schnelle,
sonst landet ihr noch in der Celle!
(Zumal ihr nach Promille stinkt,
wenn man euch voller Weinheim bringt…)

Heiko Wohlgemuth

Vom Lachen tun die Wangen weh
wenn ich solch lust’ge Wörthersee

Es macht mir keine große Sorg’
wenn ich ‘nen Reim bei Göteborg

Dan The Man

Du willst mit deutschen Dichtern protzen?
Nümbrecht, und falls die Leute kotzen,
ist klar: Bei diesen “Denklingen”
soll lieber der Heinz Schenk singen ;-)

Günter
Beim Arzt
“Trink ich vom Roten reichlich,
so krümmt mein ganzer Leipzig.”

Claudia Karner
Gleich geht’s los!
Es sprach Theodorakis: Mann!

Nach ein, zwei Ouzo Pakistan!

Reimquax
Üble Unterstellung
Woher wohl der Iwan den Porsche hat?
Ich würde mal sagen: er Stalingrad.

Paraguay am Rhein
Wat solle mir noch lang he stonn?
Dä Zoch, dä kütt nit. L’Asunción.

Keine Bewegung!
Scheu steht am See die Frau vom Yeti –
wenn ich jetzt in den Serengeti.

Norbert Tefelski

Ende 1
Karoline reibt sich
mit Gift ein und entLeipzig

Ende 2
Weil er sterbenskrank wurd’
ist nun auch der Frankfurt

Ende 3
Der Bestatter zählt sein Geld
bis er schließlich sElberfeld

Alternative für Wasserscheue
Wassertreten bis zu’n Waden
das ist fast so schön Wiesbaden

Anna (3.2.2011)
Knusperhäuschen unemanzipiert:
Du, Gretel, bist mal ganz still
Gemacht wird das, was Huntsville

Personalquartier:
Die Köchin wohnt mit Blick nach draußen
Im Keller muss der Oberhausen

Wer wird Millionär:
Der Küchenjunge stöhnt im Brass: Eh
Wie ich diese Tallahassee

Reimquax (2.2.2011)
Ein Franke im Urlaub
Des Spannjen is a grouser Shit:
nur Hundewoschd, wohin Madrid.

Claudia Karner:
Blaues Wunder
Die Mutti strahlt den Vati an.
Wie schön ist’s, wenn der Vatikan.

Archipoeta:
Karneval
Wenn Määnz es im Büddschee mol knapp hat,
find’ Fasenacht ganz ohne Kapstadt.

Unbekannter Kerl
Wenn du ihn die Kammer lässt,
halt lieber deinen Hammerfest!

Almabtrieb in Südtirol
Die Kuh will partout nicht ins Ennetal?
Na wenn schon, das ist doch dem Senegal.

Hunde unter sich
Der Einbrecher wird sicher schnell matt –
renn du hinterher,  ich Belgrad!

Claudia Karner:
Ein Bayer freut sich
Es is‘ fei gut,
schlaf i Beirut!

Georg Bungter:
Wintersport
Sie lief dem Dackel hinterher –
sie liebte ihren Val d‘ Isère

Arizona
Verdient der Bauer nie nix,
nützt ihm das ganze Phoenix

Nepal-TV
Der Schnitt ist fertig. Fast. Un nu?
Ich hab jetzt Pause. Kathmandu.

Nochmal Wintersport
Der Schlitten läuft so gut wie nie,
das ist ja beinah schon Vichy!

Stuttgart 21
Isch etz der Protescht vorbei?
Awa! Ette! Nix! Hanoi!

Maik Brandenburg
(falls es nicht ubedingt hinten stehen muss)
Klemmwitz
Wir konnten gar nicht lachen.
Kansas noch mal machen?

Edith:
Orientalisches Mahl
Doch, doch – das Lamm ist lecker.
Wer sagt denn, dass ich Mekka?

Barbara Berrien:
vorm Spiegel der Damentoilette:
Was machste fürn Gewese
um deine Blankenese….?

Verdauung:
Es findet,ist der Mensch satt,
das weitere im Darmstadt

Zwa Voitrottln verbreiten Hörglück

von Edith Jeske

Seit ihrem YouTube-Hit „Fuck se Energiesparlampe“ kennt man Zwa Voitrottln dem Vernehmen nach sogar in Spanien, Russland und Berlin. Jetzt hat das Singer/Songwriter-Duo, bestehend aus Johannes Glück (Celler Schule 2003) und Dieter Hörmann, das erste Album herausgebracht.

Mit „Hörglück“ (ja, das ist ein Wortspiel) legen die beiden eine Art Musik-Kabarett-Platte vor, die nicht umsonst ein Cover im Stile der alten „Preiser Records“-LPs von Qualtinger, Bronner und Co. ziert. Darauf finden sich etwa „Der Schmetterling“, ein Couplet über das vibrierende Glück im Schritt, „VBW“, eine „musicalische“ Abrechnung mit den Vereinigten Bühnen Wien oder „Der gemütliche Fernsehabend“ im Stil des Kabarett-Duos Pirron und Knapp – bis hin zu Liebes- und Pop-Balladen in diversen Schattierungen und Stilen.

In Sachen Talent und Originalität können sich ZWA VOITROTTLN damit nahtlos in die Reihe hochwertigen österreichischen Musikkabaretts von Gerhard Bronner und Helmut Qualtinger über DÖF („Codo“, „Taxi“ und Co.) bis zur EAV einreihen.

„Hörglück“ ist zunächst als Download auf allen gängigen Plattformen erhältlich. Eine physische CD und ein gleichnamiges Songbook ist für das spätere Frühjahr geplant.

Reinhören und kaufen geht z.B. hier oder hier


 

Johannes Kirchberg – „Ich dagegen bin dafür“- unpolitisch korrektes Klavierkabarett – Köln-Premiere

Samstag 10.03.2012 – 20 Uhr und Sonntag 11.03.2012 – 18 Uhr im  Bürgerhaus Stollwerck Köln

Alles, was Sie über Kirchberg wissen, stimmt: Ja, er hat Millionen im Lotto gewonnen und kochen gelernt. Er hat versucht, seine Frau zu vergiften, und die beiden kleinen Kinder enterbt.

Ja, er hat sich ein halbes Jahr ausschließlich von Bratwurst ernährt. Und das Ganze nur für Sie. Was tut man nicht alles für ein neues Lied: Getreu dem Motto, dass man nur besingen kann, was man erlebt hat.

Deshalb hat er undercover unter Kinderwagenschieberinnen gelebt und nachts Fünf vor 12 alte Freunde besucht. Unangekündigt. Von wegen einmal ist keinmal. Einmal ist einmal. Es ist an der Zeit, mit den alten Lügen aufzuräumen: Geld macht glücklich. Frauen sind doch keine Männer. Und wer einmal lügt, dem glaubt man auch beim zweiten Mal.

Ja, Sie haben recht: Im Fernsehen sieht Kirchberg besser aus. Und die Frage, die sich stellt, lautet: Ist Kirchberg nun der Wolf im Chansonpelz oder der Floh im Wolfpelz?

UNPOLITISCH KORREKTES KABARETT SAGEN DIE EINEN – FAMOSE KLAVIERSATIRE DIE ANDEREN.

Johannes Kirchberg aber sagt: ICH DAGEGEN BIN DAFÜR.

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Celler Schule – jetzt noch schnell bewerben!!!

Einsendeschluss ist der 10. Februar 2012

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